An Education

Kurzkritik

Jenny Miller (Carey Mulligan) hat ein großes Ziel. Die 16-jährige, hochintelligente Schülerin will nach Oxford, erreichen, was ihrer Familie bisher vergönnt war. Angetrieben von ihrem dominanten Vater (Alfred Molina) schreibt Jenny in ihrer Schule Bestnoten und gilt als aussichtsreichste Kandidatin für einen Platz an der Eliteuniversität. Als sie eines Tages jedoch den charmanten Freigeist David (Peter Sarsgaard) kennenlernt, ändert sich ihr Leben schlagartig. Aus der eifrigen Ja-Sagerin wird ein aufmüpfiger Teenager, der das Leben genießen und nicht mit Lernerei verschwenden will. Doch in ihrer Rebellion sieht sie nicht, wohin ihr Weg schließlich  führen wird. An Education ist ein feinfühliges coming of age-Drama aus der Feder des britischen Starautoren Nick Hornby. Gespickt mit liebevoll gezeichneten Figuren präsentiert die dänische Regisseurin Lone Scherfig einen Film, der vor allem durch sein stark aufspielendes Schauspielensemble zu begeistern weiß. Carey Mulligan als Zentrum des Films trägt diesen mit einer wunderschönen Leichtigkeit, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte spinnt. Ob als sich unterordnende Einserschülerin oder rebellierender Teenager, Mulligan sorgt stets dafür, dass das Handeln ihrer Jenny als logische Konsequenz ihrer Umwelt erscheint und so die Sympathie nie in Antipathie umschlägt. Sie spielt eine sehr ambivalente Figur, stets auf der Gradwanderung zwischen erwachsenem Weitblick und kindlicher Naivität. Und diese zwei Seiten ihrer Figur kann sie in An Education voll ausspielen. Mit der Liebe für französische Musik und Filme der nouvelle vague stößt sie vor allem bei ihrem strengen Vater auf strikte Gegenwehr. Ihre Zeit soll sie nicht mit Kunst vergeuden, schon gar nicht mit französischer. Er drängt seine Tochter zu Höchstleistungen in der Schule, da er in einem Studium in Oxford den einzigen Weg für sie erkennt, aus der proletarischen Mittelschicht auszubrechen. Jenny ordnet sich dem unter, nicht nur, weil sie nicht anders kann, sondern auch weil sie erkennt, dass ihr Vater letztendlich Recht hat. Sie hat einen Weg für sich gefunden, die Strenge ihres Elternhauses, den Leistungsdruck und ihre Vorliebe für alles Französische unter einen Hut zu bekommen. Als sie aber den geheimnisvollen David kennenlernt, entzieht sie sich immer mehr dem Bann ihrer Eltern. Hier zeigt sich endgültig, dass in Jenny trotz ihrer erwachsenen Schale immer noch ein Kind schlummert, das geführt werden will, das sich den Fängen eines Stärkeren nicht entgegenwehren kann. Und so führt die David ein in eine Welt voller Partys, voller Konzerte und durchgezechten Nächten in Clubs. Der Charmeur verzaubert sie, entführt sie in eine neue Welt, die für Jenny immer ein Traum war. Sie realisiert für sich, dass das ganze Lernen in der Schule nur vergeudete Zeit ist, dass das Leben da draußen spielt in den Theatern Londons, in den Bars und in den Gassen. Peter Sarsgaards Leistung in dem Film ist, seiner Figur durch die Verschlossenheit, die er ihr gibt, durch das Geheimnisvolle und Doppeldeutige, einen starken Gegenpol zu Carey Mulligan zu schaffen. Es ist die knisternde Spannung zwischen den beiden gegensätzlichen Figuren, aus der die Geschichte eine enorme Kraft zieht, der schier endlose Wechsel zwischen Harmonie und Disharmonie. Doch auch neben den beiden Hauptdarstellern spinnt das Drehbuch ein Netz aus unterschiedlichen Figuren, die alle ihre Funktion in ihrer Wirkung auf Jenny erfüllen. Ihr strenger Vater, der ihre Zügel in der ersten Hälfte des Films in der Hand hält, stark gespielt von Alfred Molina, Davids Freund Danny, der als eine Art Zwischenstück zwischen Jenny und David geschrieben ist, mit einer großen Note Arroganz gespielt von Dominic Cooper und Dannys Freundin Helen, gespielt von Rosamund Pike, die zwar intellektuell nicht mit ihrem Umfeld mithalten kann, aber Jenny einen gewissen Halt gibt – es ist die Vielseitigkeit der Charaktere, die einen herausragenden Anteil an der Geschichte hat. Das Ende inszeniert Scherfig letztlich konsequent, obschon sich der eine oder andere Zuschauer da vielleicht mehr Mut bei Hornby und der Regisseurin gewünscht hätte. An Education ist eine wunderschöne Romanze und ein mit liebevoll gezeichneten Figuren bestücktes coming of age-Drama, das von Regisseurin Scherfig mit tollen Bildern in Szene gesetzt wurde. An Education ist aber auch eines – Schauspielkino par excellence mit einer Hauptdarstellerin, die sich mit dieser Rolle einen festen Platz in Hollywood erarbeitet haben dürfte. (8/10)

