Die Besten Filme Des Jahres 2009 und der Dekade

Nicht nur das Filmjahr 2009, sondern auch die erste Dekade des neuen Jahrtausends sind beendet. Zeit, sich wie die meisten Filmbloggerkollegen an die obligatorischen Best-Of-Listen zu machen. Fakt ist eines: in quantitativer Sicht hat sich das Filmjahr für mich gelohnt. Gegen 55 Kinobesuche im letzten stehen 63 in diesem Jahr. Außerdem habe ich, dank der ausgedehnten Semesterferien, 385 weitere Filme auf Blu-ray, DVD und im TV sehen können. Qualitativ jedoch gehört das Filmjahr 2009 eher zu den schwächeren. Vor allem die zweite Jahreshälfte war geprägt von unzähligen Flops und uninspirierten Blockbustern. Nichtsdestotrotz konnte der geneigte Filmfan auch in diesem Jahr wieder einige Highlights im Kino und auf DVD entdecken.

Beste Filme Des Jahres 2009
(Berücksichtigt sind alle Filme, die im Jahr 2009 in Deutschland veröffentlicht worden.)

slum

10 Slumdog Millionaire (Regie: Danny Boyle)

mart

09 Martyrs (Regie: Pascal Laugier)

gran

08 Gran Torino (Regie: Clint Eastwood)

rev

07 Revanche (Regie: Götz Spielmann)

eden

06 Eden Lake (Regie: James Watkins)

durst

05 Durst (Regie: Park Chan-wook)

04 Avatar (Regie: James Cameron)

band

03 Das Weisse Band (Regie: Michael Haneke)

wres

02 The Wrestler (Regie: Darren Aronofsky)

bas

01 Inglourious Basterds (Regie: Quentin Tarantino)

Runner-ups: Dead Snow, Milk, Glaubensfrage, Der Vorleser, The Hurt Locker


Beste Filme Des Jahrzehnts

young

10 Young @ Heart (Regie: Stephen Walker, Sally George)

09 Das Leben Der Anderen (Regie: Florian Henckel von Donnersmarck)

lady

08 Lady Vengeance (Regie: Park Chan-wook)

07 No Country For Old Men (Regie: Joel & Ethan Coen)

meer

06 Das Meer In Mir (Regie: Alejandro Amenábar)

05 There Will Be Blood (Regie: Paul Thomas Anderson)

unterg

04 Der Untergang (Regie: Oliver Hirschbiegel)

03 Schmetterling & Taucherglocke (Regie: Julian Schnabel)

02 Inglourious Basterds (Regie: Quentin Tarantino)

kill

01 Kill Bill 1&2 (Regie: Quentin Tarantino)

Runner-ups: Brokeback Mountain, Into The Wild, Abbitte, The Dark Knight, Million Dollar Baby

Ab Februar wird der Blog mit verändertem Design und neuer Frische zur Aktivität zurückkehren. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein frohes und glückliches Jahr 2010!

Slumdog Millionaire

Filmkritik
slumdog

Mit acht Oscars ist Danny Boyles Slumdog Millionär DER Abräumer der diesjährigen Award-Saison. Acht Oscars, die den Film quantitativ auf eine Stufe mit Klassikern wie Die Besten Jahre Unseres Lebens, My Fair Lady oder Die Faust im Nacken heben, die auch allesamt acht Trophäen gewinnen konnten. Doch kann das Indien-Drama mit den genannten überhaupt qualitativ mithalten? Oder ist die enorme Anzahl der Oscars der diesjährigen schwachen Konkurrenz geschuldet? Die Antwort ist irgendwo in der Mitte anzusiedeln. Slumdog Millionär ist auf der einen Seite ein wunderbares, audiovisuell opulentes Drama, das ganz klar zu den Highlights des Kinojahres zählen dürfte. Auf der anderen Seite sind acht Oscars wohl einige zu viel, denn alleine im letzten Jahr hätte der Film in vielen Kategorien wohl wenige Chancen gehabt.

