Frontier(s)

[DVD]-Review (Uncut)

Nach dem gnadenlosen schlechten Inside schickt sich nun Regisseur Xavier Gens an, mit seinem torture porn-Schocker Frontier(s) die diesjährige französische Horror-Ehre zu retten. Eins sei vorweg genommen: Frontier(s) erfindet zwar das Rad nicht neu und ist auch kein zweites Haute Tension, aber der perfekt durchgestylte Horror-Film hält das, was Inside versprach. Harte Splatter-Szenen, Schockmomente, die wie eine Faust direkt in die Magengrube des Zuschauers hauen und psychopathische Elemente.

Es gibt mal wieder Unruhen in den Banlieus von Paris. Vornehmlich junge Einwandererkinder lassen ihren Unmut über das Ergebnis der Präsidentschaftsvorwahlen in blutigen Straßenschlachten mit der Polizei aus. 5 Freunde nutzen die Gelegenheit und landen einen großen Coup. Mit ergaunerten 125.000 Euros flüchten sie vor der Polizei in das französische Grenzgebiet. Eine einsame Pension soll dabei ihr Treffpunkt sein. Dort lebt in totaler Abgeschiedenheit eine kannibalistische und inzestuöse Familie, deren Oberhaupt, ein alter deutscher Nationalsozialist, eine neue Super-Rasse züchten will. So kommt es dem degenerierten Pack ganz recht, dass Yasmine (Karina Testa), eine der Flüchtenden, schwanger ist. Sie soll eine weitere Blutlinie in die Rasse bringen. Aber auch mit den anderen Vorstadt-Gangstern hat die Familie ihren Spaß…

Frontier(s) war für Regisseur Xavier Gens die Eintrittskarte nach Hollywood. Die Studios waren so begeistert von seinem modernen Stil, dass er die Verantwortung für die Videospiel-Verfilmung Hitman übernehmen durfte. Dabei besticht sein Horror-Film vordergründig nicht durch Innovationen. Die Story liest sich wie ein Remake zu The Texas Chainsaw Massacre, dazu gibt es geschickte Anleihen aus Filmen der letzten Jahre. So erinnert eine Flucht-Szene durch ein Rohrsystem ganz klar an The Descent. Aus Eli Roths Hostel wurde eindeutig der familieneigene dicke Schlachter Hans von Flak übernommen. Trotzdem schafft es Gens durch seinen konsequenten Stil, dass Frontier(s) an keiner Stelle wie eine billige Kopie der genannten Werke wirkt. Gerade audiovisuell besticht der Film auf einem ganz hohen Niveau. Dreckige, aber auf Hochglanz polierte Bilder sorgen für eine dauernde quälende Atmosphäre. Durch schnelle Schnitte erzeugt Gens ein hohes Tempo, welches im gesamten Verlauf des Films gehalten wird. Der recht musikalisch ausgefallene Score unterstützt die harten Bilder auf eine ganz besondere Art und Weise und erzeugt ein viel höheres psychopathisches Potential, als es zum Beispiel die Synthesizer-Collagen in Inside vermochten.

Ein besonderes Augenmerk liegt natürlich auf den Splatter-Szenen. Da wo zum Beispiel Eli Roth in Hostel weggeblendet hat, hält Xavier Gens unverblümt mit der Kamera drauf. Frontier(s) ist wirklich nichts für Menschen mit schlechten Nerven. Hier werden Achillessehnen mit einer Zange durchschnitten, Köpfe zerschossen und Leute in Räucherkammern verbrannt. Gens serviert eine Schlachteplatte, die jeden gorehound befriedigt. Aber die Gewalt geht auch über das direkt Dargestellte hinaus. So werden die degenerierten Kinder der Inzester in tiefe Keller-Systeme eingesperrt, wo auch die gepökelten Opfer am Haken hängend auf einen baldigen Verzehr warten. Eine weitere schockierende Szene ist, als die gesamte Familie beim Essen sitzt und das Familienoberhaupt fein säuberlich Fleisch von einem menschlichen Bein auf den Tellern verteilt.

Den größten Schwachpunkt des Films bildet das Drehbuch. Dies steckt leider voller Logik-Fehlern und lässt den Zuschauer in so manchen Szenen ungewollt schmunzeln. So soll die schwangere Yasmine frisches Blut in die arische Linie bringen. Das wäre ja auch alles schön und gut, wenn Yasmine keine Südländerin wäre. Auch bekommt der Zuschauer leider zu viele Horror-Klischees serviert. Natürlich nehmen die Flüchtenden immer den schlechtesten Weg, zum Beispiel statt in den nahe liegenden Wald in den hauseigenen Keller-Schacht. Auch schaffen es die Bösen natürlich immer, den anderen jeglichen Fluchtweg abzuschneiden. Die Krönung sind dann die Nazis mit ihren schlechten Deutsch-Sätzen und Aussagen wie “Arbeit macht frei”.