★★★★★★★★☆☆

Wolfman

Kurzkritik

Unter keinem guten Vorzeichen stand von Anfang an das Remake zum Horrorklassiker The Wolf Man von 1941. Angekündigt im März 2006, sollten der Drehbuchautor Andrew Kevin Walker sowie Hauptdarsteller Benicio Del Toro und Regisseur Mark Romanek (One Hour Photo) die Arbeiten an dem Projekt übernehmen. Wegen kreativer Differenzen schied Romanek aber kurz darauf aus. Mit Brett Ratner, Frank Darabont, James Mangold, Joe Johnston, Bill Condon und Martin Campbell bemühte sich Universal um eine Reihe prominenter Regisseure, die aber alle nicht mit dem bisherigen Drehbuchentwurf von Walker zufrieden waren. 2008 schließlich sagte Joe Johnston zu unter der Bedingung, dass David Self das Drehbuch überarbeitet. Viele Köche verderben den Brei, sagt ein altes Sprichwort. Und so merkt man Wolfman auch an, dass das Drehbuch durch mehrere Hände gewandert ist und die ursprüngliche Version nach und nach durch Zugeständnisse an die Regisseure zerpflückt wurde. Wer einen durch und durch dramaturgisch stimmigen Film mit einer kohärenten Handlung und tiefgründigen Figurenstudien erwartet, wird von Wolfman enttäuscht werden. Nebenhandlungen werden zum Teil nicht auserzählt, wichtige Vorgeschichten höchstens angedeutet und immer mal wieder lediglich Versatzstücke guter Ideen eingestreut. Das Drehbuch ist eine wahre Katastrophe, oberflächlich, inhaltsleer und klischeebeladen. Dass Wolfman aber trotzdem funktioniert, liegt an seiner audiovisuell hervorragenden Inszenierung. Die Bilder von Shelly Johnson sind eine Wucht, erzeugen mit ihrem Spiel aus Licht und Dunkelheit, Grau-/ und Schwarztönen eine ungeheure Atmosphäre. Das akribisch erarbeitete Set Design bringt mit sehr viel Liebe zum Detail das Viktorianische Zeitalter zurück auf die Leinwand. Es sind die Bilder, die in Wolfman zu fesseln vermögen und nicht die Geschichte, die letzlich eher als Aufhänger dient. Optisch erinnert der Film gar an Werke von Tim Burton – was durch den hervorragenden Score von Burtons Hauskomponisten Danny Elfman unterstrichen wird. Elfman, dessen Musik ursprünglich aus dem Film herausgenommen wurde, weil sie dem Testpublikum missfiel und später dann nach dem für das Studio enttäuschendem Score von Paul Haslinger wieder integriert wurde, untermalt mit der typisch Elfman’uesquen Düsterheit und musikalischen Virtuosität perfekt die Fotografien und trägt so einen großen Teil an der Atmosphäre des Films bei. Auch Del Toro sorgt mit seiner fast animalischen Präsenz dafür, dass die Drehbuchschwächen nicht groß ins Gewicht fallen. Sowieso, der Cast besticht durch Schauspieler, die auch ohne ausgefeilte Figuren ein gewisses Charisma auf der Leinwand versprühen. Wolfman ist ein harter Horrorfilm, bei dem, überraschend für eine Studioproduktion, nicht mit Gore-Effekten gegeizt wird. Das Drehbuch ist löchrig wie ein Schweizer Käse und kommt deshalb manchmal sogar etwas trashig daher. Die Inszenierung aber reißt es komplett raus – die Fotografien sind wunderschön und stimmig, Elfman Score famos und die Darsteller perfekt besetzt. Man darf gespannt sein, was der knapp 20 Minuten längere Extended Cut auf DVD & Blu-ray noch so bereit hält. (7/10)

★★★★★★★☆☆☆

Wer Bist Du Im Wunderland?

