Kurzkritiken: Kinoschnelldurchlauf #2

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96 Hours

Liam Neeson ist böse, so richtig böse. Verständlich, da lässt er seine Tochter widerwillig nach Europa reisen und diese wird an erstbester Stelle von einer Horde albanischer Menschenhändler entführt. Nur gut, dass Papi früher einmal für die Regierung gearbeitet hat und genau weiß, wie man mit solch einem Gesocks umgeht. Da helfen keine Verhandlungen, nein, nur mit Waffengewalt kann man das Mädchen aus den Händen der Gangster befreien. Was folgt, ist ein einstündiger Amoklauf Neesons durch Paris, brutal, kaltherzig, ohne Rücksicht auf Verluste, politisch unkorrekt. Da werden Foltermethoden angewandt, um an wichtige Informationen zu kommen oder unbeteiligte Personen angeschossen, um ein Druckmittel in der Hand zu haben. Für seine heißgeliebte Tochter geht Neeson über Leichen, viele Leichen. Glücklicherweise wurde Taken, oder eingedeutscht 96 Hours, nicht in Hollywood, sondern in Frankreich produziert. Gerade dieser Tatsache ist zu verdanken, dass der Film keine weichgespülte Stangenware, sondern ein knüppelhartes B-Movie in der Tradition der 70er und 80er geworden ist. Dieser Film hat keinen Anspruch und macht einfach nur Spaß. Umso ärgerlicher ist es dann, dass Luc Besson, der sich für das Drehbuch verantwortlich zeigt, eine so ernste und biedere Geschichte geschrieben hat. Etwas Auflockerung hätte dem Film gut getan, etwas mehr Humor und Wortwitz. Dann hätte 96 Hours mühelos in einer Liga mit Shoot Em Up und Crank spielen können. So bleibt der Film ein straighter und harter Actioner, der einiges an Potential verschwendet. Spaß macht er aber trotzdem. (6.5/10)

Revanche

Zwei mal hintereinander für den Auslands-Oscar nominiert zu sein, ist für jedes Land etwas besonderes, für ein so kleines und filmtechnisch eher weniger bedeutendes wie Österreich umso mehr. Doch während Die Fälscher die Auszeichnung weniger wegen der Qualität des Films, sondern mehr wegen der heiklen KZ-Thematik bekommen hat, ist die Nominierung für Revanche mehr als gerechtfertigt. Regisseur Götz Spielmann erzählt die Geschichte um den Kleinganoven Alex (Johannes Krisch) und dessen Freundin, der Prostituierten Tamara (Irina Potapenko), die gemeinsam eine Bank überfallen wollen. Ein Polizist (Andreas Lust) kommt ihnen jedoch in die Quere und verletzt Tamara mit Schüssen auf das flüchtende Fahrzeug tödlich. Alex fällt in ein tiefes Loch und zieht sich auf den Hof seines alten Vater zurück, um sich dort mit Arbeit abzulenken. Zufällig erfährt er jedoch, dass der Polizist nur einige Straßen weiter wohnt und schmiedet Pläne für eine Revanche…

Im Grunde ist sie ganz simpel, die Geschichte. Doch es ist eine ungeheure Atmosphäre, die Revanche von der ersten Sekunde an zu etwas ganz besonderen macht. Ein Grund dafür ist das exzellente Drehbuch, das den Film nicht zur einer vorhersehbaren Ganovenstory verkommen lässt, sondern durch geschickte Wendungen, geistreiche Dialoge und einer spannenden Figurenkonstellation glänzt. Revanche ist kein Rachefilm im Holzhammerstil eines Park Chan-wook, sondern eine ruhige Charakterstudie, ein Film, der mehr auf der psychischen denn der physischen Ebene spielt. Dass das funktioniert, dafür sorgen die hervorragend besetzten Darsteller, die sich allesamt akribisch auf ihre Rollen vorbereitet haben. Vor allem Johannes Krisch, der bisher nur kleinere Nebenrollen in TV-Produktionen inne hatte, erweist sich als ein Geschenk. Sein ruhiges, wortkarges und zurückhaltendes Spiel, das sich in den richtigen Momenten in schlagartige Gefühlsexplosionen verwandelt, ist derart intensiv und Film tragend, dass man sich den Schauspieler demnächst in weitere zentrale Rollen größerer Kinoproduktionen wünscht. Für den letzten Schliff sorgt die gemächliche Inszenierung Spielmanns, der den Figuren Zeit und Raum lässt und die Geschichte ganz behutsam erzählt. Er taucht die statischen Bilder in unverfälschte, dunkle Farben, die den pessimistischen und hoffnungslosen Grundtenor des Films unterstreichen. Revanche ist ein kleiner großer Film, ein Film, wie er im deutschsprachigen Raum leider viel zu selten zu finden ist und ein Film, der auf die nächsten Projekte talentierter Künstler hoffen lässt. (8.5/10)