Mein Fazit:

Frontier(s) ist ein Horror-Film, den sich nur härter gesottene Genre-Fans antun sollten. Der Gewalt-Faktor erreicht stets ein immens hohen Pegel und übersteigt selbst den von Filmen wie Hostel. Regisseur Xavier Gens setzt sein Drehbuch durch einen konsequenten Stil mit dreckigen Bildern und schnellen Schnitten um und kann dabei auch auf starke Darsteller bauen. Lediglich manche Logik-Fehler fallen negativ ins Gewicht. (7/10)

★★★★★★★☆☆☆

Serverprobleme

Mein Hoster hostloco hat die Nacht sein komplettes Angebot virtualisiert und dafür eine neue Plattform geschaffen. Aus diesem Grund wurden alle IP-Adressen, auch meine, umgestellt. Dadurch kam es heute Morgen zu einem Ausfall des Blogs, den ich jetzt aber wieder behoben habe. Leider fehlen aber jetzt bei allen Posts die Bilder, da deren Zieladressen nun anders lauten. Dies darf ich nun manuell bei allen Posts umstellen :fall:

Wer weitere Fehler und Ausfälle bemerkt, schreibt bitte einen kurzen Comment, dann kümmere ich mich darum.

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Elegy

[Kino]-Review

Elegy war einer der am meisten erwarteten Filme der diesjährigen Berlinale. Dies lag nicht etwa am Cast oder an der Crew, sondern an der Tatsache, dass sich Hauptdarstellerin Penelopé Cruz in dem Drama sehr offen und freizügig gibt. Die Verfilmung des Romans von Philip Roth (Der Menschliche Makel) hat aber eindeutig mehr zu bieten als die optischen Reize der attraktiven Spanierin. Vielmehr handelt es sich hier um ein leises Kammerspiel auf das Altern und Reifen, auf die Liebe und auf die Suche nach Bestätigung.

David Kepesh (Ben Kingsley) ist ein in die Jahre gekommener Literaturprofessor aus New York City. Seine Freizeit vertreibt sich der Geschiedene mit Kritiken fürs Radio und Liebschaften. Für ihn ist es wie ein Spiel, vornehmlich ehemalige Studentinnen nach ihrem Abschluss ins Bett zu kriegen. Dafür organisiert er extra Partys bei sich zu Hause, an deren Ende stets Schönheiten seinem Charme erliegen. Diesmal ist aber alles anders. Die sinnvolle Exil-Kubanerin Consuela (Penelopé Cruz) fasziniert David von der ersten Sekunde an. Er will sie ins Bett bekommen, merkt aber, dass er noch mehr für sie empfindet. Er ist besessen von ihrer Schönheit und Eleganz. Es ist ein Gefühl, dass er in der Form schon seit Jahrzehnten nicht mehr empfunden hat und vor dem er immer versuchte, zu fliehen. Ein Gefühlskonflikt bahnt sich bei dem Professor an, dessen Ende offen ist…

Einer der interessantesten Aspekte von Elegy ist die Tatsache, dass auf dem Regiestuhl eine Frau Platz genommen hat. Philip Roth, Autor der Romanvorlage Das Sterbende Tier, steht nämlich für Werke erotischer Altmänner-Fantasien mit stark angehauchtem pornografischen Touch. Nicht wenige Feministinnen bekommen deshalb bei seinem Namen graue Haare. Trotzdem wagte sich Isabel Coixet den Stoff und fügte viele neue Aspekte ein. Aus der “männlichen” Geschichte wurde eine knallharte Analyse über eine außergewöhnliche Liebe, über Vergänglichkeit und Sehnsüchte. Sie erzählt in den Film mit einer weiblichen Eleganz und Konsequenz, die die dramatischen Elemente ganz klar in den Vordergrund rücken.

Getragen wird der Film dabei ganz klar von seinen zwei Hauptdarstellern. Ben Kingsley, der sein schauspielerisches Talent glücklicherweise gerne für derartige Independent-Projekte zur Verfügung stellt, spielt den alternden Professor gekonnt und routiniert. Er gibt der Figur David die besondere Note, die nur ein Schauspieler seines Formats  erzeugen kann. David ist ein Mann, getrieben von Lust und Freude am Leben. Nach seiner Scheidung lebt er zurückgezogen in seinem Apartment, ohne Familie und enge Bekannte. Er schottet sich gefühlsmäßig komplett von seiner Außenwelt ab. Frauen sind für ihn Lustobjekte, nicht mehr und nicht weniger. Seine einzigen Bezugspersonen sind Carolyn (Patricia Clarkson), eine regelmäßige Affäre und der Autor George (Dennis Hopper), sein bester Freund. Doch als er seine Studentin Consuela trifft, ändert sich sein Leben komplett. Auf Grund seines Lebensstils kann er aber am Anfang der Beziehung seine Gefühle nicht richtig sortieren. Erst nach und nach merkt er, dass er verliebt ist. Dies zeigt er der Exil-Kubanerin aber nicht. Er kann seine Gefühle nicht äußern und hat Bindungsängste. So kommt es auch, dass Consuela das Verhältnis zu David beendet. Nach Jahren meldet sie sich aber wieder bei ihm und überrascht ihn mit einem dunklen Geheimnis, das David derart verändert, dass es beide doch zusammenschweißt. Mit Penelopé Cruz fand man für die Rolle der Consuela die perfekte Besetzung und ein passendes Gegenstück zu Ben Kingsley. Cruz spielt ihren Charakter sinnlich, anfangs verschlossen und sorgt so für ein reges Interesse beim Zuschauer. Sie hat die schauspielerische Klasse, den Film voranzutreiben und nicht nur mit den Gefühlen von David, sondern auch mit denen des Zuschauers zu spielen. Vor allem auch beim Ende, welches ich nicht vorweg nehmen will, berührt sie auf eine ganz eigene, melancholisch verspielte Art.