Invictus

Kurzkritik

Es ist immer wieder erstaunlich, wie es Clint Eastwood mit mittlerweile fast 80 Jahren schafft, nahezu jährlich einen Film zu veröffentlichen. Dieser Mann ist arbeitswütig und voller Ideen, und seine Filme scheinen mit wachsendem Alter immer besser zu werden. Mystic River, Million Dollar Baby, Letters From Iwo Jima oder Gran Torino – ein Auszug aus der Filmografie Eastwoods der letzten zehn Jahre lässt jeden Cineasten mit der Zunge schnalzen. Umso freudiger waren die Erwartungen, als Eastwood, einer der größten Regisseure unserer Zeit, ein Biopic zu Nelson Mandela, einem der größten Persönlichkeiten unserer Zeit, ankündigte. Ein Film der Superlativen sollte es werden, und mit seinem guten Freund Morgan Freeman fand Clint Eastwood die Idealbesetzung für den früheren südafrikanischen Präsidenten. Doch qualitativ will sich Invictus nicht nahtlos einfügen in die Liste großartiger Filme Eastwoods. Denn anstatt der Komplexität der Figur Nelson Mandela in einem Land voller Rassenwahn an den Leib zu rücken, konzentriert sich das Drehbuch auf einen kurzen Zeitraum von Mandelas Wahl zum Präsidenten 1994 bis zur Rugby-WM im eigenen Land 1995. So ist Invictus eher Sportdrama als Politdrama und zeigt somit einen limitierten Blick auf Mandela. Sicherlich, Eastwood deutet in vielen Szenen die Diskrepanz zwischen der weißen und schwarzen Bevölkerung in Südafrika an. Doch die bedrohliche Stimmung, die in dem Land nach Mandelas Machtübernahme herrschte, die Vergeltungsanschläge der ehemals unterdrückten Schwarzen, die horrende Staatsverschuldung oder die Landstreitigkeiten zwischen weißen Großgrundbesitzern und kleinen schwarzen Bauern thematisiert der Film gar nicht. Das Pulverfass Südafrika, das stetig zu explodieren drohte, fängt Eastwood nicht ein. Vielmehr konzentriert er sich auf den geschickten diplomatischen Schachzug des Präsidenten, die Bevölkerung mit einer erfolgreichen Rugby-WM zu vereinen. Dieser konzentrierte Blick erlaubt zwar eine tiefgründigere Charakterisierung der Nebenfiguren, verschenkt aber von vornherein ein ungeheures Potential. Betrachtet man Invictus dann als reines Sportdrama und blendet den Rest aus, erwartet den Zuschauer ein vor allem in den Rugby-Szenen toll inszenierter Film, der trotz des allseits bekannten Endes nie an Spannung verliert. Eastwoods Bilder begeistern wie eh und je, schlicht aber effektiv, pathetisch aber nie übertrieben. Es ist aber vor allem Morgan Freeman, dessen beeindruckende Performance den ganzen Film zusammenhält. Nicht nur optisch ähnelt Freeman dem Friedensnobelpreisträger von 1993, auch seine Mimik und Gestik zeugen von seiner großen schauspielerischen Brillanz. Freeman verschmilzt mit seiner Rolle und geht in ihr auf – sogar mit passablem südafrikanischem Akzent. Matt Damon als südafrikanischer Teamkapitän Francois Pienaar zeigt hingegen, dass seine schauspielerischen Fähigkeiten stärker limitiert sind als die seines Kollegen Freeman. Seine beschränkte Mimik ist zwar perfekt für Actionfilme, doch als Zentrum einer Mannschaft, deren Leistung über das Schicksal der Bevölkerung entscheiden kann, ist seine Präsenz zu klein. Invictus ist in seiner Summe ein feiner Sportfilm, der die politischen Hintergründe nicht tiefgründig genug abhandelt und so seinem Anspruch, ein Biopic Nelson Mandelas zu sein, nicht gerecht wird. Anschauen sollte man sich Invictus trotzdem – allein wegen der großartigen Performance von Morgan Freeman. (5/10)