The International

Für die Medien ist er unser nächster Mann in Hollywood, für die Organisatoren der Berlinale war ein Regisseur mit hellseherischen Fähigkeiten und für mich ist er einer der interessantesten und besten deutschen Filmemacher. Gemeint ist natürlich Tom Tykwer, der für seine erste Hollywood-Produktion, den Verschwörungs-Thriller The International, eine internationale Top-Besetzung um Clive Owen, Naomi Watts und Armin Mueller-Stahl engagieren konnte. Es ist schon erstaunlich, mit welchem Feinsinn Tykwer fünf Jahre lang zum Thema korrupte Banken recherchierte und in Zeiten der Finanzkrise im Film so die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Tykwer schickt einen Interpol-Agenten, der die Machenschaften einer der größten und mächtigsten Kreditinstitute der Welt aufdecken will, quer durch Europa und zeichnet ein fast dystopisches Bild einer durch die Unterwelt gelenkten Welt. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er daraus kein modernes Actionvehikel á la Bourne gemacht hat, sondern stets die Story in den Vordergrund rückt. Diese ist zwar interessant, doch an manchen Stellen etwas zu arg konstruiert. Ein wenig mehr Biss, ein wenig mehr Spannung hätte man sich im Drehbuch schon gewünscht. Tykwer aber holt mit seiner Inszenierung das Beste aus der Geschichte heraus. Mit gekonnten Großaufnahmen, wenigen Schnitten und einem großartig durchgestylten shoot out im Guggenheim-Museum empfiehlt sich der deutsche Regisseur für nächste Hollywood-Projekte. Diesmal mit einem besseren Drehbuch. (6/10)

Underworld: Aufstand Der Lykaner

Len Wiseman und Kate Beckinsale werden gewusst haben, warum sie für einen dritten Teil der Underworld-Saga nicht mehr zur Verfügung stehen. Fertig erzählt war die Geschichte um Vampire, Werwölfe und Hybriden, die immerhin als Grundlage für zwei gute und spannende Horror-Actioner diente. Doch eine Kuh muss man melken, so lange sie fett ist, und so schob Sony in diesem Jahr ein Prequel nach, das qualitativ den beiden ersten Filmen nicht mehr das Wasser reichen kann. Ein Drehbuch, was den Namen nicht verdient, eine hanebüchene Geschichte mit unsinnigen Dialogen und abgesehen von Bill Nighy mittelprächtige und unterforderte Darsteller: an Underworld: Aufstand der Lykaner stimmt fast gar nichts. Auch Neu-Regisseur Patrick Tatopoulos kann keine Akzente setzen und inszeniert in einer lahmen Art und Weise, dass einem die 90 Minuten Laufzeit wie eine halbe Ewigkeit vorkommen. Dieser dritte Teil ist unnötig wie ein Kropf und nur wegen des schönen Setdesigns keine komplett verschwendete Lebenszeit. Für Masochisten geeignet, alle anderen schauen lieber weg. (3/10)