Danny Boyle erzählt die Geschichte des 18-jährigen Vollwaisen Jamal (Dev Patel), der in der indischen Version von „Wer wird Millionär?“ nur noch eine Frage von dem Gewinn von 20 Millionen Rupien entfernt ist. Er, ein ungebildeter junger Mann aus den Slums von Mumbai. Das macht ihn verdächtigt, er kann eigentlich nur betrogen haben. Es folgt ein Schnitt: Jamal ist gefesselt, zwei üble Polizisten wollen seine Betrugsmethoden aus ihm herausfoltern. Es gibt jedoch keine Methoden. Jamal hat alle Fragen ehrlich gewusst. Der leitende Inspektor spielt ihm die Aufzeichnung der Sendung vor. Zu jeder gestellten Frage soll Jamal erklären, wie er zu der Antwort gekommen ist. Und zu jeder gestellten Frage hat Jamal eine Geschichte aus seinem Leben parat, die plausibel erscheint. so In Rückblenden erzählt Boyle so eine coming of age-Story, angefangen in Jamals (nun: Ayush Mahesh Khedekar) Kindheit, in der er und sein Bruder Salim (Azharuddin Mohammed Ismail) Zeuge der Massenhinrichtung der Bewohner ihres Dorfes, einschließlich ihrer Mutter, werden. Zusammen mit der gleichaltrigen Latika (Rubiana Ali) ziehen sie daraufhin durch die Slums und hausieren auf einer Müllkippe. Dort geraten sie in die Fänge eines Gangsters, der Straßenkinder als Bettler missbraucht und auch vor Zerstümmelungen nicht zurückschreckt. Gemeinsam können die Brüder fliehen, Latikas Fluchtversuch scheitert. Fortan schlagen sich die Brüder (nun: Tanay Chheda und Ashutosh Lobo Gajiwala) mit Kleinganoverei quer durch Indien. Jamal aber hat nur ein Ziel: die Rückkehr nach Mumbai und Rettung von Latika.

Slumdog Millionär als reines Drama herunter zu stilisieren wäre verkehrt. Vielmehr vereint der Film Zutaten aus mehreren Genres, die ihn zu einem modernen Märchen werden lassen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Junge aus dem Slums von Mumbai, arm, perspektivlos, auf sich alleine gestellt. Lediglich die Liebe zu einem Mädchen gibt ihm Antrieb, zu leben und zu überleben. Gut und Böse sind in dem Film klar getrennt. Jamal ist die Sympathiefigur, der scheinbar chancenlose Held, der sich gegen die Bösen behaupten muss. Jamal muss sich von ganz unten herankämpfen, um Latika überhaupt noch einmal wiedersehen zu können. Slumdog Millionär ist quasi der amerikanische Traum in seiner reinsten Form, eine Geschichte, in der sich ein Individuum durch steten Willen und Krafteinsatz die Chancen erkämpft, seine Träume wahr zu machen. Das starke Drehbuch verhilft dem Film dabei, niemals ins pathetische abzurutschen. Vielmehr glänzt es durch eine unerwartete Vielseitigkeit, die der Geschichte eine enorme Abwechslung, und damit Leben einhaucht. Slumdog Millionär ist vor allem in der Anfangsszene urkomisch und beinhaltet auch im weiteren Verlauf Dialoge mit Wortwitz und Charme, doch verkommt niemals zu einer lächerlichen Geschichte. Slumdog Millionär ist hoch tragisch, zum Beispiel wenn Jamals Dorf überfallen wird und Fundamentalisten die ganze Bevölkerung abschlachten, doch niemals wehleidig und anklagend. Slumdog Millionär ist spannend und actionreich, wenn sich die Brüder im Mittelteil als Kleinganoven durch die Slums schlagen, doch niemals aufgesetzt und unglaubwürdig. Slumdog Millionär beinhaltet eine Liebesgeschichte, die stets die Gefahr läuft, kitschig zu werden, doch niemals wird. Die Elemente im Film halten sich stets die Waage und sorgen für eine Vielschichtigkeit, die in den letzten Jahren nur sehr wenige Filme erreicht haben.