★★★★★☆☆☆☆☆

The Lovely Bones – In Meinem Himmel

Kurzkritik

Schon weit vor seiner Veröffentlichung galt Peter Jacksons The Lovely Bones als einer der großen Favoriten auf die kommenden Oscars. Die Vorzeichen hätten auch nicht besser sein können: ein Regisseur, der nach vier opulenten Werken endlich wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt, eine hoch gelobte Romanvorlage und ein interessanter Cast rund um Jungstar Saoirse Ronan versprachen einiges. Versprechungen, die Jackson letztendlich aber nicht halten konnte. Zu offensichtlich zeigen sich die Probleme, welche die Komplexität des Stoffes dem Regisseur bereiteten. The Lovely Bones ist ein unrunder Film, bei dem sich in 140 Minuten Laufzeit kein roter Faden in der Geschichte zu erkennen gibt. Zu abrupt sind die steten Wechsel zwischen Drama und Thriller, zu ungestüm die Versuche, Elemente aus Mystery und Komik zu integrieren. Man könnte fast meinen, Jackson inszeniert mit dem Holzhammer, seelenlos, um den Facettenreichtum der Vorlage gerecht zu werden. Der Regisseur verpasste es, den Fokus auf einen Handlungsstrang zu legen, um entweder ein feinfühliges Drama oder einen spannenden Thriller zu inszenieren. So ist The Lovely Bones ein kruder Mischmasch aus beidem, aber nichts Halbes und nichts Ganzes. Jackson lässt dem Zuschauer keine Chance, die ohne Frage ästhetisch inszenierten Szenen auf sich wirken zu lassen, lässt ihm kein Freiraum für eigene Gedanken. Eine Sequenz jagt die nächste, auf eine Aktion folgt eine sofortige Reaktion, ohne Pause, untypisch für dieses Genre. Der Regisseur will die Geschichte schnell nach vorne treiben, will viel erzählen und erzählt doch so wenig. Die Trauerarbeit der Eltern (Mark Wahlberg & Rachel Weisz) zum Beispiel deutet er nur an, ohne jedoch jemals auf sie einzugehen. Er verpasst es, den Figuren Gefühle, gar eine Seele zu geben. Die so erzeugte Antipathie raubt den Thriller-/ und Krimielementen, der Suche des Vaters nach Susies Mörder schließlich den Nährboden. Inhaltlich fehlt dem Film eine klare Linie, die Peter Jackson inszenatorisch hingegen radikal entlang schreitet. Das Set-Design des Films ist grandios, der Regisseur setzt das Amerika der 70er formidabel in Szene. Dabei heben sich seine Bilder von denen seiner Kollegen ab, denn die gefilterten digitalen Bilder erzeugen einen neorealistischen Charme, der anfangs fesselt und im Verlaufe der Geschichte trotz des lückenhaften Inhalts immer wieder den Zugang zum Film erleichtern. Sowieso, der Wechsel zwischen Realität und den Bildern aus dem Himmel ist rund, die Bilder verschmelzen zu einer Einheit, wie es die Geschichte an keiner Stelle erreicht. Neben den Bildern sind es vor allem die zwei Schauspieler, deren Rollen weitaus weniger limitiert und denen Jackson Gestaltungsfreiraum lässt, deren Präsenz noch nachhaltig in Erinnerung bleibt. Stanley Tucci spielt den Serienkiller George Harvey mit einer komplexen Subtilität, zeichnet das Bild eines Psychokillers, in dem das Böse unter der scheinbar gut bürgerlichen Oberfläche brodelt. Die komplette Spannung des Films entwickelt sich aus seiner Figur, er ist ihr eigentlicher Star. Auch Saoirse Ronan, die schon bei Abbitte eine großartige schauspielerische Leistung ablieferte, darf vor allem in den coming of age-Elementen ihr breit gefächertes Potential andeuten. Mark Wahlberg, Rachel Weisz und Susan Sarandon hingegen haben so eingeschränkte Rollen, dass sie ihnen nichts weiter bleibt als vom Drehbuch abzulesen. Jackson lässt ihnen keinen Freiraum für Interpretationen, was im Anbetracht des Potentials der Rollen und Schauspieler ein riesiges Ärgernis ist. Sowieso, Potential hatte der Film. Wenn Jackson seine visuelle Vision  auch auf die inhaltliche Ebene übertragen hätte, sich konzentriert hätte auf wenige Hauptstränge der Geschichte, hätten wir mit Sicherheit einen großartigen Film sehen dürfen. So bleibt der fade Beigeschmack, dass Peter Jackson The Lovely Bones fast gewaltsam auf die Awardseason getrimmt hat. Ohne Blick aufs Wesentliche. (4/10)

★★★★☆☆☆☆☆☆

Up In The Air

Kurzkritik

Die Wirtschaftskrise hat endgültig Hollywood erreicht. Nicht nur monetär, sondern auch inhaltlich. Denn Ryan Bingham (George Clooney) arbeitet für eine Firma in Omaha, die im Auftrag von Managern deren Angestellte feuert – quer durch Amerika. Gerade in diesen Zeiten ein lukrativer Job. Bingham ist ein Vorzeigebeispiel eines typisch modernen Beschäftigten, mobil, selbstbewusst, eiskalt. Er liebt seinen Job, den er sich mit Zynismus erträglicher zu gestalten versucht. Bingham ist kein Familienmensch, ist Single, mit seinem Beruf verheiratet. Dementsprechend setzt er sich andere Ziele im Leben als Frau und Kinder: er will als erst siebter Mensch überhaupt die magische Zehn-Millionen-Meilen-Grenze überschreiten. Umso mehr gerät sein Leben ins Wanken, als die junge Studienabgängerin Natalie (Anna Kendrick) zusammen mit seinem Chef (Jason Bateman) das Firmenkonzept revolutionieren will: keine persönlichen Entlassungen mehr, sondern Entlassungen per Videochat übers Internet. Bingham kann seinen Chef überzeugen, die unerfahrene Anna erst einmal auf ein paar Touren mitzunehmen. Denn mit der firmlichen Strukturänderung würde Bingham so ziemlich alles verlieren, was sein Leben ausmacht.