Neben den Darstellern ist es die spanische Regisseurin Isabel Coixet, die ihr Handwerk sichtlich beherrscht und so dem Film einen Stempel aufdrückt. In der Tradition von Susanne Bier lässt sie Bilder sprechen, weiß um deren Wert als Ausdruck innerster Gefühle. Dabei legt sie in ihrer Art zu dirigieren ein mäßiges Tempo an den Tag, welches dem Film gut tut. Sie will die Bilder, die Dialoge, die Musik wirken lassen. Spätestens in einer Szene, die mir ganz genau in Erinnerung geblieben ist, zeigt sich ihr Talent. So will sie nach dem Sex zwischen David und Consuela deren Weiblichkeit und Sinnlichkeit veranschaulichen. Dafür braucht sie keine intimen Details, sondern filmt die nackte Cruz, die mit dem Bauch auf einem roten Laken liegt, in einer Einstellung so zart, so erotisch von Kopf bis Fuß, dass nicht nur bei den männlichen Zuschauern der Atem stockt. Das ist purer Sex, Weiblichkeit in reinster Form, Perfektion auf Zelluloid. Aber auch so setzt die Regisseurin das oftmals sehr heikle Thema so gekonnt um, dass selbst bei deftigen Dialogen wie “Ich bin süchtig nach Deinem Schwanz” oder “Bei mir kriegst du reines Ficken. Nichts als reines Ficken” oder der provokanten Darstellung der nackten Brüste von Frau Cruz das Niveau auf einem ganz hohen Level bleibt. Die eindringliche, zurückhaltende aber perfekt ergänzende Musik tut das ihr Übriges.

Mein Fazit:

Elegy ist eine starke Independent-Produktion, die trotz einer oberflächlich wirkenden Geschichte tief in die Gefühle der Protagonisten eintaucht. Die Regisseurin Isabel Coixet kann dabei auf einen ganz starken Cast bauen, der ihre Visionen perfekt umsetzt. In eindringlichen Bildern malt Coixet eine Geschichte, die dem Zuschauer noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Nicht nur wegen der offen dargstellten Reize von Penelopé Cruz. (8/10)

★★★★★★★★☆☆

RockNRolla: Guy Ritchies Wiederbelebung?

Guy Ritchie, dieser Name stand für neuartige Gangster-Filme mit komplexen Geschichten, der nötigen Portion Humor und tollen Schauspielern. Er war bekannt für seinen eigenwilligen visuellen Stil, der das Genre bis heute prägt. Auf sein Konto gehen Filme wie Bube, Dame, König, GrAS und Snatch. Doch dann wurde es still um ihn. Nach seiner Heirat mit der Queen des Pop, Madonna, stand er nur noch als sidekick seiner dominanten Frau in der Klatschpresse. Seine Karriere zerstörte dies. Der Quentin Tarantino aus England drehte nur noch wenig – und was er drehte war Müll. Film-Fans hoffen deshalb insgeheim auf eine baldige Scheidung des Promi-Paares, damit Ritchie sich wieder voll auf seine Stärken als Regisseur konzentrieren kann.

Nachdem es in den letzten Jahren im Hause Madonna/Ritchie immer wieder bröckelte, machte sich der Regisseur wirklich auf, mit seinem neusten Film RockNRolla an seine großen Werke anzuknüpfen. Im November ist es soweit, dann können wir das Ergebnis im Kino bestaunen. Bis dahin verspricht der erste Trailer (deutsch/englisch) so einiges: eine interessante Geschichte mit coolen Dialogen, einen krachenden Soundtrack  und die typische Ritchie-Optik. Dazu mit Tom Wilkinson und Gerard Butler mindestens zwei genial besetzte Darsteller. Auch das erste Poster sieht richtig gut aus. Bei den opening credits hat sich Ritchie auch nicht lumpen lassen und niemand geringeren als den Designer Danny Yount (Iron Man, The Invasion) engagiert. Das Ergebnis spricht für sich. Ich jedenfalls bin zuversichtlich, dass Ritchie mit RockNRolla an seine alten Filme anknüpfen kann. Dies wäre eine Genugtuung für ihn – und ein Fest für Film-Fans!