Dass die Vielschichtigkeit des Drehbuchs auch im Film erhalten bleibt, dafür sorgt Danny Boyles großartige Regie. Erst seine spritzige Inszenierung macht Slumdog Millionär trotz seines doch ernsten Themas zu einem Feel-Good-Movie. Er taucht den Film in knallige Farben und gibt so Referenzen an das Bollywood-Kino, ohne es jedoch blind zu kopieren. Vielmehr vermischt sich der westliche Inszenierungsstil mit dem indischen und ergibt so eine einzigartige Symbiose, die für unser Auge nicht nur erträglich, sondern auch erfrischend anders ist. Die Schnelllebigkeit der Metropole Mumbai und deren Menschen fängt er wunderbar mit dynamischen Handkameras ein, deren Wirkung durch die harten Schnitte noch weiter verstärkt ist. Die Optik ist wenig konventionell, nicht nur von den Farben her, sondern auch von den Einstellungen. Boyle hat sichtlich Spaß dabei, mit ungewöhnlichen Kameraeinstellungen zu experimentieren. Passend zu den schnellen Schnitten kreiert A.R. Rahman einen Score mit treibenden Drums, der mehrheitlich indisch geprägt ist, doch auch Anleihen aus der westlichen Musikszene, zum Beispiel dem Rap, besitzt. Die Musik Rahmans unterstreicht perfekt Boyles Inszenierung und verschmilzt mit den Bildern zu einer homogenen Einheit.

Das I-Tüpfelchen ist die großartige Besetzung, mit der Boyle ein Kunststück gelungen ist. Quasi von der Straße weg castete er die meisten Darsteller, was dem Film kein Abbruch verleiht, sondern ein großes Stück authentischer macht. Es ist schon erstaunlich, was für eine schauspielerische Leistung vor allem die kleinen Akteure zeigen, die einen großen Teil des Films allein auf ihren Schultern stemmen, was manch ein Kollege aus Hollywood nicht bewältigt hätte. Neben den Laien gefallen aber auch Dev Patel und die bezaubernde Freida Pinto, die sich mit ihrer Performance nach Hollywood gespielt haben und demnächst für Projekte von Woody Allen und M. Night Shyamalan vor der Kamera stehen. Boyle lässt aber auch Bollywood-Prominenz ran, erspart uns dabei glücklicherweise aber das Gesicht von Shahrukh Khan. Am besten gefällt der indische Superstar Anil Kapoor als schmieriger Moderator der indischen Version von „Wer wird Millionär“. Es kommt einfach alles zusammen bei Slumdog Millionär, ein starkes Drehbuch, risikofreudige Produzenten, ein innovativer und experimentierfreudiger Regisseur, eine Komponist in Hochform und unverbrauchte, bissige Schauspieler. Slumdog Millionär ist ein starker Film, ein Film, der die Gradwanderung zwischen Entertainment und „Ghetto-Sight-Seeing“ perfekt meistert. Slumdog Millionär ist auch ein Film, der mit seiner positiven Art und Weise mitten ins Mark einer von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krisen erschütterten westlichen Welt trifft. Vielleicht ist Slumdog Millionär in diesen Zeit gerade deshalb so ein Ausnahmefilm und vielleicht ist das auch ein Grund dafür, warum der Film letztlich so viele Preise abräumen konnte. (9/10)