Es ist schwierig, Up In The Air einem bestimmten Genre zuzuordnen. Jason Reitmans Film ist manchmal ein feinfühliges Drama, manchmal eine scharfzüngige Komödie, mal charmant, doch in der nächsten Szene schon wieder voller Zynismus. Er ist von der ersten Sekunde an voller Abwechslungsreichtum und voller Ideen und möchte von vornherein in keine Schublade gesteckt werden. Reitman und sein Co-Autor Sheldon Turner legen mit der Adaption von Walter Kirns Roman “Der Vielflieger” eines der besten Drehbücher der letzten Jahre vor, mit einer Präzision und Bissigkeit, wie es nur wenige Filme in den letzten Jahren hatten. Sie schaffen mit Leichtigkeit den Spagat zwischen den Genres, aber auch den Spagat zwischen Unterhaltung und Anspruch. Die klugen Dialoge sind wie geschaffen für George Clooney, der mit einer schwebenden Leichtigkeit Ryan Bingham mimt und zurecht einer der großen Anwärter auf den Hauptdarstelleroscar ist. Nur Clooney schafft es wohl, seine Figur trotz deren Berufes derart charmant herüberzubringen und dem Zuschauern nicht zu missfallen. Dies, die Sympathie des Zuschauers gegenüber Bingham, ist eine tragende Stütze des Films, um dessen subtile Zerrissenheit und heimliche Suche nach einem normaleren Leben zu demonstrieren. Neben Clooney glänzen in dem bis in die kleinste Nebenrolle stark besetzten Film vor allem Anna Kendrick und Vera Farmiga, in deren Figur Alex Bingham im Verlauf der Geschichte eine Seelenverwandte zu finden scheint. Es wäre zu wünschen, dass Up In The Air bei den Oscars mit dem ein oder anderen Preis ausgezeichnet werden würde, was bei der Übermacht von The Hurt Locker und Avatar aber schwierig werden sollte. Reitman hat zumindest eines gezeigt – er ist als Autor und als Regisseur endlich an der Spitze Hollywoods angekommen. Mit einem der besten Filme des Jahres. (9.5/10)

★★★★★★★★★½

Kurzkritiken: Kinoschnelldurchlauf #4

A Serious Man

Mit ihrer rabenschwarzen Tragikomödie A Serious Man besinnen sich Joel und Ethan Coen nach Filmen wie No Country For Old Men oder Burn After Reading zurück auf ihre jüdischen Wurzeln. Im Mittelpunkt des Films steht Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg), ein Physikprofessor im Amerika der späten 60er  Jahre. Sein idyllisches Leben kommt auf einmal ins Bröckeln, als seine Frau (Sari Lennick) ihm eröffnet, eine Affäre mit seinem verwitweten Nachbarn Sy Ableman (Fred Melamed) zu haben, seine Kinder statt Schule lieber Kiffen und Stehlen, sein Bruder Arthur (Richard Kind) sich auf Grund privater Probleme bei ihm einnistet und zu guter letzt ein Student ihn mit einer Stange Geld zu bestechen versucht. Wie ein Kartenhaus fällt sein Leben zusammen. Eine Kettenreaktion tritt in Gang, an deren Ende der geschasste Larry Hilfe bei den Rabbis der Gemeinde sucht. Die Coens bedienen sich offensichtlich der Geschichte von Ijob aus dem Tanach, der hebräischen Bibel. Ijobs Glaube wurde von Satan schwer geprüft – Prüfungen und Schicksalsschläge sollten Gott zeigen, dass sein Glaube nur so lange besteht, wie Gott eine schützende Hand über seinen Besitz hält. Larry, der sich fragt, welche abscheulichen Taten er begangen haben muss, um so bestraft zu werden, fällt nicht vom Glauben ab. Bei den Rabbis wähnt er seelischen Beistand, sucht Antworten, die er jedoch nicht erhalten wird. Anders als Ijob erliegt er schließlich am Ende des Films der satanischen Versuchung und wird prompt bestraft. Wie, zeigen die Coens nicht. Sie blenden einfach ab. Die Coens überlassen ihre Figuren dem Schicksal, etwas, was nur sie mit ihrem tiefschwarzen und zynischen Stil zu vermögen können. A Serious Man ist ein Kuriosum, ein Sammelsurium mysteriöser Ereignisse, eine wundervolle Parabel mit einer echten Neuentdeckung in der Hauptrolle. (7.5/10)

It’s Complicated (Wenn Liebe So Einfach Wäre)