Bolt

Disney hat es nicht leicht. Jahr für Jahr muss sich das riesige Studio im Animationssegment mit der nunmehr internen Konkurrenz von Pixar messen. Und Jahr für Jahr zieht Disney dabei den Kürzeren. Es ist eine riesige Lücke, die zwischen den beiden Studios klafft. Ob bei den Animationen, den Geschichten oder den Figuren – Pixar hat in allen Belangen die Oberhand und schafft ein Meisterwerk nach dem anderen. Dass Disney aber auch dazulernen kann, beweist ihr neuer Animationsstreifen Bolt. Die Geschichte um den TV-Hund Bolt, der quer durch die USA reist um sein Frauchen aus den fingierten Fängen eines Schurken zu befreien, ist ein Spaß für die ganze Familie. Die Story ist von Anfang an rasant und spannend, die Witze funktionieren und die Figuren sind einfach nur charmant. Allen voran Rhino, ein dicker Hamster in einer Kugel und die Tauben, die je nach Ort ihre Eigenheiten haben, haben die Lacher auf ihrer Seite. Klar, der Film setzt keine neuen erzählerischen oder technische Maßstäbe, aber er unterhält. Selbst die deutsche Synchronisation, in der Christian Tramitz Bolt seine Stimme verleiht, tut dem Witz und dem Charme des Originals kein Abbruch. Der Film ist sehr amüsant und setzt eine erste Marke im diesjährigen Animationswettstreit. Prädikat: empfehlenswert. (7/10)

RockNRolla

Guy Ritchie ist wieder da. Befreit von der sich anbahnenden Scheidung von Madonna und mit einem weiteren gefloppten Film im Rücken wagte sich der britische Regisseur an eine Neuauflage seines alten und durchaus erfolgreichen Rezeptes. Ja, RocknRolla wirkt wie ein neuer Aufguss von Snatch und Bube, Dame, König, GrAS, und das wäre auch nicht weiter schlimm, wenn Ritchie qualitativ an die beiden Vorgänger anschließen könnte. Doch der Film baut in der zweiten Hälfte leider konsequent ab. Dabei beginnt RocknRolla sehr vielversprechend. Die Geschichte ist typisch ritchie-esque, mit coolen Figuren, flotten Dialogen und geschickten Wendungen. Von der ersten Sekunde an fühlt man die Atmosphäre, die Ritchies Filme so einzigartig macht. Gerard Butler als Hauptfigur ist ein Segen, der schottische Schauspieler fügt sich perfekt ein in das Universum und bildet die Identifikationsfigur des Films. Als sein Gegenspieler fungiert Tom Wilkinson als gerissener Unterwelt-Boss, mit künstlicher Halbglatze und stetem Drang zum over acting. Highlight ist die Figur des russischen Milliardärs Uri Obomavich, der als eine einzige Anspielung auf Roman Abramowitsch zu verstehen ist. Es ist mal wieder ein buntes Figuren-Potpourri, das Ritchie dirigiert. Und dieses Figuren-Potpourri schickt er auf eine irrwitzige Reise durch Londons Unterwelt. Eine Reise, die rasant und spannend startet und in der Mitte des Films auf einmal ins Stocken gerät. Ritchie schafft es nicht, das Tempo, den Wortwitz und die Coolness in die zweite Hälfte zu übertragen. RocknRolla ist wahrlich kein schlechter Film, doch zeigt die Qualitätsunterschiede in Ritchies Filmografie auf. Vielleicht wollte Ritchie mit RocknRolla zu viel Ritchie sein – und hat sich damit ein wenig übernommen. (6/10)

