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	<title>MoviezKult &#187; Matthias Schweighöfer</title>
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		<title>Kurzkritiken: Kinoschnelldurchlauf #4</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 13:35:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher K.</dc:creator>
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A Serious Man
Mit ihrer rabenschwarzen Tragikom&#246;die A Serious Man besinnen sich Joel und Ethan Coen nach Filmen wie No Country For Old Men oder Burn After Reading zur&#252;ck auf ihre j&#252;dischen Wurzeln. Im Mittelpunkt des Films steht Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg), ein Physikprofessor im Amerika der sp&#228;ten 60er  Jahre. Sein idyllisches Leben kommt auf einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.moviezkult.de/wp-content/uploads/2010/02/kinospezial4.jpg" rel="thumbnail"><img class="alignnone size-full wp-image-1705" title="kinospezial4" src="http://www.moviezkult.de/wp-content/uploads/2010/02/kinospezial4.jpg" alt="" width="620" height="235" /></a></p>
<p><strong>A Serious Man</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit ihrer rabenschwarzen Tragikom&#246;die <em>A Serious Man</em> besinnen sich Joel und Ethan Coen nach Filmen wie <a href="http://moviez.vs120101.hl-users.com/2008/03/05/kino-review-no-country-for-old-men/" target="_blank"><em>No Country For Old Men</em></a> oder <a href="http://www.moviezkult.de/2008/10/22/burn-after-reading/" target="_blank"><em>Burn After Reading</em></a> zur&#252;ck auf ihre j&#252;dischen Wurzeln. Im Mittelpunkt des Films steht Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg), ein Physikprofessor im Amerika der sp&#228;ten 60er  Jahre. Sein idyllisches Leben kommt auf einmal ins Br&#246;ckeln, als seine Frau (Sari Lennick) ihm er&#246;ffnet, eine Aff&#228;re mit seinem verwitweten Nachbarn Sy Ableman (Fred Melamed) zu haben, seine Kinder statt Schule lieber Kiffen und Stehlen, sein Bruder Arthur (Richard Kind) sich auf Grund privater Probleme bei ihm einnistet und zu guter letzt ein Student ihn mit einer Stange Geld zu bestechen versucht. Wie ein Kartenhaus f&#228;llt sein Leben zusammen. Eine Kettenreaktion tritt in Gang, an deren Ende der geschasste Larry Hilfe bei den Rabbis der Gemeinde sucht. Die Coens bedienen sich offensichtlich der Geschichte von Ijob aus dem Tanach, der hebr&#228;ischen Bibel. Ijobs Glaube wurde von Satan schwer gepr&#252;ft &#8211; Pr&#252;fungen und Schicksalsschl&#228;ge sollten Gott zeigen, dass sein Glaube nur so lange besteht, wie Gott eine sch&#252;tzende Hand &#252;ber seinen Besitz h&#228;lt. Larry, der sich fragt, welche abscheulichen Taten er begangen haben muss, um so bestraft zu werden, f&#228;llt nicht vom Glauben ab. Bei den Rabbis w&#228;hnt er seelischen Beistand, sucht Antworten, die er jedoch nicht erhalten wird. Anders als Ijob erliegt er schlie&#223;lich am Ende des Films der satanischen Versuchung und wird prompt bestraft. Wie, zeigen die Coens nicht. Sie blenden einfach ab. Die Coens &#252;berlassen ihre Figuren dem Schicksal, etwas, was nur sie mit ihrem tiefschwarzen und zynischen Stil zu verm&#246;gen k&#246;nnen. <em>A Serious Man</em> ist ein Kuriosum, ein Sammelsurium mysteri&#246;ser Ereignisse, eine wundervolle Parabel mit einer echten Neuentdeckung in der Hauptrolle. <strong>(7.5/10)</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>It&#8217;s Complicated (Wenn Liebe So Einfach W&#228;re)</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im