Im Pool der zahlreichen RomComs, die jedes Jahr das Licht der Welt erblicken, ist es manchmal nicht leicht, kleine Perlen zu entdecken. Zu durchwachsen ist meist die Qualität, zu kommerziell ihre Ausrichtung. Mit It’s Complicated jedoch vermag endlich mal wieder eine RomCom zu gefallen. Als Glücksgriff erweisen sich dabei zwei Dinge: das Drehbuch und der Cast. Nancy Meyers gelingt der schwierige Spagat zwischen gekonntem Witz und übertriebener Gefühlsduselei und präsentiert einen Film, der 120 Minuten Spaß macht. Jane Adler (Meryl Streep) ist eine typisch moderne Frau. Als dreifache Mutter und erfolgreiche Inhaberin einer Bäckerei führt sie ein geregeltes Leben, auch ohne Mann, denn vor zehn Jahren ließ sich ihr Ehemann Jake (Alec Baldwin) für eine jüngere Frau scheiden. Auf einer Familienfeier jedoch landen Jane und Jake nach genügend Drinks wieder gemeinsam im Bett. Es entwickelt sich eine Affäre, die sie auch vor ihren Kindern geheim halten. Als zusätzlich der bodenständige Innenarchitekt Adam (Steve Martin) in Janes Leben tritt, ist das Chaos perfekt. Meyers treibt ihre Figuren durch allerlei komische und pointierte Situationen, nimmt sich jedoch zwischendurch immer wieder Zeit, mit zurückgenommenem Tempo in sie hineinzuschauen. It’s Complicated lebt so unter anderem von seinem Abwechslungsreichtum, seinen lustigen wie auch dramatischen Momenten. Einen erheblichen Anteil daran hat der blendend aufgelegte Cast, dem man den Spaß am Drehen ansieht. Meryl Streep liefert eine Performance ab, die zwar subtiler und ruhiger als die in Julie & Julia, aber gerade deswegen um einiges stärker ist. Es ist schon erstaunlich, wie man der mittlerweile 60-Jährigen die Hauptrolle in einer romantischen Komödie immer noch abnimmt. It’s Complicated dürfte jetzt schon ein Anwärter auf die Komödie des Jahres sein, so rund, wie sich der Film präsentiert. (7/10)

Sherlock Holmes

Nach mehr als zehn Jahren im Filmgeschäft wagt Regisseur Guy Ritchie nun den Sprung nach Hollywood – mit einer typisch englischen Geschichte im Gepäck und einem für seine Verhältnisse bombastischen Budget. Regietechnisch macht Ritchie dabei auch alles richtig, er transformiert die etwas angestaubte Figur Sherlock Holmes in die Moderne. Zwar spielt die Geschichte immer noch Ende des 19. Jahrhunderts, doch der Detektiv wirkt in Ritchies Version wie aus einem Superheldencomic entsprungen, modern, hip und trendig. Robert Downey Jr. brilliert in der Rolle mit purem Zynismus und sichtlichem Spaß, darf sich austoben wie sich Darsteller nur bei Ritchies Filmen austoben dürfen. Selbst Jude Law spielt seinen Part als Dr. Watson ohne größere negative Auffälligkeiten. Doch so gut Ritchie auch gegen das mangelhafte Drehbuch ankämpft, ausmerzen kann er dessen Probleme nicht ganz. Die Geschichte plätschert nur so vor sich hin, der Plot ist alles andere als spannend und vorhersehbar. Für eine Laufzeit von mehr als zwei Stunden passiert zu wenig, um den Zuschauer wirklich zu begeistern.  Zwar wird das Geschehen durch einige gute vor allem komödiantische Einfälle aufgelockert, doch wahres Krimi-Feeling kommt nie auf. Zu unentschlossen ist das Drehbuch, ob es nun Komödie, Kriminal-/, Abenteuer-/ oder Actionfilm sein will. Guy Ritchies Version von Sherlock Holmes hinterlässt einen zwiegespaltenen Eindruck. Auf der technischen Seite überragend, kommt die inhaltliche Komponente viel zu kurz. Auf das sichere Sequel darf man sich trotzdem freuen, denn als Start in ein neues Franchise taugt der Film allemal. (5/10)

Friendship!

Ein Roadmovie aus Deutschland hat es bisher noch nicht oft gegeben. Ein gutes Roadmovie aus Deutschland war noch seltener. Umso erfrischender kommt Friendship! daher, ein Film, der die beiden Freunde Veit (Friedrich Mücke) und Tom (Matthias Schweighöfer) auf ihrer Reise quer durch die USA begleitet. Es ist 1989, die Mauer ist gerade gefallen. Veit und Tom wollen endlich die große weite Welt sehen – am besten in Form der Golden Gate Bridge, dem westlichsten Punkt der Erde. Danach kommt bekanntlich schon Asien. Ihr Geld reicht jedoch nur für einen Flug nach New York. Ohne Geld in der Tasche trampen sich die beiden durch Amerika und begegnen dabei den unterschiedlichsten Charakteren. Ob verkiffte Cartoon-Zeichner, dumme Südstaaten-Blondchen oder eine Rockergang – Friendship! lebt von seinen Figuren, die glücklicherweise nicht ins Unerträgliche überspitzt sind, sondern mit einem kleinen Augenzwinkern die große weite Welt aus der Sicht der zwei Ex-DDR-Bürger zeigen. Sowieso, der Comedy-Faktor kommt zwar nicht zu kurz, doch Friendship! als reine Komödie zu bezeichnen, wäre schlichtweg falsch. Dafür sorgen schon die zwei großen Neuentdeckungen des Films. Friedrich Mücke liefert neben den gewohnt aufgeregten Matthias Schweighöfer ein ruhiges und pointiertes Spiel ab, das gerade im Hinblick auf das Ende, welches vielleicht nicht jedem gefallen dürfte, sich aber vollends in das Gesamtbild fügt, eine große Bereicherung für die Geschichte darstellt. Regiedebütant Markus Goller hingegen besinnt sich auf seine Wurzeln als Werbefilmer und legt einen technisch einwandfreien Film mit teilweise wunderschönen Fotografien vor. Friendship! ist, gerade nach dem verulkten Trailer, eine der größten Überraschungen des noch jungen Kinojahres. Ein Film über Freundschaft und Abenteuer, aber auch ein Film über die große Freiheit in einem weiten Land. (7/10)

