Avatar: Heiß Erwarteter Teaser Online!
![]()
Lange mussten wir darauf warten, heute releaste Apple pünktlich um 16 Uhr MESZ den heiß ersehnten ersten Teaser (480p/720p/1080p) zu Avatar, dem neuesten und ersten Film von Regielegende James Cameron nach dem weltweiten Megaerfolg Titanic. Und was soll ich sagen? Die angekündigte Offenbarung und Revolution der Filmwelt scheint es nicht zu werden, aber eines steht fest: der Teaser verspricht so einiges. Zwar offenbart er keine großen Details des bisher völlig unbekannten Plots, doch die Marschrute steht. Cameron verbindet geschickt Realbilder mit motion capturing und CGI und erzeugt gerade mit den Farbspielen eine eigene Atmosphäre. Das set und art design sieht super aus und erinnert, zumindest in der Labor-Szene, an Aliens 2. Und einen Krieg epischen Ausmaßes scheint es auch zu geben. Was will das Filmherz, beziehungsweise der James Cameron-Jünger mehr? Böse nur, dass Cameron beim Teaser die Rolle von Sigourney Weaver völlig außer Acht lässt und so die Erwartungshaltung weiter steigert. Weltweiter Kinostart ist übrigens der 17. Dezember. Es wird eine lange Vorfreude.
Public Enemies
Filmkritik

In den 90er Jahren etablierte sich Michael Mann mit den zwei großartigen Filmen Heat und The Insider endgültig als Regisseur in Hollywood. Sein Name stand für spannungsgeladene Thriller mit einer großen Portion handfester Action. Mann wurde als Wunderkind gefeiert – ein Status, den sich der Regisseur verdiente, jedoch seit der Jahrtausendwende Film für Film stetig verspielt. Denn Manns Kino ist gewöhnlich geworden, trägt zwar noch die Handschrift des Regisseurs, doch setzt leider immer weniger auf Inhalte, sondern hauptsächlich auf eine perfekt durchgestylte Visualisierung. Umso erfreulicher war die Nachricht, dass Mann sich mit seinem nächsten Projekt der Geschichte des berüchtigten Bankräubers und US-amerikanischen Staatsfeindes Nummer 1, John Dillinger widmet. Eine Geschichte, die durch die Konfrontation zweier starker Männer, die sich gegenseitig bekämpfen doch gleichzeitig brauchen, wie gemacht ist für den Regisseur, den genau dieses Motiv groß gemacht hat. Ob Lieutnant Vincent Hanna (Al Pacino) gegen den Gangster Neil McCauley (Robert De Niro), ob Lowell Bergman (Al Pacino) gegen Jeffrey Wigand (Russell Crowe), stets war dessen Kino geprägt von den Gegensätzen zweier Männer, die trotz aller Unterschiede letztendlich gleich waren. John Dillinger (Johnny Depp) gegen den Kriminalbeamten Melvin Purvis (Christian Bale). Dass Potential wäre vorhanden gewesen, aus dieser Grundkonstellation mit den nötigen Mitteln einen Film zu schaffen, der an Manns große Erfolge anknüpfen kann. Doch Mann setzt traurigerweise seinen Abstieg fort und präsentiert mit Public Enemies den (vorläufigen) Tiefpunkt seiner Karriere, der so bedeutend ist für das Kinojahr 2009. Es zählt nicht der Inhalt, der Tiefgang, die Entwicklung der Figuren. Dass, was einzig und allein zählt, sind audiovisuelle Schauwerte, Schießereien und Materialschlachten. Doch dies bekommt einer Gangsterstory, die angesiedelt ist in den 30er Jahren, alles andere als gut. Dies bricht ihr das Genick im Ansatz, zerstört jegliche Atmosphäre und jegliche Spannung. Doch Mann setzt dem sogar noch einen drauf, denn das Drehbuch strotzt von der ersten Seite an vor dümmlichen Dialogen, spannungsleeren Handlungssträngen und verkorksten Nebenplots.