★★★★★★★★★☆

BLOGSPIEGEL

Symparanekronemoi: 8/10

From Beyond: 4/10

Zeitverschwender: 7/10

MoviezKult: 9/10

Durchschnittwertung: 7/10

81st Annual Academy Awards – Die Gewinner

Der Abend fing schon gut an. Das reichliche überforderte Pro Sieben-”Expertenteam” um Annemarie Warnkross und Steven Gätjen erklärt Brangelina zu den offiziellen Topfavoriten auf den Zwillings-Oscar (wie lustig) und zeigt, dass es auch so wenig Ahnung von der Materie hat. So wird Der Baader Meinhof Komplex mal schnell zum Baader Meinhof concept (nur echt auf Denglisch) und am roten Teppich gibt es Interviews nur mit echten Stars wie Michael “Bully” Herbig (wtf?), Heidi Klum & ihrem Göttergatten und Schmusekater Seal sowie David Kross, den man anscheinend nur auf Englisch anreden kann. Die anschließende Oscar-Verleihung, in Szene gesetzt in einem neuen Modus, der die Nebenkategorien quasi im Schnelldurchlauf abhandelt, war dann auch nicht besser. Jackman als ewig tanzender und blödelnder Host war gänzlich überfordert und seine Witzchen eher gequält als lustig. Lediglich eine handvoll Laudatoren um Will Smith und Jack Black lockerten das Treiben etwas auf. Die Krönung waren dann die Werbepausen im Zehn-Minuten-Takt, die immerhin dafür gesorgt haben, dass ich jetzt weiß, wo ich Finding Neverland günstig auf DVD bekomme. Herrlich. Preise wurden übrigens auch vergeben, hier die Gewinner und ein kleines Fazit dazu (Idee geklaut von Flo, aber was solls?):

BESTER FILM

Slumdog Millionaire – Der verdiente Gewinner, weil der beste Film unter den Nominierten.

BESTER HAUPTDARSTELLER

Sean Penn (Milk) – Der Treppenwitz des Abends. Nicht, das Penn schlecht gewesen wäre, ganz im Gegenteil. Aber gegen Rourke kann er anstinken. Hier siegt political correctness und nicht die Leistung.

BESTE HAUPTDARSTELLERIN

Kate Winslet (The Reader) – Wie erwartet und völlig verdient.

BESTER NEBENDARSTELLER

Heath Ledger (The Dark Knight) – Auch wie erwartet, in Ermangelung der Konkurrenz gerechtfertigt.

BESTE NEBENDARSTELLERIN

Penelopé Cruz (Vicky Cristina Barcelona) – Gewinnt mit dezentem over acting gegen starke Konkurrenz aus Doubt und The Curious Case Of Benjamin Button – ungerechtfertigt.

BESTE REGIE

Danny Boyle (Slumdog Millionaire) – Dreht den besten Film des Jahres und gehört sowieso zu Kritikers Liebling. Passt.

BESTES ORIGINAL DREHBUCH

Dustin Lance Black (Milk) – Unverständlich. Zum einen hatte das Skript die eine oder andere Schwäche, zum anderen ist es in meinen Augen nicht wirklich “original”, da basierend auf wahre Begebenheiten.

BESTES ADAPTIERTES DREHBUCH

Simon Beaufoy (Slumdog Millionaire) – Passt.

BESTE KAMERA

Anthony Dod Mantle (Slumdog Millionaire) – Changeling überzeugte in Sachen Kamera mehr, aber der Oscar geht durch.

BESTER SCHNITT

Chris Dickens (Slumdog Millionaire) – Völlig in Ordnung.

BESTES KÜNSTLERISCHES DESIGN

Donald Graham Burt & Victor J. Zolfo (The Curious Case Of Benjamin Button) – Auch hier wäre Changeling der verdientere Sieger gewesen.

BESTE KOSTÜME

Michael O’Connor (The Duchess) – Keine große Überraschung. Hat ja quasi als Kostümfilm seine Daseinsberechtigung.

BESTES MAKEUP

Greg Cannom (The Curious Case Of Benjamin Button) – Völlig verdient. Ob der alte Brad Pitt oder die alte Cate Blanchett – das Makeup war state of art.

BESTER SOUNDTRACK

A.R. Rahman (Slumdog Millionaire) – Hier gewinnt Exotik gegen Konvention. Keine große Überraschung, obschon es gleichwertige Konkurrenz gab.

BESTER SONG

A.R.Rahman – “Jai Ho” (Slumdog Millionaire) – Siehe oben. “Down to Earth” sowie “The Wrestler” wären die bessere Wahl gewesen.

BESTER TON

Ian Tapp und andere (Slumdog Millionaire) – “Man konnte Mumbai riechen” (O-Ton Steven Gätjen). Naja, zumindestens hören konnte man es.