Oscars 2010: Die Nominierten

Erst vor wenigen Minuten in einer Pressekonferenz bekanntgegeben, haben die Kollegen von den Fünf Filmfreunden schon die komplette Liste der Oscar-Nominierten am Start. Erfreulich sind vor allen Dingen die nicht allzu überraschende Nominierung von Christoph Waltz als Bester Nebendarsteller sowie die Nominierungen für Das Weiße Band als Bester Fremdsprachiger Film und Beste Kamera (Christian Berger). Eine ausführlichere Wertung der Nominierungen folgt in ein paar Tagen.

Actor in a Leading Role
Jeff Bridges in “Crazy Heart”
George Clooney in “Up in the Air”
Colin Firth in “A Single Man”
Morgan Freeman in “Invictus”
Jeremy Renner in “The Hurt Locker”

Actor in a Supporting Role
Matt Damon in “Invictus”
Woody Harrelson in “The Messenger”
Christopher Plummer in “The Last Station”
Stanley Tucci in “The Lovely Bones”
Christoph Waltz in “Inglourious Basterds”

Actress in a Leading Role
Sandra Bullock in “The Blind Side”
Helen Mirren in “The Last Station”
Carey Mulligan in “An Education”
Gabourey Sidibe in “Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire”
Meryl Streep in “Julie & Julia”

Actress in a Supporting Role
Penélope Cruz in “Nine”
Vera Farmiga in “Up in the Air”
Maggie Gyllenhaal in “Crazy Heart”
Anna Kendrick in “Up in the Air”
Mo’Nique in “Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire”

Animated Feature Film
“Coraline” Henry Selick
“Fantastic Mr. Fox” Wes Anderson
“The Princess and the Frog” John Musker and Ron Clements
“The Secret of Kells” Tomm Moore
“Up” Pete Docter

Art Direction
“Avatar” Art Direction: Rick Carter and Robert Stromberg; Set Decoration: Kim Sinclair
“The Imaginarium of Doctor Parnassus” Art Direction: Dave Warren and Anastasia Masaro; Set Decoration: Caroline Smith
“Nine” Art Direction: John Myhre; Set Decoration: Gordon Sim
“Sherlock Holmes” Art Direction: Sarah Greenwood; Set Decoration: Katie Spencer
“The Young Victoria” Art Direction: Patrice Vermette; Set Decoration: Maggie Gray

Cinematography
“Avatar” Mauro Fiore
“Harry Potter and the Half-Blood Prince” Bruno Delbonnel
“The Hurt Locker” Barry Ackroyd
“Inglourious Basterds” Robert Richardson
“The White Ribbon” Christian Berger

Costume Design
“Bright Star” Janet Patterson
“Coco before Chanel” Catherine Leterrier
“The Imaginarium of Doctor Parnassus” Monique Prudhomme
“Nine” Colleen Atwood
“The Young Victoria” Sandy Powell

Directing
“Avatar” James Cameron
“The Hurt Locker” Kathryn Bigelow
“Inglourious Basterds” Quentin Tarantino
“Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire” Lee Daniels
“Up in the Air” Jason Reitman

Documentary (Feature)
“Burma VJ” Anders Østergaard and Lise Lense-Møller
“The Cove” Nominees to be determined
“Food, Inc.” Robert Kenner and Elise Pearlstein
“The Most Dangerous Man in America: Daniel Ellsberg and the Pentagon Papers” Judith Ehrlich and Rick Goldsmith
“Which Way Home” Rebecca Cammisa

Documentary (Short Subject)
“China’s Unnatural Disaster: The Tears of Sichuan Province” Jon Alpert and Matthew O’Neill
“The Last Campaign of Governor Booth Gardner” Daniel Junge and Henry Ansbacher
“The Last Truck: Closing of a GM Plant” Steven Bognar and Julia Reichert
“Music by Prudence” Roger Ross Williams and Elinor Burkett
“Rabbit à la Berlin” Bartek Konopka and Anna Wydra

Film Editing
“Avatar” Stephen Rivkin, John Refoua and James Cameron
“District 9” Julian Clarke
“The Hurt Locker” Bob Murawski and Chris Innis
“Inglourious Basterds” Sally Menke
“Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire” Joe Klotz