The Dark Knight

[Kino]-Review

The Dark Knight

Was war das für ein Marketing! Spätestens als Heath Ledger, der neue Darsteller des Joker, im Januar an einer Überdosis Tabletten starb, war der Hype perfekt. In nie dagewesener Perfektion pushte das Studio durch virales Marketing, welches das von Cloverfield alt aussehen ließ, den Titel The Dark Knight in die Welt. Teaser, Trailer, Poster, Szenenbilder, Clips, TV-Spots, Interviews, Specials – nichts wurde dem Zufall überlassen, alles war bis aufs kleinste Detail durchgeplant. Das Zentrum des geplanten Marketings war zwar tot, aber dies wirkte sich auf keinen Fall negativ auf die Kampagne aus. Vielmehr wurden Heath Ledger und sein Joker so heldenhaft beworben, dass schon lange vor dem Kino-Start aus dem einstigen Sonny-Boy eine Legende wurde. Einen guten Film macht aber mehr aus als ein toter Darsteller und perfektes Marketing. Ob Christopher Nolan aus seinen Fehlern, die er bei Batman Begins noch reihenweise säte, gelernt hat, kann  man nun endlich im Kino begutachten.

Schon am Ende von Batman Begins war klar, dass es Batman (Christian Bale) bei einer etwaigen Fortsetzung mit seinem bekanntesten Widersacher, dem Joker zu tun hat. Die Geschichte von The Dark Knight setzt auch direkt an seinen Fortgänger an. Der Joker tritt auf den Plan und verbreitet Chaos in Gotham City. Dazu raubt er mit einer Truppe als Clowns verkleideter Kleinkrimineller in einer perfekt inszenierten Show eine Bank aus. Als er nach und nach seine Komplizen ausschaltet und am Ende alleine mit dem Geld davonkommt, ist sein Kalkül klar. Das Geld gehört den Bossen der Unterwelt von Gotham City. Der Joker ist keinesfalls daran interessiert, seine Beute für sich zu beanspruchen. Vielmehr hat er die Gangster nun in seiner Hand. Er zwingt sie förmlich in die Knie, um mit ihm zusammenzuarbeiten.

The Dark Knight beschreibt dabei keinesfalls nur den Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Batman und dem Joker, sondern glänzt wie sein Vorgänger durch eine tiefgehende, komplexe Geschichte. Gotham City wird regiert von den Bossen der Unterwelt. Alles war herrscht ist Korruption, Gewalt und Hass. Die mafiösen Strukturen der Gangster reichen dabei bis in die höchsten Gefilde der Politik und der Polizei, so dass kein Bürger mehr sicher sein kann. Unmut macht sich breit, nicht nur über die Missstände, sondern auch über Batman, der nicht viel anders ist als die, die er bekämpft. Als in Harvey Dent (Aaron Eckhart) ein junger Staatsanwalt von sich Reden macht, der das System gänzlich von allen Ratten säubern will, sieht auch Bruce Wayne eine Chance, sein Alter Ego Batman endlich hinter sich zu lassen. Doch Dent braucht Batman. Zusammen mit Lieutnant Gordon (Gary Oldman) arbeiten sie an einem Plan, der die endgültige Säuberung allen Abschaums in Gotham City vorsieht. Dass sie dabei gefährlich leben und stets der Gefahr unterlaufen, in eigenen Reihen verraten zu werden, ist ihnen klar. Trotzdem sehen sie in ihrem Handeln die einzige Chance für eine Rettung der Stadt.

Schon am Drehbuch erkennt man, dass Christopher Nolan die Schwächen von Batman Begins erkannt hat und sie hier auszumerzen versucht. Denn wo den Zuschauer bei Nolans erstem Batman noch eine komplexe Geschichte erwartete, die sich auf Grund wenig origineller Antagonisten und fortwährender Eintönigkeit zog wie ein Kaugummi, darf er sich hier auf zweieinhalb Stunden beste Unterhaltung freuen. Das liegt sicherlich nicht nur am Joker, sondern an mehreren Faktoren. Zum einen sind da die messerscharfen Dialoge, die von abstruser Genialität bishin zu perfekt getimten Wortwitz reichen. Dies geschieht alles auf einem derart hohen Niveau, dass man von Comic-Verfilmung eigentlich gar nicht mehr sprechen kann und sollte. Außerdem konstruiert Nolan mit seinem Bruder Jonathan, der schon beim Erstling mitschreiben durfte, einen derart verflechteten Plot, dass in jeder Sekunde des Films eine enorme Spannung erzeugt wird, die so dicht ist, dass man sie mit einer Schere zerschneiden könnte. Man weiß nie, was als nächstes passiert, wohin das Handeln der Figuren letztendlich führt. Genau dies macht The Dark Knight so vielschichtig und hebt es von der standardisierten Ware aus Hollywood ab.