Pool der zahlreichen RomComs, die jedes Jahr das Licht der Welt erblicken, ist es manchmal nicht leicht, kleine Perlen zu entdecken. Zu durchwachsen ist meist die Qualit&#228;t, zu kommerziell ihre Ausrichtung. Mit <em>It&#8217;s Complicated</em> jedoch vermag endlich mal wieder eine RomCom zu gefallen. Als Gl&#252;cksgriff erweisen sich dabei zwei Dinge: das Drehbuch und der Cast. Nancy Meyers gelingt der schwierige Spagat zwischen gekonntem Witz und &#252;bertriebener Gef&#252;hlsduselei und pr&#228;sentiert einen Film, der 120 Minuten Spa&#223; macht. Jane Adler (Meryl Streep) ist eine typisch moderne Frau. Als dreifache Mutter und erfolgreiche Inhaberin einer B&#228;ckerei f&#252;hrt sie ein geregeltes Leben, auch ohne Mann, denn vor zehn Jahren lie&#223; sich ihr Ehemann Jake (Alec Baldwin) f&#252;r eine j&#252;ngere Frau scheiden. Auf einer Familienfeier jedoch landen Jane und Jake nach gen&#252;gend Drinks wieder gemeinsam im Bett. Es entwickelt sich eine Aff&#228;re, die sie auch vor ihren Kindern geheim halten. Als zus&#228;tzlich der bodenst&#228;ndige Innenarchitekt Adam (Steve Martin) in Janes Leben tritt, ist das Chaos perfekt. Meyers treibt ihre Figuren durch allerlei komische und pointierte Situationen, nimmt sich jedoch zwischendurch immer wieder Zeit, mit zur&#252;ckgenommenem Tempo in sie hineinzuschauen. <em>It&#8217;s Complicated</em> lebt so unter anderem von seinem Abwechslungsreichtum, seinen lustigen wie auch dramatischen Momenten. Einen erheblichen Anteil daran hat der blendend aufgelegte Cast, dem man den Spa&#223; am Drehen ansieht. Meryl Streep liefert eine Performance ab, die zwar subtiler und ruhiger als die in <em>Julie &amp; Julia,</em> aber gerade deswegen um einiges st&#228;rker ist. Es ist schon erstaunlich, wie man der mittlerweile 60-J&#228;hrigen die Hauptrolle in einer romantischen Kom&#246;die immer noch abnimmt. <em>It&#8217;s Complicated</em> d&#252;rfte jetzt schon ein Anw&#228;rter auf die Kom&#246;die des Jahres sein, so rund, wie sich der Film pr&#228;sentiert. <strong>(7/10)</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sherlock Holmes</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach mehr als zehn Jahren im Filmgesch&#228;ft wagt Regisseur Guy Ritchie nun den Sprung nach Hollywood &#8211; mit einer typisch englischen Geschichte im Gep&#228;ck und einem f&#252;r seine Verh&#228;ltnisse bombastischen Budget. Regietechnisch macht Ritchie dabei auch alles richtig, er transformiert die etwas angestaubte Figur Sherlock Holmes in die Moderne. Zwar spielt die Geschichte immer noch Ende des 19. Jahrhunderts, doch der Detektiv wirkt in Ritchies Version wie aus einem Superheldencomic entsprungen, modern, hip und trendig. Robert Downey Jr. brilliert in der Rolle mit purem Zynismus und sichtlichem Spa&#223;, darf sich austoben wie sich Darsteller nur bei Ritchies Filmen austoben d&#252;rfen. Selbst Jude Law spielt seinen Part als Dr. Watson ohne gr&#246;&#223;ere negative Auff&#228;lligkeiten. Doch so gut Ritchie auch gegen das mangelhafte Drehbuch ank&#228;mpft, ausmerzen kann er dessen Probleme nicht ganz. Die Geschichte pl&#228;tschert nur so vor sich hin, der Plot ist alles andere als spannend und vorhersehbar. F&#252;r eine Laufzeit von mehr als zwei Stunden passiert zu wenig, um den Zuschauer wirklich zu begeistern.  