Mord ist mein Geschäft, Liebling

Zugegeben, ich bin ein Fan des deutschen Kinos und drücke deshalb bei vielen Filmen ein Auge zu, doch was Regisseur Sebastian Niemann hier mit Mord ist mein Geschäft, Liebling abliefert, ist eine Frechheit, eine Beleidigung für den Zuschauer. Wo der Trailer noch eine spaßige Gangsterkomödie im Stile der 50er und 60er versprach, ist der Film das krasse Gegenteil. Der Regisseur liefert keine stringente Geschichte, sondern unlustige, wirre und oberflächliche Sketch-Häppchen, die eigentlich nur durch die Figuren verbunden sind. Es ist das bekannte Bully-Niveau, auf das sich der Film herablässt, ein penetranter Holzhammer-Klamauk. Die Darsteller können da auch nichts mehr ändern und verkommen zu leblosen Handpuppen in einem zweistündigen Kasperle-Theater. Nein, dass war gar nichts. Unlustig, uncharmant, langweilig, dumm. Schade nur, dass mit Bud Spencer und Franco Nero zwei gestandene Italo-Stars bei so einem Schund mitgewirkt haben. (1/10)

Operation Walküre

Kurzkritik

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Operation Walküre hat in seiner Intention auf ganzer Linie versagt. Anstatt zu zeigen, dass nicht alle Deutschen Nationalsozialisten waren, glorifiziert der Film Teile des Heeres um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die wagemutig und ohne eigennützige Hintergedanken Hitler zu Fall bringen wollten, während das normale Volk, repräsentiert durch die Sekretärinnen im Vorzimmer, bitterlich um den angeblichen Tod des Führers weint. Aber man nimmt dies dem Film gar nicht übel, denn er hat ganz andere Qualitäten zu bieten. Bryan Singer transformiert den typisch amerikanischen Pathos in die Nazizeit, spielt mit übertriebener Symbolik, zeigt Swastikas in allen möglichen Variationen, ob an preußisch korrekt sitzenden Uniformen, Fahrzeugen oder als geflieste Unterlage eines bombastischen Schwimmbeckens. Berlin geht 1944 quasi nicht im Bombenteppich unter, sondern im Fahnenmeer. Warum nicht. Dazu dreschen die Figuren eine Phrase nach der anderen, so dass das Schweinchen im DSF seine helle Freude gehabt hätte. Der Film tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste und kommt dabei so wunderbar trashig daher, dass man ihn von vornherein nicht ernst nehmen kann und sollte. Wie blass Tom Cruise in seiner Rolle bleibt, ist geradezu unfassbar, fügt sich aber in die nahezu komplett fehlbesetzte Darstellerriege ein. Auffallend ist die hohe Dichte an deutschen Schauspielern in der zweiten und dritten Reihe. Ob Waldemar Kobus, Wotan Wilke Möhring oder Werner Daehn – Deutschlands Glanz und Gloria bekommt dank des Filmförderfonds wieder eine Chance, sich international zu beweisen. Mit Christian Oliver spielt nach Gedeon Burkhard (Inglourious Basterds) sogar der zweite ehemalige Kommissar aus Alarm für Cobra 11 einen deutschen Soldaten in einer amerikanischen Großproduktion. Semir kann man da ja auch schlecht besetzen. Das I-Tüpfelchen ist Matthias Schweighöfer, dessen aufgesetztes Pokerface so lächerlich und verkrampft ist, dass beim Zuschauer fremdschämen angesagt ist. Man muss Operation Walküre nehmen wie er ist. Denn unter der Oberfläche eines soliden und sogar spannenden Thrillers verbirgt sich der wohl unterhaltendste Trashfilm der letzten Jahre. (7/10)

★★★★★★★☆☆☆

RockNRolla: Guy Ritchies Wiederbelebung?

Guy Ritchie, dieser Name stand für neuartige Gangster-Filme mit komplexen Geschichten, der nötigen Portion Humor und tollen Schauspielern. Er war bekannt für seinen eigenwilligen visuellen Stil, der das Genre bis heute prägt. Auf sein Konto gehen Filme wie Bube, Dame, König, GrAS und Snatch. Doch dann wurde es still um ihn. Nach seiner Heirat mit der Queen des Pop, Madonna, stand er nur noch als sidekick seiner dominanten Frau in der Klatschpresse. Seine Karriere zerstörte dies. Der Quentin Tarantino aus England drehte nur noch wenig – und was er drehte war Müll. Film-Fans hoffen deshalb insgeheim auf eine baldige Scheidung des Promi-Paares, damit Ritchie sich wieder voll auf seine Stärken als Regisseur konzentrieren kann.