Bei aller Komplexität ist es vordergründig natürlich aber der Joker, der die Menschen ins Kino treibt und den Zuschauern alles abverlangt. Was Heath Ledger hier in dieser Rolle abliefert, ist nicht minder sein schauspielerisches Vermächtnis vor seinem Abgang gewesen. Dabei ist es schade, dass er es nicht mehr miterleben darf, wie er auch dem schärfsten Kritiker zeigt. Was ist im Vorfeld nicht berichtet wurden, Nolan besetzte einen Schauspieler wie ihn als Joker? Nicht wenige haben dem Australier diesen Job nicht zugetraut. Ihm, der zwar in Brokeback Mountain eine Oscar nominierte Performance ablieferte, sonst aber eher durch seichte Unterhaltung auffiel. Fans hatten Angst, dass er der Figur nicht den nötigen Schliff für Nolans Universum geben könnte, dass er gegen Schauspieler wie Bale, Freeman, Oldman und Caine schlichtweg untergehen würde. Doch Nolan hielt an Ledger, seiner ersten Wahl fest. Ledger dankte es ihm mit einer akribischen Vorbereitung im Stile eines Robert de Niro. Er arbeitete alle Facetten seiner Figur bis ins kleinste Detail aus, recherchierte, übte. Erst als er sein diabolisches Spiel selbst als perfekt ansah, war Ledger bereit für den Dreh. Er legte seine ganze Kraft und Energie in diese Rolle, wollte es sich und seinen Kritikern beweisen. Er steigerte sich hinein in den Wahnsinn seiner Figur. Dies führte zu großen psychischen Problemen, die er nur noch mit Tabletten in Schach halten konnte. Seine Drehzeit wurde rapide verkürzt, doch sein Spiel war letztendlich grandios. Sein Joker ist ein psychopathischer Terrorist, ein Wahnsinniger im Gewand eines verrückten Punks. Sein Joker ist eine tiefgründige, verletzliche Persönlichkeit. Sein Joker ist kompromisslos und intelligent – und genau das macht ihn gefährlich. Ihn interessieren keine eigennützigen Interessen, kein Geld, keine Macht. Alles, was ihn interessiert, ist Chaos und Zerstörung. Vielen fordern schon den postmortalen Oscar für diese Leistung. Oscarreif ist sie, da kann man drehen und wenden, was man will. Letztendlich will ich mich dem Unken aber (noch) nicht anschließen, denn das Kino-Jahr ist noch lang.

Auch Christian Bale überzeugt diesmal mehr in der Rolle des Milliardärs Bruce Wayne, die nachts zu Batman “mutiert”. Wo sein Spiel bei Batman Begins oftmals noch hölzern und aufgesetzt wirkte, ist Bale nun nach glorreichen Auftritten in Filmen wie Werner Herzogs Rescue Dawn oder Todeszug Nach Yuma gereift. Bale strahlt nun diese Leinwandpräsenz aus, die den Film von Anfang an nach vorne peitscht. In The Dark Knight kann er auch seine Fähigkeiten als Action-Schauspieler stärker unter Beweis stellen als im Vorgänger-Film. Diesmal geht es gleich zur Sache, ohne langes Vorgeplenkel. Batman packt an, auch wenn ihn innere Zerwürfnisse plagen. Da ist es auch nicht gerade hilfreich, wenn seine große Liebe Rachel Dawes (Maggie Gyllenhaal) mit seinem Mitstreiter Harvey Dent liiert ist. Doch Batman stellt das Wohl seiner Stadt über seine eigenen Bedürfnisse.

Mit Aaron Eckhart fand Christopher Nolan eine weitere passende Besetzung für seinen Cast. Eckhart spielt den charismatischen Saubermann Harvey Dent, den Staatsanwalt, der alles Unrecht besiegen will. Dent gerät dabei nicht nur in den Kampf gegen die Mafia, sondern auch zwischen Batman und Joker. Dabei ist Dent stets der Mann aus dem Volk, der Verfechter für Recht und Gerechtigkeit. In dem dunklen Szenario der Stadt wirkt er oftmals wie ein Engel, der die drohende Apokalypse fernhalten will. Dass er letztendlich daran scheitert und als Two Face eine ganz andere Richtung einschlägt, ist schließlich nicht nur pure Ironie, sondern eine logische Konsequenz. Der Kampf eines Einzelnen gegen eine Übermacht ist hart, steinig und zum Scheitern verurteilt. Hier macht Nolan dem Zuschauer nichts vor, ist direkt und grausam. Er ist dabei aber auch dich dran an der Realität und verzichtet auf Schönmalerei. Auch die weiteren Nebenrollen sind bis ins Detail perfekt besetzt. Mit Morgan Freeman, Gary Oldman und Michael Caine besetzen 3 Hochkaräter die zweite Reihe und sorgen allein durch ihre Leinwandpräsenz für ein außerordentliches Feeling.