Zwar wird das Geschehen durch einige gute vor allem kom&#246;diantische Einf&#228;lle aufgelockert, doch wahres Krimi-Feeling kommt nie auf. Zu unentschlossen ist das Drehbuch, ob es nun Kom&#246;die, Kriminal-/, Abenteuer-/ oder Actionfilm sein will. Guy Ritchies Version von <em>Sherlock Holmes</em> hinterl&#228;sst einen zwiegespaltenen Eindruck. Auf der technischen Seite &#252;berragend, kommt die inhaltliche Komponente viel zu kurz. Auf das sichere Sequel darf man sich trotzdem freuen, denn als Start in ein neues Franchise taugt der Film allemal. <strong>(5/10)</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Friendship!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein Roadmovie aus Deutschland hat es bisher noch nicht oft gegeben. Ein gutes Roadmovie aus Deutschland war noch seltener. Umso erfrischender kommt <em>Friendship!</em> daher, ein Film, der die beiden Freunde Veit (Friedrich M&#252;cke) und Tom (Matthias Schweigh&#246;fer) auf ihrer Reise quer durch die USA begleitet. Es ist 1989, die Mauer ist gerade gefallen. Veit und Tom wollen endlich die gro&#223;e weite Welt sehen &#8211; am besten in Form der Golden Gate Bridge, dem westlichsten Punkt der Erde. Danach kommt bekanntlich schon Asien. Ihr Geld reicht jedoch nur f&#252;r einen Flug nach New York. Ohne Geld in der Tasche trampen sich die beiden durch Amerika und begegnen dabei den unterschiedlichsten Charakteren. Ob verkiffte Cartoon-Zeichner, dumme S&#252;dstaaten-Blondchen oder eine Rockergang &#8211; <em>Friendship!</em> lebt von seinen Figuren, die gl&#252;cklicherweise nicht ins Unertr&#228;gliche &#252;berspitzt sind, sondern mit einem kleinen Augenzwinkern die gro&#223;e weite Welt aus der Sicht der zwei Ex-DDR-B&#252;rger zeigen. Sowieso, der Comedy-Faktor kommt zwar nicht zu kurz, doch <em>Friendship!</em> als reine Kom&#246;die zu bezeichnen, w&#228;re schlichtweg falsch. Daf&#252;r sorgen schon die zwei gro&#223;en Neuentdeckungen des Films. Friedrich M&#252;cke liefert neben den gewohnt aufgeregten Matthias Schweigh&#246;fer ein ruhiges und pointiertes Spiel ab, das gerade im Hinblick auf das Ende, welches vielleicht nicht jedem gefallen d&#252;rfte, sich aber vollends in das Gesamtbild f&#252;gt, eine gro&#223;e Bereicherung f&#252;r die Geschichte darstellt. Regiedeb&#252;tant Markus Goller hingegen besinnt sich auf seine Wurzeln als Werbefilmer und legt einen technisch einwandfreien Film mit teilweise wundersch&#246;nen Fotografien vor. <em>Friendship!</em> ist, gerade nach dem verulkten Trailer, eine der gr&#246;&#223;ten &#220;berraschungen des noch jungen Kinojahres. Ein Film &#252;ber Freundschaft und Abenteuer, aber auch ein Film &#252;ber die gro&#223;e Freiheit in einem weiten Land. <strong>(7/10)</strong></p>
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		<title>Operation Walk&#252;re</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 10:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher K.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kurzkritik

Operation Walk&#252;re hat in seiner Intention auf ganzer Linie versagt. Anstatt zu zeigen, dass nicht alle Deutschen Nationalsozialisten waren, glorifiziert der Film Teile des Heeres um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die wagemutig und ohne eigenn&#252;tzige Hintergedanken Hitler zu Fall bringen wollten, w&#228;hrend das normale Volk, repr&#228;sentiert durch die Sekret&#228;rinnen im Vorzimmer, bitterlich um den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Kurzkritik</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1500" title="valkyrie1" src="http://www.moviezkult.de/wp-content/uploads/2009/02/valkyrie1.jpg" alt="valkyrie1" width="192" height="300" /></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Operation