Nachdem es in den letzten Jahren im Hause Madonna/Ritchie immer wieder bröckelte, machte sich der Regisseur wirklich auf, mit seinem neusten Film RockNRolla an seine großen Werke anzuknüpfen. Im November ist es soweit, dann können wir das Ergebnis im Kino bestaunen. Bis dahin verspricht der erste Trailer (deutsch/englisch) so einiges: eine interessante Geschichte mit coolen Dialogen, einen krachenden Soundtrack  und die typische Ritchie-Optik. Dazu mit Tom Wilkinson und Gerard Butler mindestens zwei genial besetzte Darsteller. Auch das erste Poster sieht richtig gut aus. Bei den opening credits hat sich Ritchie auch nicht lumpen lassen und niemand geringeren als den Designer Danny Yount (Iron Man, The Invasion) engagiert. Das Ergebnis spricht für sich. Ich jedenfalls bin zuversichtlich, dass Ritchie mit RockNRolla an seine alten Filme anknüpfen kann. Dies wäre eine Genugtuung für ihn – und ein Fest für Film-Fans!

Neue Walküre-Szenenfotos!

Empire Online veröffentlichte gestern drei neue und exklusive Szenenfotos aus Bryan Singers Kriegs-Drama Walküre. Der international besetzte Streifen (unter anderem mit Carice Van Houten, Thomas Kretschmann, Tom Wilkinson & Matthias Schweighöfer) sorgte in Deutschland schon im Vorfeld für Aufregung, da Tom Cruise als führender Scientologe für nicht würdig befunden wurde, den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu spielen. Ab 2. Oktober können wir uns dann ein eigenes Bild von Walküre machen – dann startet das Drama in unseren Kinos.

Mit einem Klick auf das Foto gelangt Ihr zur Galerie bei Empire Online!

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Michael Clayton

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Michael Clayton ist sicherlich einer der Überraschungsfilme des letzten Jahres. Wer hätte schon gedacht, dass ein Thriller im Anwaltsmilieu mit Sonnyboy George Clooney in der Hauptrolle und Neuling Tony Gilroy im Regiestuhl insgesamt 7 Oscar-Nominierungen einstreichen kann? Niemand! Grund genug, sich Michael Clayton im Kino anzusehen und nicht auf die DVD-Veröffentlichung zu warten.

Michael Clayton (George Clooney) ist Angestellter bei der angesehenen New Yorker Anwaltskanzlei Kenner, Bach & Ledeen’s. Dort betreut der ehemalige Staatsanwalt die sensiblen Angelegenheiten. Er ist ein sogenannter “Fixer”, ein Problemlöser, der mit allen Mitteln den Müll der reichen und mächtigen Mandanten beseitigt. Doch nach schweren privaten Rückschlägen (Scheidung, Spielsucht, Schulden) gerät nun auch Michaels Berufsleben in schwere Turbulenzen. Sein bester Freund, der geniale Anwalt Arthur Edens (Tom Wilkinson), betreut für die Kanzlei den Chemie-Konzern U/North. Diesen belastet eine Schadensersatzklage in Höhe von 3 Milliarden Dollar wegen einer karzinogenen Wirkung eines Düngermittels. Arthur jedoch erleidet einen schweren Nervenzusammenbruch und beschließt, mit all dem belastenden Material, welches er als Anwalt eigentlich vertuschen sollte, den Konzern in den Ruin zu treiben. Dies würde jedoch auch das Ende von Kenner, Bach & Ledeens’s bedeuten. Marty Bach (Sydney Pollack), Chef der Kanzlei, betraut Clayton deshalb mit der Aufgabe, auf Arthur aufzupassen. U/North jedoch will sich damit nicht begnügen, es steht einfach zu viel auf dem Spiel. So muss dessen rabiate Geschäftsführerin Karen Crowder (Tilda Swinton) andere Mittel auf den Plan bringen…

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