Foreign Language Film
“Ajami” Israel
“El Secreto de Sus Ojos” Argentina
“The Milk of Sorrow” Peru
“Un Prophète” France
“The White Ribbon” Germany

Makeup
“Il Divo” Aldo Signoretti and Vittorio Sodano
“Star Trek” Barney Burman, Mindy Hall and Joel Harlow
“The Young Victoria” Jon Henry Gordon and Jenny Shircore

Music (Original Score)
“Avatar” James Horner
“Fantastic Mr. Fox” Alexandre Desplat
“The Hurt Locker” Marco Beltrami and Buck Sanders
“Sherlock Holmes” Hans Zimmer
“Up” Michael Giacchino

Music (Original Song)
“Almost There” from “The Princess and the Frog” Music and Lyric by Randy Newman
“Down in New Orleans” from “The Princess and the Frog” Music and Lyric by Randy Newman
“Loin de Paname” from “Paris 36” Music by Reinhardt Wagner Lyric by Frank Thomas
“Take It All” from “Nine” Music and Lyric by Maury Yeston
“The Weary Kind (Theme from Crazy Heart)” from “Crazy Heart” Music and Lyric by Ryan Bingham and T Bone Burnett

Best Picture
“Avatar” James Cameron and Jon Landau, Producers
“The Blind Side” Nominees to be determined
“District 9” Peter Jackson and Carolynne Cunningham, Producers
“An Education” Finola Dwyer and Amanda Posey, Producers
“The Hurt Locker” Nominees to be determined
“Inglourious Basterds” Lawrence Bender, Producer
“Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire” Lee Daniels, Sarah Siegel-Magness and Gary Magness, Producers
“A Serious Man” Joel Coen and Ethan Coen, Producers
“Up” Jonas Rivera, Producer
“Up in the Air” Daniel Dubiecki, Ivan Reitman and Jason Reitman, Producers

Short Film (Animated)
“French Roast” Fabrice O. Joubert
“Granny O’Grimm’s Sleeping Beauty” Nicky Phelan and Darragh O’Connell
“The Lady and the Reaper (La Dama y la Muerte)” Javier Recio Gracia
“Logorama” Nicolas Schmerkin
“A Matter of Loaf and Death” Nick Park

Short Film (Live Action)
“The Door” Juanita Wilson and James Flynn
“Instead of Abracadabra” Patrik Eklund and Mathias Fjellström
“Kavi” Gregg Helvey
“Miracle Fish” Luke Doolan and Drew Bailey
“The New Tenants” Joachim Back and Tivi Magnusson

Sound Editing
“Avatar” Christopher Boyes and Gwendolyn Yates Whittle
“The Hurt Locker” Paul N.J. Ottosson
“Inglourious Basterds” Wylie Stateman
“Star Trek” Mark Stoeckinger and Alan Rankin
“Up” Michael Silvers and Tom Myers

Sound Mixing
“Avatar” Christopher Boyes, Gary Summers, Andy Nelson and Tony Johnson
“The Hurt Locker” Paul N.J. Ottosson and Ray Beckett
“Inglourious Basterds” Michael Minkler, Tony Lamberti and Mark Ulano
“Star Trek” Anna Behlmer, Andy Nelson and Peter J. Devlin
“Transformers: Revenge of the Fallen” Greg P. Russell, Gary Summers and Geoffrey Patterson

Visual Effects
“Avatar” Joe Letteri, Stephen Rosenbaum, Richard Baneham and Andrew R. Jones
“District 9” Dan Kaufman, Peter Muyzers, Robert Habros and Matt Aitken
“Star Trek” Roger Guyett, Russell Earl, Paul Kavanagh and Burt Dalton

Writing (Adapted Screenplay)
“District 9” Written by Neill Blomkamp and Terri Tatchell
“An Education” Screenplay by Nick Hornby
“In the Loop” Screenplay by Jesse Armstrong, Simon Blackwell, Armando Iannucci, Tony Roche
“Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire” Screenplay by Geoffrey Fletcher
“Up in the Air” Screenplay by Jason Reitman and Sheldon Turner

Writing (Original Screenplay)
“The Hurt Locker” Written by Mark Boal
“Inglourious Basterds” Written by Quentin Tarantino
“The Messenger” Written by Alessandro Camon & Oren Moverman
“A Serious Man” Written by Joel Coen & Ethan Coen
“Up” Screenplay by Bob Peterson, Pete Docter, Story by Pete Docter, Bob Peterson, Tom McCarthy

Livestream: Oscar-Nominierungen ab 14:38 Uhr

Um 14:38 Uhr werden in Los Angeles die diesjährigen Oscar-Nominierungen bekannt gegeben. Wer die Pressekonferenz, die in Deutschland nicht im Fernsehen übertragen wird, live sehen will, hat dank dieses Streams die Möglichkeit. (via Kinocast)

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