Freitag Der 13. (Remake)
Kurzkritik

Sechs Jahre nach dem großartigen Horror-Vehikel Freddy Vs. Jason bringen die Remake-Erprobten Michael Bay und Markus Nispel mit ihrer eigenen 2009er-Version von Freitag Der 13. endlich wieder die Slasherikone Jason Voorhees ins Kino. Wie auch bei ihrer ersten Zusammenarbeit, dem Aufguss von Texas Chainsaw Massacre im Jahr 2003, erwartet den Zuschauer eine auf Hochglanz polierte Mainstreamproduktion, die vordergründig das amerikanische Publikum von 16 bis 30 Jahren ansprechen soll. Da dieses im Allgemeinen nicht für ein breites Intelligenzspektrum bekannt ist, fällt das Drehbuch dementsprechend mager aus. Neben den Metzelszenen gibt es so nur ein Thema, nämlich zwischenmenschlichen Verkehr. Dazu gibt es glorreiche Dialoge wie „Deine Titten sind total saftig, Süße“ oder „Deine Nippel sind perfekt platziert, Baby“. Auch die Figuren sind wenig einfallsreich und total uninteressant. Da hätten wir so zum einen das privilegierte Arschloch, das Papas Ferienhäuschen für ein spritziges Wochenende klar macht, die zwei Silikonpüppchen, den freakigen Nerd, den lustigen Asiaten und den kiffenden Schwarzen. Der Film bedient alle gängigen Klischees des Slashergenres, entgegnet ihnen jedoch nicht mit der Portion Ironie und Einfallsreichtum, der er bitter nötig gehabt hätte.
Auch inszenatorisch weiß Freitag Der 13. nicht wirklich zu gefallen. Dem ehemaligen Werbefilmer Nispel gelingen zwar immer wieder starke Einzelbilder, doch er verpasst es, markante Akzente zu setzen und seinen Film zu einem homogenen Ganzen zu formen. Viel lieber greift er in die Trickkiste, mischt die störende Handkamera zwischen die konventionellen Bilder und versucht so, extrem modern zu wirken. Der desaströse Schnitt, der gerade in den Metzelszenen für einige Verwirrung bei den Zuschauern sorgt, wie auch der aufdringliche Synthie-Soundtrack setzen dem noch die Krone auf. Die Inszenierung ist ein Spannungskiller und entzieht dem Film dadurch eigentlich die letzte Daseinsberechtigung. Lediglich die Slasher-Szenen, in denen sich Jason so allerlei Werkzeug bedient, können gefallen, da sie nicht unbedingt durch einen extremen gore-Effekt auffallen, sondern durch Originalität. Denn auch wenn die Figur Jason einem grundlegenden Wandel hin zum flinken Killer unterzogen wurde – von ihm und seinen Morden geht eine ungeheure Faszination aus. Umso ärgerlicher ist es dann, dass die Figur für einen solch unwürdigen Film missbraucht wurde. (3/10)










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