Nicht einmal im Ansatz versuchen er und seine Drehbuchautoren Ronan Bennett (Face) und Ann Biderman (Fräulein Smillas Gespür Für Schnee), Manns filmischen Drang nach einer epischen Erzählung zu befriedigen. Zu oberflächlich bleibt die Geschichte, die deutlich angelehnt ist an die von Heat, doch niemals dessen Intensität zu erreichen vermag. Ein Spannungsbogen existiert de facto überhaupt gar nicht, denn Public Enemies ist ein steter Wechsel zwischen typischen Mann’schen shoot outs und filmischem Füllmaterial, welches zwischen Bedeutungslosigkeit und Kitsch, Langeweile und fehlender Tiefe pendelt. Public Enemies hat eine Laufzeit von knapp 140 Minuten, welche sich auf Grund der Tatsachen aber mindestens doppelt so lang anfühlt. Nicht einmal in den Dialogen funkt ein wenig Brillanz auf. Dialoge, die entweder aufgesetzt wirken und schlicht und einfach peinlich sind. Mann hat anscheinend nichts zu erzählen, obwohl die Geschichte um John Dillinger sicherlich eine der berühmtesten Kriminalfälle der USA ist. Dass letztlich der zumindest auf dem Papier großartige Cast dem nichts mehr hinzuzufügen hat, ist besonders schade, zeugt aber auch von Manns inszenatorischen Fähigkeiten, die sich irgendwo zwischen HD-Cam und Ausstattungsfetisch in Luft aufgelöst zu haben scheinen. Johnny Depp, Garant für Rollen mit Ecken und Kanten, scheint nie warm zu werden als John Dillinger. Zwar schafft er es auf Grund seiner Erfahrung und vor allem seines Talents, der Figur ein klein wenig den Stempel aufzudrücken, doch das Drehbuch – vor allem die eindimensionale Figurenskizzierung – gibt nicht mehr her. Wo Depp aber wenigstens noch den Versuch unternimmt, seine Rolle zu interpretieren, ist Christian Bale mit all seiner Kraft an der Spitze seines Unvermögens angelangt. Nach dem Terminator-Fiasko, in dem Bale wohl einen der peinlichsten Auftritte dieser Dekade abgeliefert hat, setzt er mit seinem Auftritt in Public Enemies noch einen drauf. Egal welche Gefühlsregung, egal in welcher Szene, Bale beherrscht nur einen Gesichtsausdruck, der selbst Sylvester Stallones Mimik wie die eines Nicholson oder eines De Niro aussehen lassen. Auch Marion Cotillard verkommt zum Spielball Mann`scher Ästhetik und schafft es in keiner Sekunde, auch nur einen Ansatz von Interpretation der Rolle abzuliefern.
Public Enemies reiht sich somit ein in die Riege der großen Enttäuschungen des Kinojahres, in denen Stars und Budgets unnötig für noch unnötigere Projekte verheizt wurden. Dass aber Michael Mann nach mehreren noch befriedigenden Filmen so tief abrutscht, hätte sicherlich niemand gedacht. Dem minimalistischen Drehbuch kann aber auch seine Regie nichts mehr entgegensetzen, zu unausgegoren wirkt das ganze, zu sehr auf optische Schauwerte aus. Selbst die shoot outs, immerhin ein Markenzeichen des Regisseurs, sind in Public Enemies nicht mehr als nett anzusehen. Zu gewöhnlich ist die Action, um den geneigten Fan vom Hocker zu hauen. Zu prätentiös die Inszenierung, die vollgestopft und durch die wackelige HD-Cam emitionsarm und frei von jeglicher Atmosphäre wirkt. Zu krude die Handlungsstränge, zu peinlich die zum Teil armseligen schauspielerischen Leistungen. Nein, dass war nichts. Man darf gespannt sein, ob und wie Mann sich von diesem Film erholen wird. (2/10)










BLOGSPIEGEL:
From Beyond: nach der Hälfte die Flucht ergriffen
Blockbuster Entertainment: 4.5/10
Kino, TV & Co.: 4/10
Movie Addiction: 6/10
Marcus Kleine Filmseite: 7.5/10
moep0r.com: 7/10
MoviezKult: 2/10
Durchschnittwertung: 5.2/10 (mit großer Tendenz nach unten)
The Hurt Locker – Tödliches Kommando
Filmkritik