Doch nicht nur die Schauspieler liefern eine grandiose Leistung ab. Auch Christopher Nolan hat sich bei seinem Sequel enorm gesteigert. Nicht nur, dass er schon die angesprochenen Fehler des Skriptes von Batman Begins vermied, so ist er auch handwerklich gereift. Allein die Action-Sequenzen spielen hier in einer ganz anderen Liga, sind gespickt mit Elan und Spannung. Dass Nolan zum größten Teil auf CGI verzichtet, hebt ihn sowieso von seinen Kollegen ab. Auch sein Kameramann hat einen großen Anteil daran, dass The Dark Knight so groß gewurden ist. Manche Einstellungen sind so virtuos fotografiert, wie man es nur aus Arthaus-Filmen kennt. Dabei beweist man auch Freude zu Experimenten, zu außergewöhnlichen Bildern mit enormer Aussagekraft. Diese werden dann unterstrichen durch einen der besten Scors des Jahres. Hans Zimmer und James Newton Howard liefern wieder einmal eine musikalische Meisterleistung im Doppelpack ab, die Gänsehaut garantiert. Mit rasselnden Synthie-Klängen (Zimmer) und musikalischen Sequenzen (Howard) entsteht eine musikalische Symbiose, die sich nahtlos auf das Visuelle überträgt.

Bei aller Stärke ist The Dark Knight dann aber trotzdem kein Kandidat auf den Titel drittbester Film aller Zeiten, wie es bei IMDb derzeit propagiert wird. Auch ist Nolans Film nicht der Beste, der in diesem Jahr in unseren Kinos lief. Dagegen sprechen einfach Punkte, die nicht so ganz stimmen und die sein Sequel nicht ganz perfekt machen. Zum einen wäre da die Besetzung von Maggie Gyllenhaal als Rachel. Die Figur der Rachel ist von Grund auf wenig aussagekräftig, ohne Gesicht und ohne große Bedeutung. Trotzdem schafft es Gyllenhaal nicht, ihre Figur auszureizen. Sie ist und bleibt nur Beiwerk und geht gegen die anderen Charaktere fast unter. Selbst den Zweck als eye candy kann Gyllenhaal nicht erfüllen. Auch ist die Verwandlung von Dent zu Two Face zu abrupt dargestellt. Hier wäre etwas Spielraum gewesen, um die inneren Zerwürfnisse von Dent mehr zu beleuchten. Die Darstellung des Two Face tut dasihr Übriges, denn sie ist einem 180 Millionen Dollar-Projekt nicht würdig. Außerdem hätte Nolan, wie bei Batman Begins vielleicht gut getan, die Laufzeit etwas zu kürzen. Nichtsdestotrotz ist The Dark Knight das Kino-Spektakel des Jahres, da gibt es nichts zu rütteln.

Mein Fazit:

Was die groß angelegte Marketing-Kampagne versprach, konnte Christopher Nolans Batman-Sequel The Dark Knight halten. Verpackt in eine komplexe Geschichte zeigt er das Verhältnis zwischen Gut und Böse und das zwischen Beiden keine Welten liegen. Dazu liefern alle Schauspieler eine enorme Leistung ab. Allen voran Heath Ledger sorgt mit seiner Darstellung des Jokers für sein Vermächtnis. Auch handwerklich überzeugt der Film auf ganzer Linie und ist audiovisuell das Highlight des bisherigen Kino-Jahres. (9,5/10)

★★★★★★★★★½

BLOGSPIEGEL

Equilibrium: 9/10

Symparanekronemoi: 6/10

From Beyond: 6/10

Blockbuster Entertainment: 10/10

Intermoviession: 9,5/10

Kino, TV & Co: 10/10

Marcus Kleine Filmseite: 10/10

Moviescape: 8/10

MoviezKult: 9,5/10

Durchschnittwertung: 8,7/10

Wordpress-Update & Generalüberholung

Nachdem ich immer noch mit der alten Wordpress-Version 2.3.2 unterwegs war, habe ich mir heute endlich ein Herz gefasst und mit Wordpress 2.6.1. mein erstes Update unternommen. Zum Glück hat alles geklappt und ich starte die Gewöhnungsphase für den gänzlich erneuerten Tellerrand.  Außerdem sortiere ich alte und nicht genutzte Plugins raus und installiere ein paar Neue. Deshalb kann es im Laufe des Tages immer mal zu Ausfällen kommen.

Da sich der Fehlerteufel natürlich auch bei mir einschleicht, bin ich dankbar, wenn Ihr bei etwaigen Problemen einen Kommentar hinterlasst :smile:

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Visiting Uwe – The Uwe Boll Homestory

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Da stöbere ich gerade in anderen Blogs und finde bei Equilibrium diese Perle. Es geht um avant*garde, ein ambitioniertes Projekt, welches sich  mit mehreren interessanten Internet-Videos zum Ziel gesetzt hat, Kino abseits des Mainstream zu präsentieren. Anscheinend kam das Projekt in der Community so gut an, dass mit avant*trash nun der erste Ableger die Arbeit aufnahm. Und zu Beginn präsentiert avant*trash ein wahres Schmankerl. So besuchte das Team den deutschen Skandal-Regisseur Uwe Boll persönlich zu Hause und drehte eine ganz besondere homestory. Herausgekommen ist dabei eine 65 Minuten lange Dokumentation, in der Boll mal wieder so einiges interessantes raushaut. Erscheinen tut die Doku am 9. September exklusiv in der neuen Ausgabe der Widescreen Vision. Wer es bis dahin gar nicht mehr abwarten kann, findet hier einen gelungenen Trailer. Danke.