Walk&#252;re</em> hat in seiner Intention auf ganzer Linie versagt. Anstatt zu zeigen, dass nicht alle Deutschen Nationalsozialisten waren, glorifiziert der Film Teile des Heeres um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die wagemutig und ohne eigenn&#252;tzige Hintergedanken Hitler zu Fall bringen wollten, w&#228;hrend das normale Volk, repr&#228;sentiert durch die Sekret&#228;rinnen im Vorzimmer, bitterlich um den angeblichen Tod des F&#252;hrers weint. Aber man nimmt dies dem Film gar nicht &#252;bel, denn er hat ganz andere Qualit&#228;ten zu bieten. Bryan Singer transformiert den typisch amerikanischen Pathos in die Nazizeit, spielt mit &#252;bertriebener Symbolik, zeigt Swastikas in allen m&#246;glichen Variationen, ob an preu&#223;isch korrekt sitzenden Uniformen, Fahrzeugen oder als geflieste Unterlage eines bombastischen Schwimmbeckens. Berlin geht 1944 quasi nicht im Bombenteppich unter, sondern im Fahnenmeer. Warum nicht. Dazu dreschen die Figuren eine Phrase nach der anderen, so dass das Schweinchen im DSF seine helle Freude gehabt h&#228;tte. Der Film tritt von einem Fettn&#228;pfchen ins n&#228;chste und kommt dabei so wunderbar trashig daher, dass man ihn von vornherein nicht ernst nehmen kann und sollte. Wie blass Tom Cruise in seiner Rolle bleibt, ist geradezu unfassbar, f&#252;gt sich aber in die nahezu komplett fehlbesetzte Darstellerriege ein. Auffallend ist die hohe Dichte an deutschen Schauspielern in der zweiten und dritten Reihe. Ob Waldemar Kobus, Wotan Wilke M&#246;hring oder Werner Daehn – Deutschlands Glanz und Gloria bekommt dank des Filmf&#246;rderfonds wieder eine Chance, sich international zu beweisen. Mit Christian Oliver spielt nach Gedeon Burkhard (<em>Inglourious Basterds</em>) sogar der zweite ehemalige Kommissar aus <em>Alarm f&#252;r Cobra 11</em> einen deutschen Soldaten in einer amerikanischen Gro&#223;produktion. Semir kann man da ja auch schlecht besetzen. Das I-T&#252;pfelchen ist Matthias Schweigh&#246;fer, dessen aufgesetztes Pokerface so l&#228;cherlich und verkrampft ist, dass beim Zuschauer fremdsch&#228;men angesagt ist. Man muss <em>Operation Walk&#252;re</em> nehmen wie er ist. Denn unter der Oberfl&#228;che eines soliden und sogar spannenden Thrillers verbirgt sich der wohl unterhaltendste Trashfilm der letzten Jahre. <strong>(7/10) </strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><strong></strong> 7 out of 10 stars<br />
</strong></p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.moviezkult.de%2F2009%2F02%2F26%2Foperation-walkuere%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.moviezkult.de%2F2009%2F02%2F26%2Foperation-walkuere%2F" height="61" width="51" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Keinohrhasen</title>
		<link>http://www.moviezkult.de/2008/03/03/kino-review-keinohrhasen/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 12:09:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher K.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Armin Rohde]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Rudnik]]></category>
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Nun hat es mich also doch in Kino getrieben, um die von Fans und Kritikern hochgelobte Kom&#246;die &#8220;Keinohrhasen&#8221; von und mit Til Schweiger zu begutachten. Grund ist weniger der Film, sondern die Tatsache, dass unser Dorfkino den Blockbuster mit bisher mehr als 6 Millionen Zuschauern endlich auch mal zeigt.