BESTER TONSCHNITT

Richard King (The Dark Knight) – Wer den Film im Kino sehen durfte, wird dem Oscar zustimmen. Satte Bässe, gute Toneffekte. Ein rundes Erlebnis.

BESTE VISUELLE EFFEKTE

Eric Barba und andere (The Curious Case Of Benjamin Button) – So sicher und verdient wie der Oscar in der Makeup-Kategorie.

BESTER ANIMATIONSFILM

Wall-E - …what else?

BESTER NICHTENGLISCHSPRACHIGER FILM

Okuribito - Hatte wohl keiner auf der Rechnung. Aber letztlich haben wohl der kürzliche Gaza-Krieg und die letzten zwei deutschsprachigen Gewinner den Ausschlag gegeben.

BESTER KURZFILM

Spielzeugland - Nazis + deutsche Filmproduktion = zieht immer.

Oscars 2009: Die Nominierten

oscars

Nun sind sie da, die heiß erwarteten Nominierungen für die 81. Academy Awards, die am 22. Februar vergeben werden. Der größte Gewinner der Vorauswahl ist David Finchers The Curious Case Of Benjamin Button mit satten 13 (!) Nominierungen (unter anderem für den besten Film, die beste Regie und den besten Hauptdarsteller). 10 mal nominiert wurde Danny Boyles Golden Globes-Abräumer Slumdog Millionär. Mit 8 Nominierungen folgen Gus Van Sants Biopic Milk über den homosexuellen Politiker Harvey Milk und Christopher Nolans The Dark Knight. Aus deutscher Sicht erfreulich sind die Nominierungungen des Baader Meinhof Komplexes als bester nichtenglischsprachiger Film und Spielzeugland sowie Auf Der Strecke als beste Kurzfilme . Auch Werner Herzog könnte sich mit seiner Dokumentation Encounters At The End Of The World auf einen Oscar freuen. Erfreulich ist auch die Nominierung von Michael Shannon für seine brilliante Leistung in Revolutionary Road, auch wenn er gegen Heath Ledger keine Chance haben dürfte. Neben Ledger als besten Nebendarsteller dürften mit Mickey Rourke, der nicht nur mich mit seiner Performance in The Wrestler weggehauen hat, und Wall-E (bester Animationsfilm) auch schon einige andere Gewinner feststehen. Übrigens eine Schande, dass Bruce Springsteen für “The Wrestler” mit keiner Nominierung bedacht wurde. Eine komplette Liste der Nominierten gibt es hier.

Slumdog Millionär: Der Deutsche Trailer Ist Da

Slumdog Millionär, der neue Film des britischen Regisseurs Danny Boyle (28 Days Later, Trainspotting), gilt nach den Erfolgen bei den diesjährigen Golden Globes als einer der Hauptanwärter für die Oscars in allen relevanten Kategorien. Das Liebesdrama, das leider auf den  aktuellen Bollywood-Hype aufspringt, erzählt die Geschichte des armen Vollweisen Jamal Malik (Dev Patel), der in der indischen Version der TV-Show “Wer Wird Millionär?” kurz vor dem Hauptgewinn von 20 Millionen Rupien steht. Doch es drängt sich der Verdacht auf, dass Jamal Malik betrogen hat. Wie sonst kann ein Junge aus dem Slums von Mumbai ein solch gutes Allgemeinwissen haben? Für Jamal Malik gibt es jedoch wichtigeres als das Geld: für ihn ist die Sendung nur ein Mittel zum Zweck, seine große Liebe Latika (Freida Pinto) wiederzufinden. Zugegeben, die Geschichte wirkt alles andere als originell und auch die Umsetzung ist dem Trailer nach nicht besonders, doch können all die Kritiker und Fans (zur Zeit IMDb-Platz 34 bei einer Durchschnittwertung von 8,7) irren? Ich bleibe jedenfalls skeptisch und warte auf das Kinorelease am 19.03., danach wissen wir mehr.