The Expendables: Söldnerfilm Von Und Mit Sly

Bisher habe ich mich mit News zu The Expendables zurückgehalten, obschon ich mich wie ein kleines Kind auf den neuen Film von und mit Sylvester Stallone freue. Darin geht es um eine Gruppe von Söldnern, die in Südamerika einen gefürchteten Diktator stürzen und sein Volk befreien soll. Klingt nach hirnlosem  und knallhartem Ballerspaß á la John Rambo im Stile der 80er-Jahre, was auch der bisher bestätigte Cast um Jason Statham, Jet Li, Randy Couture (!), Dolph Lundgren (!!) und Mickey Rourke (!!!) beweist. In Verhandlungen stehen zudem Forest Whitaker und Sir Ben Kingsley. Leider abgesagt hat Jean-Claude Van Damme, der wohl dem Actionfach endgültig den Rücken gekehrt hat. Das Leben ist zwar kein Wunschkonzert, aber ich hoffe weiterhin auf die Besetzung von Steven Seagal, Wesley Snipes, Michael Dudikoff, Tom Berenger, Tom Sizemore, Kurt Russell und Cameos von Bruce Willis, Harvey Keitel und Chuck Norris. Das ultimative B-Movie also.

Street Kings

[Kino-Review]

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David Ayer, der magere und bleiche Mann aus Illinois, ist bekannt für seine Drehbücher in korrupten Polizei-/ und Schwarzenmilieus. Ihm verdanken wir das Skript zu Training Day, wohl einem der besten Polizei-Filme der letzten Jahre mit einem Denzel Washington in Bestform. Auch die Bücher von S.W.A.T. und Dark Blue gehen auf sein Konto. Kein Wunder also, dass sich Ayer bei seiner ersten Regie-Arbeit Street Kings erneut in diese Milieus vorwagt.

Detective Tom Ludlow (Keanu Reeves) ist ein knallharter Bulle. Seine Devise: “Warum Gangster befragen, wenn man sie an Ort und Stelle umbringen kann?”. Sein Vorgesetzter, Captain Wander (Forest Whitaker), unterstützt dieses raue Vorgehen und stärkt Ludlow intern den Rücken. Sein ehemaliger Partner Washington (Terry Crews) hatte darauf keine Lust mehr und distanzierte sich von Ludlow. Nach einem erneuten Vorfall, bei dem Ludlow nicht zimperlich mit den bösen Jungs umgegangen ist, gerät er ins Visier von James Biggs (Hugh Laurie), einem internen Ermittler. Ludlow und Wander ist klar: nur Washington kann ihn bei der Internen angezeigt haben. Als Ludlow Washington in einem Supermarkt zur Rede stellen will, passiert das Unfassbare: der Markt wird überfallen und Washington kaltblütig hingerichtet. Natürlich fällt der Verdacht sofort auf ihn, doch sein Vorgesetzter kann ihn wieder vor jeglichen Beschuldigungen schützen. Ludlow jedoch will den Hintergründen der Tat auf die Spur kommen. Zusammen mit dem jungen Detective Paul Diskant (Chris Evans) ermittelt er heimlich und beide geraten in den Strudel aus Korruption, Gewalt & Drogen.

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8 Blickwinkel

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Mit Regisseur Pete Travis aus Großbritannien wagt sich ein weiterer ambitionierter europäischer Filmemacher an das Abenteuer Hollywood. In seiner Heimat wird der Mann aus Manchester schon gefeiert als neuer Ridley Scott. Mit Fernsehfilmen wie Omagh begeisterte er die Insel mit seinem eigenen unverkennbaren Stil hinter der Kamera. Auch sein Hollywood-Debüt ist unverkennbar einzigartig: einen Anschlag auf den amerikanischen Präsidenten aus 8 Blickwinkeln zu zeigen und diese am Ende zu einem furiosen Finale zusammenzuführen – klingt zwar nicht bahnbrechend, aber erfrischend neu.

Was ist also der Grund, warum der Film in jeglichen Kritiken im Internet und der Presse zerrissen wird? Ich habe da so meine eigene These. Vorab möchte ich sagen, dass ich von 8 Blickwinkel durchweg begeistert bin. Der Film bleibt von der ersten bis zur letzten Sekunde hoch spannend – wo hat man das heutzutage noch in Hollywood? Allein die Tatsache, wie es Travis schafft, den Anschlag aus mehreren Perspektiven 5 Mal zu wiederholen (nicht 8 Mal) ohne dass dabei Spannung verloren geht, zeugt von seinem großen Talent als Drehbuchautor und Regisseur. Bei jedem neuen Blickwinkel werden so zum Beispiel andere Elemente eingebaut, die vorher noch nicht da waren. Man kann es erklären wie ein Puzzle, welches mit jedem Blickwinkel zusammengefügt wird. Das schnelle Tempo á la Bourne verhilft dabei auch, den Zuschauer nie außer Atem kommen zu lassen. Am Ende dann fügen sich die Blickwinkel zusammen zu einem großen Showdown, in dem die Hauptfigur Thomas Barnes (Dennis Quaid) in schon angesprochener Bourne-Manier eine riesige Verfolgungsjagd mit den Terroristen aufnimmt und den Fall löst.

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