Der Sohn Von Rambow

[Kino]-Review
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England in den 80er Jahren. Will Proudfoot (Bill Milner) wächst zusammen mit seiner Schwester bei seiner streng gläubigen Mutter (Jessica Stevenson) im Kreise einer christlichen Sekte auf. Abseits neuer Medien entwickelt sich der kreative Junge zum krassen Außenseiter. Ohne Freunde fristet er in seiner Schule ein Dasein als nobody. Eines Tages lernt er durch Zufall den gleichaltrigen Lee Carter (Will Poulter) kennen, der den Ruf als Raufbold inne hat. Lee nutzt Will am Anfang nur aus, doch dieser taucht mit dessen Hilfe in eine ganz andere Welt ein. Durch Zufall sieht Will bei ihm Rambo – First Blood. Dabei kommt dem Jungen eine Idee: zusammen mit seinem neuen Freund möchte er eine eigene Version des Films drehen, als Sohn von Rambo. Lee ist begeistert und bald fangen die Dreharbeiten an, die die Jungen aber von einem Unglück ins Nächste stürzen werden…

Dass aus England gute Filme kommen, weiß jeder halbwegs interessierte Filmfan. Auch Regisseur Garth Jennings gelingt mit Der Sohn Von Rambow der nächste Streich von der Insel. In Co-Produktion mit ARTE bringt er ein jugendliches Abenteuer für jedes Alter auf die Leinwand, welches mit viel Tiefgang angereichert ist. Als Aufhänger dient dabei die Idee von Will und Lee, eine eigene Version des ersten Rambo-Films zu drehen. Schon bald beginnen heimlich die Dreharbeiten und die beiden Jungen beweisen den Drang zur Kreativität. Jennings, der eigene biografische Bezüge in das Werk einbaute, reichert seinen Film dabei mit vielen Ideen an. Angefangen mit dem geschickten Einbau von Animationen in Traum-Sequenzen bis hin zu Parodien auf die thematisierte Dekade spürt man wahrlich das Feuer in dem Filmemacher. Genau dieses Feuer ist auch bei Will und Lee zu erkennen. Jennings erschuf mit seinen Figuren quasi ein Spiegelbild zur Realität, eine wahrliches Kunstwerk des Film-im-Film-Genres.

Bei all dem Spaß, welches die Jungen dabei verspüren, kommt der Film aber auch mit eindeutigen Aussagen daher. Der Halbwaise Will ist Teil der Sekte der Brüderbewegung. Eingeengt von den alten konservativen Regeln kann sich seine Persönlichkeit nur schwer entwickeln. Trotzdem versucht der Junge immer wieder ein eine heile Welt zu fliehen, zum Beispiel, wenn er Geschichten in sein persönliches Buch zeichnet. Dem Außenseiter kommt es so ganz recht, in Lee einen Freund gefunden zu haben. Als er Rambo sieht, brennt in ihm das Feuer, er merkt, dass er seine Bestimmung gefunden hat, seinen Weg in eine kleine heile Welt. Die Dreharbeiten und die Zeit mit Lee sieht er als Chance, gegen seine Religion zu rebellieren. Dass dies der Sekte missfällt, ist natürlich klar. Sie stellt seiner Mutter ein klares Ultimatum. Entweder, sie bekomme ihren Sohn wieder in den Griff, oder ihr drohe der Ausschluss aus der Gemeinschaft. Nach und nach erkennt die streng gläubige Mutter, was in ihrem Sohn vorgeht und nach ihrer finalen Entscheidung hat eindeutig Wills Mut gesiegt. Lee dagegen hat seine Probleme aus ganz anderen Gründen. Als Sohn versnobbter Eltern lebt er zusammen mit seinem Bruder in einer Villa. Seine Eltern lassen sich nur wenige Wochen im Jahr blicken, da die Geschäfte Vorrang haben. Er kennt keine Grenzen und keine Regeln und entwickelte sich so schnell zum Schläger der Schule. Nach und nach bröckelt aber seine Fassade und man kann in das Innere dieses Jungen schauen. Schnell ist klar, dass er mit seinen Taten nur seine einzige Bezugsperson, seinen Bruder, auf sich aufmerksam machen will. Er sucht Anerkennung, die er in seinem Leben noch nie erfahren hat.

Dass der Film durchgehen funktioniert und auch bei den ernsten Themen nie an Glaubwürdigkeit verliert, ist vor allem den beiden Hauptdarstellern geschuldet. Bill Milner und Will Poulter strahlen mit ihren 14 beziehungsweise 15 Jahren eine solche Leinwandpräsenz aus, wie sie so manche studierte Kollegen niemals aufbringen könnten. Sie sorgen, dass der Film durchgehend sympathisch wirkt. Auch erkennt sich der Zuschauer in mindestens einer der Protagonisten wieder und dadurch zaubert Der Sohn Von Rambow ein gutes Gefühl an gute alte Zeiten herbei. Die jugendliche Frische, der Elan, die Kreativität, der Spaß an der Freude – Jennings’ Werk wirkt wie ein Märchen direkt aus dem Leben. Nicht umsonst unterstützte Sylvester Stallone die Dreharbeiten von der ersten Sekunde an. Auch er war begeistert von dem Konzept und seiner Umsetzung, auch wenn es später rechtliche Probleme wegen des Titels gab.