Inhalt: 
Ludo Becker (Til Schweiger) ist Frauenheld [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.moviezkult.de/wp-content/uploads/2008/03/keinohr1.jpg" alt="Keinohr1" /></p>
<p style="text-align: justify;">Nun hat es mich also doch in Kino getrieben, um die von Fans und Kritikern hochgelobte Kom&#246;die &#8220;Keinohrhasen&#8221; von und mit Til Schweiger zu begutachten. Grund ist weniger der Film, sondern die Tatsache, dass unser Dorfkino den Blockbuster mit bisher mehr als 6 Millionen Zuschauern endlich auch mal zeigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Inhalt: </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ludo Becker (Til Schweiger) ist Frauenheld und Klatschreporter der Zeitschrift &#8220;Das Blatt&#8221;. T&#228;glich ist er zusammen mit seinem Fotografen Moritz (Matthias Schweigh&#246;fer) unterwegs, um das perfekte Bild und die perfekte Story zu erhaschen. Sie erfahren, dass Wladimir Klitschko seiner Freundin Yvonne Catterfeld (gespielt von ihnen selbst) einen Heiratsantrag machen will. Um an exklusive Fotos zu kommen, klettern beide auf ein Glaskuppeldach. Dabei passiert, was passieren muss und das Dach zerbricht unter der Last Ludos.</p>
<p style="text-align: justify;">Wegen Sachbesch&#228;digung wird der Reporter zu 300 Stunden gemeinn&#252;tziger Arbeit in einem Kindergarten verurteilt. Dessen Leiterein ist die verklemmte Anna Gotzlowski (Nora Tschirner). Diese wuchs zusammen mit Ludo in einem Viertel auf und wurde damals von ihm wegen einer unsch&#246;nen Brille und einer unsch&#246;nen Zahnspange terrorisiert. Um an ihm sp&#228;te Rache zu &#252;ben, betraut sie Ludo mit unsch&#246;nen Aufgaben. Dieser nimmt die ganze Sache immer noch nicht ernst und interessiert sich lieber f&#252;r die M&#252;tter der Kinder als f&#252;r seine Strafe.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach und nach verbessert sich jedoch das Verh&#228;ltnis zwischen Ludo und Anna. Beide freunden sich an. Nach einem gescheiterten Date Annas mit einem Arzt taucht sie betrunken in Ludos Wohnung auf. Beide landen zusammen im Bett. Nach dem On-Night-Stand entwickelt Anna gro&#223;e Gef&#252;hle f&#252;r Ludo. Diese werden aber entt&#228;uscht, als Ludo ein Date mit ihr vergisst und stattdessen lieber mit einer anderen Frau schl&#228;ft.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach Ableisten der Sozialstunden merkt Ludo, dass sich sein Leben stark ver&#228;ndert hat. Er hat gr&#246;&#223;ere Gef&#252;hle f&#252;r Anna als er am Anfang glauben wollte. Anna jedoch tr&#246;stet ihren Seelenschmerz in einer Aff&#228;re mit dem Schauspieler J&#252;rgen Vogel (gespielt nat&#252;rlich von J&#252;rgen Vogel). Um eine letzte Chance zu nutzen, ihr Herz zu erobern, schleicht er sich in eine Theatervorstellung des Kindergartens ein. Auf der B&#252;hne gesteht er Anna, dass er sie liebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach seiner Entlassung bei &#8220;Das Blatt&#8221; beginnt Ludo zusammen mit Anna ein neues Leben &#8211; als Kinderg&#228;rtner in Annas Hort.</p>
<p><img src="http://www.moviezkult.de/wp-content/uploads/2008/03/keinohr2.jpg" alt="Keinohr2" /></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Meine Meinung:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zu allererst: ich bin ein gro&#223;er Fan des deutschen Kinos und von Til Schweiger (vor allem von seinen Regie-Arbeiten). Aber das etwas so gro&#223;artiges aus dem doch so kitschigen Stoff entsteht &#8211; das h&#228;tte ich noch nicht einmal ihm zugetraut.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach seinem leider sehr ungl&#252;cklichen Ausflug nach Hollywood kehrt Til Schweiger zum dritten Mal nach &#8220;Der Eisb&#228;r&#8221; und &#8220;Barfuss&#8221; zur&#252;ck auf den Regiestuhl. Dabei festigt er seinen Rang als Regisseur immer mehr. Ihm gelingen intensive Bilder und man merkt seinem Film ein perfektes Gesp&#252;r f&#252;r das richtige Timing von Storyentwicklung an. Das er dabei in der Hauptrolle als Frauenversteher und Aufrei&#223;er brilliert &#8211; man muss die kaum erw&#228;hnen. Diese Rolle hat er perfekt auf sich zugeschnitten und spielt damit mit seinem Image.