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	<title>MoviezKult &#187; Steve Martin</title>
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		<title>Kurzkritiken: Kinoschnelldurchlauf #4</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 13:35:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher K.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzkritiken]]></category>
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A Serious Man
Mit ihrer rabenschwarzen Tragikom&#246;die A Serious Man besinnen sich Joel und Ethan Coen nach Filmen wie No Country For Old Men oder Burn After Reading zur&#252;ck auf ihre j&#252;dischen Wurzeln. Im Mittelpunkt des Films steht Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg), ein Physikprofessor im Amerika der sp&#228;ten 60er  Jahre. Sein idyllisches Leben kommt auf einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.moviezkult.de/wp-content/uploads/2010/02/kinospezial4.jpg" rel="thumbnail"><img class="alignnone size-full wp-image-1705" title="kinospezial4" src="http://www.moviezkult.de/wp-content/uploads/2010/02/kinospezial4.jpg" alt="" width="620" height="235" /></a></p>
<p><strong>A Serious Man</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit ihrer rabenschwarzen Tragikom&#246;die <em>A Serious Man</em> besinnen sich Joel und Ethan Coen nach Filmen wie <a href="http://moviez.vs120101.hl-users.com/2008/03/05/kino-review-no-country-for-old-men/" target="_blank"><em>No Country For Old Men</em></a> oder <a href="http://www.moviezkult.de/2008/10/22/burn-after-reading/" target="_blank"><em>Burn After Reading</em></a> zur&#252;ck auf ihre j&#252;dischen Wurzeln. Im Mittelpunkt des Films steht Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg), ein Physikprofessor im Amerika der sp&#228;ten 60er  Jahre. Sein idyllisches Leben kommt auf einmal ins Br&#246;ckeln, als seine Frau (Sari Lennick) ihm er&#246;ffnet, eine Aff&#228;re mit seinem verwitweten Nachbarn Sy Ableman (Fred Melamed) zu haben, seine Kinder statt Schule lieber Kiffen und Stehlen, sein Bruder Arthur (Richard Kind) sich auf Grund privater Probleme bei ihm einnistet und zu guter letzt ein Student ihn mit einer Stange Geld zu bestechen versucht. Wie ein Kartenhaus f&#228;llt sein Leben zusammen. Eine Kettenreaktion tritt in Gang, an deren Ende der geschasste Larry Hilfe bei den Rabbis der Gemeinde sucht. Die Coens bedienen sich offensichtlich der Geschichte von Ijob aus dem Tanach, der hebr&#228;ischen Bibel. Ijobs Glaube wurde von Satan schwer gepr&#252;ft &#8211; Pr&#252;fungen und Schicksalsschl&#228;ge sollten Gott zeigen, dass sein Glaube nur so lange besteht, wie Gott eine sch&#252;tzende Hand &#252;ber seinen Besitz h&#228;lt. Larry, der sich fragt, welche abscheulichen Taten er begangen haben muss, um so bestraft zu werden, f&#228;llt nicht vom Glauben ab. Bei den Rabbis w&#228;hnt er seelischen Beistand, sucht Antworten, die er jedoch nicht erhalten wird. Anders als Ijob erliegt er schlie&#223;lich am Ende des Films der satanischen Versuchung und wird prompt bestraft. Wie, zeigen die Coens nicht. Sie blenden einfach ab. Die Coens &#252;berlassen ihre Figuren dem Schicksal, etwas, was nur sie mit ihrem tiefschwarzen und zynischen Stil zu verm&#246;gen k&#246;nnen. <em>A Serious Man</em> ist ein Kuriosum, ein Sammelsurium mysteri&#246;ser Ereignisse, eine wundervolle Parabel mit einer echten Neuentdeckung in der Hauptrolle. <strong>(7.5/10)</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>It&#8217;s Complicated (Wenn Liebe So Einfach W&#228;re)</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im Pool der zahlreichen RomComs, die jedes Jahr das Licht der Welt erblicken, ist es manchmal nicht leicht, kleine Perlen zu entdecken. Zu durchwachsen ist meist die Qualit&#228;t, zu kommerziell ihre Ausrichtung. Mit <em>It&#8217;s Complicated</em> jedoch vermag endlich mal wieder eine RomCom zu gefallen. Als Gl&#252;cksgriff erweisen sich dabei zwei Dinge: das Drehbuch und der Cast. Nancy Meyers gelingt der schwierige Spagat zwischen gekonntem Witz und &#252;bertriebener Gef&#252;hlsduselei und pr&#228;sentiert einen Film, der 120 Minuten Spa&#223; macht. Jane Adler (Meryl Streep) ist eine typisch moderne Frau. Als dreifache Mutter und erfolgreiche Inhaberin einer B&#228;ckerei f&#252;hrt sie ein geregeltes Leben, auch ohne Mann, denn vor zehn Jahren lie&#223; sich ihr Ehemann Jake (Alec Baldwin) f&#252;r eine j&#252;ngere Frau scheiden. Auf einer Familienfeier jedoch landen Jane und Jake nach gen&#252;gend Drinks wieder gemeinsam im Bett. Es entwickelt sich eine Aff&#228;re, die sie auch vor ihren Kindern geheim halten. Als zus&#228;tzlich der bodenst&#228;ndige Innenarchitekt Adam (Steve Martin) in Janes Leben tritt, ist das Chaos perfekt. Meyers treibt ihre Figuren durch allerlei komische und pointierte Situationen, nimmt sich jedoch zwischendurch