Mein Fazit:

Der Sohn Von Rambow ist eine Ode an die Jugend, an das unbeschwerte Leben in jungen Tagen. Doch der Film von Regisseur Garth ist keines Wegs ein reiner Kinder-Film. Vielmehr spricht er durch eine kreative Umsetzung und enormer inhaltlicher Tiefe auch Erwachsene an. Dem Zuschauer erwartet einfach ein feel good movie mit zahlreichen Flashbacks auf die eigene Jugend. Den Sohn von Sly Stallone muss man einfach gern haben. (7.5/10)

★★★★★★★½☆☆

BLOGSPIEGEL

Equilibrium: 7,5/10

MoviezKult: 7,5/10

Durchschnittwertung: 7,5/10

Hellboy II: Schickes US-Collector’s Set!

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Während wir in Deutschland immer noch auf das Kino-Release am 16. Oktober warten, erscheint in den Staaten bereits am 7. Oktober Hellboy II – The Golden Army auf DVD und Blu-Ray. Ein besonderes Schmankerl ist dabei das schicke 3-Disc Collector’s Set. Dieses wartet, ähnlich wie das Set des ersten Teils, mit einer hochwertigen Büste auf. Zusätzlich beinhaltet die Sammlerbox Auszüge aus den Artworks von Regisseur Guillermo del Toro. Der Preis beläuft sich auf ungefähr 60 Dollar. Bleibt zu hoffen, dass dieses Set auch den Weg nach Deutschland findet. Im Regal würde es sich wahrlich gut neben dem seines Vorgängers machen.

DVD-Check: Keinohrhasen – Kuschel-Set

Warner und Til Schweiger haben sich nicht lumpen lassen. Für den Überraschungserfolg dieses Jahres, Keinohrhasen, haben sie ein besonderes Set für die Fans und Sammler zusammengestellt, welches alles zu bieten hat. Lediglich diejenigen, die auf eine Limitierung mit laufender Nummer bestehen, werden enttäuscht.

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In einem außergewöhnlich schönen und stabilen Karton liegen ein Digipak sowie ein original Keinohr-Plüschhase. Dabei fällt die Verpackung durch eine ungewöhnliche Mechanik auf: um an das Digipak heranzukommen, muss man das Fach mit dem Hasen nach unten ziehen. Gleichzeitig hebt sich das Fach mit dem Digi, welches dann oben zu entnehmen ist. An der Hinterseite des Kartons ist durch 2 Klebebänder ein weiteres Goodie versteckt. Ein Heftchen mit Musiknoten lädt ein, Stücke aus dem Film nachzuspielen.

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Das Digipak beinhaltet 2 DVDs sowie ein ausführliches Booklet mit Konzeptzeichnungen und Randnotizen zur Produktion. Auf der ersten DVD befindet sich der Hauptfilm in deutscher Sprache (Dolby Digital 5.1) mit deutschen und englischen Untertiteln im Bildformat 16:9 (2,35:1). Das Bild ist klar und detailreich und bietet sogar in der DVD-Version genug Qualität, um auch größere Bildschirme zu bedienen. Auch der Sound ist perfekt abgemischt. Vor allem Bass-Fetischisten kommen nicht zu kurz. Auf der zweiten DVD befindet sich massig Bonusmaterial. Hier hat sich Schweiger besonders viel Mühe gegeben, um mehr als ein standardmäßiges Making-Of zu präsentieren:

  • Die Entstehung von Keinohrhasen
  • Entfallene Hasenszenen
  • Verpatzte Hasenszenen
  • Audiokommentar von Til Schweiger
  • Casting
  • Das Team während der Dreharbeiten
  • Trailer inklusive 9 Hasenclips
  • Plakatentwürfe
  • Musikvideo “Apologize”
  • Nachwuchsregisseure drehen Keinohrhasen
  • Keinohrhasen – Ein Jahr Später
  • Kino-Trailer von 1 1/2 Ritter – Auf Der Suche Nach Der Hinreißenden Herzline

Mein Fazit:

Das Keinohrhasen-Kuschelset hat alles zu bieten, was das Sammlerherz begehrt. Neben einem raffinierten Karton und dem extrem knuddeligen Plüsch-Hasen wartet das Set mit einem schönen Digipak auf. Auch das Bonusmaterial ist extrem hochwertig und hebt sich ab von der Standard-Ware. Manche Käufer beschwerten sich über Kratzer auf den DVDs. Ich habe zum Glück keine, wenn man das Set kauft/hat, sollte man aber darauf achten.

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