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Wahl Nora Tschirners als Anna Gotzlowski ist als gelungen zu bezeichnen. Die Jungschauspielerin verbessert sich von Film zu Film. Dabei f&#228;llt es ihr &#252;berhaupt nicht schwer, den Zuschauer durch eine sympathische und direkte Art zu &#252;berzeugen. Auch der Wandel Annas vom Mauerbl&#252;mchen zur Powerfrau ist durch die h&#252;bsche Tschirner perfekt umgesetzt. Das sie auch durch zwei Nacktauftritte in dem Film gl&#228;nzt und vor allem dem m&#228;nnlichen Zuschauer die Zunge schnalzen l&#228;sst, ist hier nur eine Randbemerkung.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Soundtrack des Films ist perfekt ausgew&#228;hlt. Til Schweiger, der die Lieder zusammenstellte, gelingt es durch eine geschickte Zusammenstellung der Songs, die Bilder noch intensiver zu untermalen. Dabei beweist er ein sehr gl&#252;ckliches H&#228;ndchen. Leider ist aber in der finalen Tonmischung die Musik an vielen Stellen zu laut. Darunter leiden dann die Atmosph&#228;re und die Dialoge.</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders anmerken m&#246;chte ich, dass mit &#8220;Keinohrhasen&#8221; auch endlich mal wieder eine deutsche Kom&#246;die in die Kinos kommt, die von Bl&#246;delhumor auf Hauptschulniveau á la &#8220;Kein Bund f&#252;rs Leben&#8221; oder &#8220;7 Zwerge&#8221; befreit ist. Besonders die Anspielungen auf die Volksmusikszene und vor allem auf Stefanie Hertel und Stefan Mross sowies auf Uwe Ochsenknecht und seine verzogenen Bengel trieben bei mir kleine Tr&#228;nen in die Augen und beanspruchten nicht nur mein Zwerchfell. Die St&#228;rke des Films zeigt sich au&#223;erdem darin, dass sich Leute wie J&#252;rgen Vogel (die Eingangsszene von &#8220;Keinohrhasen&#8221; vergess ich nie <img src='http://www.moviezkult.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ), Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld selber auf den Arm nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zur FSK-Freigabe m&#246;chte ich mich auch noch &#228;u&#223;ern. Mit &#8220;Keinohrhasen&#8221; zeigt sich wieder einmal, dass bei der FSK auch nur Lobby-Arbeit betrieben wird. Wie man bei zum Teil drastischen Aussagen und Bildern im Film &#252;ber Oralsex, rasierten Geschlechtsteilen oder One-Night-Stands eine FSK6 beziehungsweise nach zweiter Pr&#252;fung eine FSK12-Freigabe erteilt, kann ich nicht verstehen. Sicherlich sollten Eltern entscheiden, was ihre Kinder sehen d&#252;rfen und was nicht &#8211; aber eine amerikanische Produktion h&#228;tte eine berechtigte FSK16-Freigabe bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mein Fazit: </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit &#8220;Keinohrhasen&#8221; gelingt Til Schweiger der gr&#246;&#223;te Wurf seiner Karriere &#8211; und vielleicht sogar eine kleine Blaupause des deutschen Kinos. Der Film &#252;berzeugt auf ganzer Linie und punktet mit gut pointierten Witzen und sympathischen Darstellern.</p>
<p style="text-align: justify;">Die H&#246;chtwertung verpasst der Film nur durch die st&#228;ndige und an manchen Stellen nervige &#220;berreizung mit lauter Musik. <strong>(7/10)</strong></p>
<p style="text-align: center" align="left"><strong></strong> 7 out of 10 stars</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Achtung: Nach Zweitsichtung von 8 auf 7 Punkten abgewertet, deshalb stimmen Text und Wertung nicht ganz &#252;berein!</strong></p>
<p style="text-align: left" align="left">
<p style="text-align: left" align="left">BLOGSPIEGEL</p>
<p style="text-align: left" align="left"><a href="http://moviescape.wordpress.com/2007/12/26/keinohrhasen/" target="_blank">Moviescape</a>: 9/10</p>
<p style="text-align: left" align="left"><a href="http://symparanekronemoi.blogspot.com/2007/12/keinohrhasen.html" target="_blank">Symparanekronemoi</a>: 2,5/10</p>
<p style="text-align: left" align="left"><a href="http://moviez.plane.hl-users.com/2008/03/03/kino-review-keinohrhasen/">MoviezKult</a>: 7/10</p>
<p style="text-align: left" align="left">Durchschnittwertung: <strong>6,2/10</strong></p>
<p style="text-align: left" align="left">
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