Als am 11. September 2001 die westliche Welt mit den Anschlägen auf das World Trade Center in seinen Grundfesten erschüttert wurde, änderte sich nicht nur das politische und gesellschaftliche Bild auf den Nahen Osten, sondern analog auch das Kino, welches seither den Drang der Menschen nach komplexeren Themen über Religion und Politik, Kultur und Militär mehr oder weniger erfolgreich zu befriedigen versucht. Umso erstaunlicher, dass die Filmmaschinerie Hollywood das Medium bisher noch nicht erfolgreich als Diskussionsforum für die Kriege in Afghanistan und Irak nutzte. Alle Versuche, die Kriege und deren Folgen bisher zu thematisieren, scheiterten entweder an doppelbödigen Drehbüchern (Im Tal Von Elah), unglaubwürdigen und fragwürdigen Handlungssträngen (Grace Is Gone) oder letztlich am Publikum, welches genug Kriegsbilder in den täglichen Nachrichten serviert bekommt und so auch großartige Projekte wie Von Löwen Und Lämmern abstrafte. Einen gänzlich neuen Ansatz verfolgt die Regisseurin Kathryn Bigelow, deren Irakkriegs-Drama The Hurt Locker auf typisch amerikanischen Pathos und politische Hintergründe verzichtet und stattdessen einen Blick wirft auf einfache junge Männer, die hineingeworfen wurden in einen Krieg, der von westlicher Seite aus nicht zu gewinnen ist.
Im Mittelpunkt steht eine Eliteeinheit des US-amerikanischen Bombenräumkommandos, die tagtäglich ihrer lebensgefährlichen Mission nachgeht und Zündsätze aller Art entschärft. Es sind noch 38 Tage, und Sergeant JT Sanborn (Anthony Mackie), Spezialist Owen Eldridge (Brian Geraghty) und ihr Vorgesetzter Matt Thompson (Guy Pearce) kommen nach einjährigem Kriegsdienst zurück in die Heimat. Ein Jahr, in dem das Team unzählige Bomben erfolgreich entschärft und vernichtet hat. Doch an diesem Tag soll alles schief gehen. Zu spät bemerken Sanborn und Thompson einen Terroristen, der mit seinem Handy den Sprengsatz zündet, den Thompson gerade unschädlich machen will. Als wäre das nicht schon schlimm genug, bekommt das Team in Staff Sergeant William James (Jeremy Renner) einen neuen Vorgesetzten, der mit seiner draufgängerischen Arbeitsweise nicht nur sich, sondern auch seine Kollegen in Gefahr bringt.
Dass Kathryn Bigelow Action inszenieren kann, dürfte jedem geneigten Filmfan klar sein. Doch nach dem Kassenflop K-19: Showdown In Der Tiefe, dessen Budget von 100 Millionen Dollar ein US-Einspiel von lediglich 35 Millionen Dollar gegenüberstand, war die talentierte Regisseurin erst einmal verschwunden von der Bildfläche. Für ihr ambitioniertes Projekt The Hurt Locker fand sie schließlich ein paar Produzenten, die bereit waren, 11 Millionen Dollar in den Film zu investieren. Und dieses Geld war gut angelegt, denn was Bigelow letztlich abliefert, ist eine der größten Überraschungen des mageren Kinosommers. Sie inszeniert geradlinige Action, die das minimalistische Budget schnell vergessen macht und die Zuschauer von der ersten Sekunde an fesselt. Schon alleine die Entschärfungsszenen, die natürlich einen großen und wichtigen Teil des Films einnehmen, sind ein Highlight. Wie Bigelow hier mit Hilfe von gekonnten Schnitten, ungewöhnlichen Perspektiven und einer Handkamera mit der Erwartungshaltung der Zuschauer spielt, zeugt von ihrem inszenatorischen Talent. Aber auch die Schusswechsel der Einheit mit verschanzten Terroristen sind blendend inszeniert. Stets hat man das Gefühl, direkt im Geschehen zu sein und erlebt die Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit der Soldaten hautnah mit. Ein Grund dafür ist der Einsatz von Handkameras, der aber glücklicherweise erträglich gestaltet wurde. The Hurt Locker ist kein Wackelporno á la Quantum Of Solace oder [Rec], sondern ein durchdachter und vor allem behäbig inszenierter Film. Und das tut ihm auch gut.