immer wieder Zeit, mit zur&#252;ckgenommenem Tempo in sie hineinzuschauen. <em>It&#8217;s Complicated</em> lebt so unter anderem von seinem Abwechslungsreichtum, seinen lustigen wie auch dramatischen Momenten. Einen erheblichen Anteil daran hat der blendend aufgelegte Cast, dem man den Spa&#223; am Drehen ansieht. Meryl Streep liefert eine Performance ab, die zwar subtiler und ruhiger als die in <em>Julie &amp; Julia,</em> aber gerade deswegen um einiges st&#228;rker ist. Es ist schon erstaunlich, wie man der mittlerweile 60-J&#228;hrigen die Hauptrolle in einer romantischen Kom&#246;die immer noch abnimmt. <em>It&#8217;s Complicated</em> d&#252;rfte jetzt schon ein Anw&#228;rter auf die Kom&#246;die des Jahres sein, so rund, wie sich der Film pr&#228;sentiert. <strong>(7/10)</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sherlock Holmes</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach mehr als zehn Jahren im Filmgesch&#228;ft wagt Regisseur Guy Ritchie nun den Sprung nach Hollywood &#8211; mit einer typisch englischen Geschichte im Gep&#228;ck und einem f&#252;r seine Verh&#228;ltnisse bombastischen Budget. Regietechnisch macht Ritchie dabei auch alles richtig, er transformiert die etwas angestaubte Figur Sherlock Holmes in die Moderne. Zwar spielt die Geschichte immer noch Ende des 19. Jahrhunderts, doch der Detektiv wirkt in Ritchies Version wie aus einem Superheldencomic entsprungen, modern, hip und trendig. Robert Downey Jr. brilliert in der Rolle mit purem Zynismus und sichtlichem Spa&#223;, darf sich austoben wie sich Darsteller nur bei Ritchies Filmen austoben d&#252;rfen. Selbst Jude Law spielt seinen Part als Dr. Watson ohne gr&#246;&#223;ere negative Auff&#228;lligkeiten. Doch so gut Ritchie auch gegen das mangelhafte Drehbuch ank&#228;mpft, ausmerzen kann er dessen Probleme nicht ganz. Die Geschichte pl&#228;tschert nur so vor sich hin, der Plot ist alles andere als spannend und vorhersehbar. F&#252;r eine Laufzeit von mehr als zwei Stunden passiert zu wenig, um den Zuschauer wirklich zu begeistern.  Zwar wird das Geschehen durch einige gute vor allem kom&#246;diantische Einf&#228;lle aufgelockert, doch wahres Krimi-Feeling kommt nie auf. Zu unentschlossen ist das Drehbuch, ob es nun Kom&#246;die, Kriminal-/, Abenteuer-/ oder Actionfilm sein will. Guy Ritchies Version von <em>Sherlock Holmes</em> hinterl&#228;sst einen zwiegespaltenen Eindruck. Auf der technischen Seite &#252;berragend, kommt die inhaltliche Komponente viel zu kurz. Auf das sichere Sequel darf man sich trotzdem freuen, denn als Start in ein neues Franchise taugt der Film allemal. <strong>(5/10)</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Friendship!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein Roadmovie aus Deutschland hat es bisher noch nicht oft gegeben. Ein gutes Roadmovie aus Deutschland war noch seltener. Umso erfrischender kommt <em>Friendship!</em> daher, ein Film, der die beiden Freunde Veit (Friedrich M&#252;cke) und Tom (Matthias Schweigh&#246;fer) auf ihrer Reise quer durch die USA begleitet. Es ist 1989, die Mauer ist gerade gefallen. Veit und Tom wollen endlich die gro&#223;e weite Welt sehen &#8211; am besten in Form der Golden Gate Bridge, dem westlichsten Punkt der Erde. Danach kommt bekanntlich schon Asien. Ihr Geld reicht jedoch nur f&#252;r einen Flug nach New York. Ohne Geld in der Tasche trampen sich die beiden durch Amerika und begegnen dabei den unterschiedlichsten Charakteren. Ob verkiffte Cartoon-Zeichner, dumme S&#252;dstaaten-Blondchen oder eine Rockergang &#8211; <em>Friendship!</em> lebt von seinen Figuren, die gl&#252;cklicherweise nicht ins Unertr&#228;gliche &#252;berspitzt sind, sondern mit einem kleinen Augenzwinkern die gro&#223;e weite Welt aus der Sicht der zwei Ex-DDR-B&#252;rger zeigen. Sowieso, der Comedy-Faktor kommt zwar nicht zu kurz, doch <em>Friendship!</em> als reine Kom&#246;die zu bezeichnen, w&#228;re schlichtweg falsch. Daf&#252;r sorgen schon die zwei gro&#223;en Neuentdeckungen des Films. Friedrich M&#252;cke liefert neben den gewohnt aufgeregten Matthias Schweigh&#246;fer ein ruhiges und pointiertes Spiel ab, das gerade im Hinblick auf das Ende, welches vielleicht nicht jedem gefallen d&#252;rfte, sich aber vollends in das Gesamtbild f&#252;gt, eine gro&#223;e Bereicherung f&#252;r die Geschichte darstellt. Regiedeb&#252;tant Markus Goller hingegen besinnt sich auf seine Wurzeln als Werbefilmer und legt einen technisch einwandfreien Film mit teilweise wundersch&#246;nen Fotografien vor. <em>Friendship!</em> ist, gerade nach dem verulkten Trailer, eine der gr&#246;&#223;ten &#220;berraschungen des noch jungen Kinojahres. Ein Film &#252;ber Freundschaft und Abenteuer, aber auch ein Film &#252;ber die gro&#223;e Freiheit in einem weiten Land. <strong>(7/10)</strong></p>
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