Gut tut ihm auch das Drehbuch, welches von dem Journalisten Mark Boal verfasst wurde. Boal gehörte 2003 zu einer privilegierten Gruppe von Medienvertretern, die die US-Einheiten beim Einmarsch im Irak begleiten durfte. Aus diesen Erfahrungen und Erlebnissen Boals resultierte schon ein Artikel im Playboy, der als Grundlage für Paul Haggis’ Im Tal Von Elah diente. Doch wo Haggis noch eine krude Geschichte formte, konzentriert sich Boal einzig und allein auf einfache Soldaten, auf drei beziehungsweise vier Hauptpersonen, auf ihre Ängste und Sorgen, auf ihre spezifische Art und Weise, dem Schrecken Krieg entgegenzutreten. Boal verzichtet dabei glücklicherweise auf politische Hintergründe und auf offensichtlichen Pathos, um so den Figuren genügend Freiraum zur Entfaltung zu geben. Die Figuren sind der Mittelpunkt des Films, das, an dem sich der Film aufhängen kann. Jegliche politische Vereinnehmung des Drehbuches wäre hier nicht nur fehl am Platz gewesen, sondern hätte The Hurt Locker höchstwahrscheinlich das Genick gebrochen. Boal hat viel zu erzählen in seinem Drehbuch, letztlich sogar etwas zu viel. Kurz reißt er Themen an wie die Unfähigkeit der Soldaten, sich in das zivile Leben zu reintegrieren, ohne sie jedoch weiter zu beleuchten. Da fehlt an manchen Stellen eine größere Portion Tiefgang, ein schärferer Blick in die Psyche der Soldaten. Bei 130 Minuten Laufzeit und dem Anspruch, kein reiner Actioner, sondern ein Antikriegsdrama zu sein, hätte die Skizzierung der Figuren noch feiner sein dürfen. Aber auch so bleibt ein Film, der niemals zum blanken Unterhaltungskino verkommt, sondern stets die Schrecken und Gefahren und deren Wirkungen auf die Soldaten beleuchtet. Ein Film, dessen Drehbuch trotz der angesprochenen Schwächen intensiv und erschreckend real ist, und dessen Regisseurin durch eine klare visuelle Line überzeugt. Ein starker Film. (7.5/10)
BLOGSPIEGEL:
Equilibrium: 8/10
From Beyond: 7/10
Symparanekronemoi: 4.5/10
Kino, TV & Co.: 7.5/10
Marcus Kleine Filmseite: 8/10
Zeitverschwender: 3/10
MoviezKult: 7.5/10
Durchschnittwertung: 6.5/10
Halloween 2: Neuer Trailer

Auch wenn ich mit dieser Meinung in Bloggerkreisen sicherlich alleine da stehe – ich liebe Rob Zombie, und ja,ich liebe dessen Remake von Halloween. Umso enttäuschender waren die bisherigen Bilder zum zweiten Teil, die mich alle nicht vom Hocker hauen konnten. Ein neuer, bei Bloody Disguisting aufgetauchter Trailer, rockt dafür umso mehr. Schon alleine, wie Zombie “Nights In White Satin” von Moody Blues einbaut – herrlich. Kinostart in den Staaten ist übrigens nächste Woche, der deutsche Start steht leider Gottes noch in den Sternen. Ich geh jetzt erstmal Halloween gucken…
Stolz Der Nation: Trailer Zum Film Im Film

Der Kinostart rückt immer näher und das virale Marketing nimmt langsam Formen an. Heute veröffentlichte Apple einen Trailer (KLICK) zu Stolz Der Nation, dem von Eli Roth realisierten Propagandafilm, der in Inglourious Basterds eine zentrale Rolle spielen wird. Authentisch ist er ja nicht gerade, was aber schon die ersten Kritiken aus Cannes zu vermuten ließen. Roth taucht seinen Minifilm dagegen ein ins Exploitation-Genre und überspitzt an jeder Ecke und Kante (“Who wants to send a message to Germany?“). Ob das nun gut oder schlecht ist, wird man erst ab 21. August sehen. Vielleicht fügt sich Stolz Der Nation ja perfekt ein in Tarantinos Film.

2 Comments



