Desperado

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Nach dem Achtungserfolg seines Debüt-Films El Mariachi, den Regisseur Robert Rodriguez mit einem Budget von nur 7.000 Dollar drehte, klopften die großen Studios an und boten ihm eine Menge Geld für ein Sequel. Rodriguez, der damit sein Ziel erreicht und endlich einen Weg in das Hollywood-Business gefunden hatte, ließ sich natürlich nicht lumpen. Mit einem Budget von 7 Millionen Dollar, also dem 1000-fachen  seines Vorgängers, drehte er mit Desperado den zweiten Teil seiner “Mexiko Trilogie”.

Der Mariachi (Antonio Banderas) ist zurück! Sein einziges Ziel: Rache. Rache für den Mord an seiner Liebe Domino, aber auch Rache für die ihm zugefügten Verletzungen, die es ihm unmöglich machen, jemals wieder so Gitarre spielen zu können wie früher. So zieht er mit seinem einzigen Freund (Steve Buscemi) durch Mexiko, um den Gangster-Boss Bucho (Joaquim de Almeida) zu finden und zu töten. Dabei hinterlässt er stets blutige Spuren, die ihn in der Bevölkerung zur Legende werden lassen. Doch Buchos Schergen sind vorgewarnt und bis hinter beide Ohren bewaffnet. So bahnt sich ein blutiger Kampf an, bei dem es viele Verlierer geben wird…

Auch bei seinem Hollywood-Erstling Desperado hat es sich Robert Rodriguez nicht nehmen lassen, das Drehbuch komplett selbst zu schreiben. Ein gewagter Schritt, denn das Skript zu El Mariachi war alles andere als ausgegoren. Vielmehr glich er da inhaltliche Mängel durch den besonderen Charme wieder aus. Einen Charme, den er in einer Hollywood-Produktion nie erreichen kann. So kommt es auch, dass das Drehbuch dem Film von vornherein versagt, eine Referenz im Genre zu werden (wo bei den Grundvoraussetzungen sicherlich Potential dagewesen wäre). Rodriguez schafft es einfach nicht, seinen Figuren inhaltliche Tiefe zu verpassen. Ob der Mariachi oder der Gangster-Boss Bucho – ein Unterschied in der Charakterisierung ist nicht auszumachen. Auch die Story wirkt dumm und banal. Dialoge sind de facto nur als Lückenfüller vorhanden, vorhersehbar und lassen jeglichen Humor vermissen. Den negativen Höhepunkt bildet die Liebesbeziehung zwischen dem Mariachi und Carolina (Salma Hayek). Die ist so weichgespült, dass man an gewissen Stellen denkt, man befinde sich in einem anderen Genre. Ein weiteres Problem ist die Einordnung von Desperado. Ist es nun ein Remake? Ein Sequel? Anhand des Filmes ist dies meiner Meinung nach nicht hundertprozentig festzumachen.

Trotz der eindeutigen Defizite des Drehbuchs sind die Action-Szenen des Films perfekt durchgestylt und durchchoreografiert. In der “10 Minuten Filmschule: Anatomie einer Schießerei”, die auf DVD enthalten ist, erklärt Rodriguez, dass dabei das Hong Kong-Kino der 90er Pate stand. Allen voran John Woo und Filme wie Hard Boiled und Hard Target dienten als Vorlage, was man in jeder Szene sieht. So fliegt der Mariachi wie Chow Yun-Fat in seinen besten Zeiten in Zeitlupe durch die Luft, immer 2 Pistolen im Anschlag, um die Gegner von allen 4 Seiten zu bedienen. Auf Realismus wird dabei getrost verzichtet. Vielmehr sind die Action-Szenen comichaft dargestellt, sei es der schier unverwundbare Protagonist oder die Tatsache, dass Gitarrenkoffer sogar als Raketenwerfer und Maschinengewehre umfunktioniert werden können. Hier nimmt sich Desperado selbst nicht Ernst – und das kommt ihm gut.

Ob es aber gut war, die Hauptrolle mit einem anderen Darsteller zu besetzen, sei dahingestellt. Sicher, Carlos Gallardo ist ein Laie, doch er hat seinen Job bei El Mariachi genial gemeistert und sich dadurch die Herzen der Fans gespielt. Wer oder was Rodriguez dazu bewogen hat, jemanden anders zu casten, kann nur gemutmaßt werden. Antonio Banderas war zu diesem Zeitpunkt in Amerika ein unbeschriebenes Blatt. Außer Mini-Rollen in Philadelphia und Interview mit einem Vampir spielte er nur in europäischen Produktionen mit. Also kann der Wunsch  des Studios, diesen No-Name zu besetzen, fast ausgeschlossen werden. Zum Glück bekam Gallardo einen kleinen Cameo-Auftritt und konnte so einen Bezug zum ersten Teil herstellen. Die schließlich gecasteten Darsteller spielen ihr Ding routiniert runter. Darstellerische Glanzpunkte sind auf Grund des Skripts sowieso nicht zu erwarten. Da bleibt höchstens ein cooles Cameo von Quentin Tarantino inklusive des einzigen witzigen Momentes des Films in Erinnerung.

Mein Fazit:

Nachdem Robert Rodriguez 1992 mit El Mariachi einen überraschend starken Actioner ablieferte, waren der Erwartungen an Desperado, bei dem er immerhin das 1000-fache an Geld zur Verfügung hatte, hoch. So überrascht es kaum, dass sein Remake/Sequel enttäuscht. Die Story ist dünn, vorhersehbar und ohne Tiefgang. Die Dialoge sind für Rodriguez-Verhältnisse platt und ohne Witz. Trotzdem gefallen die perfekt durchgestylten Action-Szenen, die den Vorgänger blass aussehen lassen. Die Darsteller wissen zu gefallen. Allen voran Steve Buscemi und Quentin Tarantino lockern das Geschehen auf. (6/10)

★★★★★★☆☆☆☆

El Mariachi

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Robert Rodriguez hat mit seinen 40 Jahren schon eine beachtliche Filmografie von 14 Werken vorzuweisen. Darunter befinden sich schon längst zum Klassiker aufgestiegene Filme wie From Dusk Till Dawn oder Sin City, aber auch kleinere oder hierzulande weniger bekannte Produktionen wie die Spy Kids-Trilogie. Den Status, den der beste Freund von Quentin Tarantino heute besitzt, hat er aber nicht zuletzt seinem ersten Werk El Mariachi zu verdanken. Den drehte er nämlich 1992 mit einem Budget von lediglich 7.000 Dollar und einer geliehenen Kamera.

Ein Mariachi (Carlos Gallardo) zieht mit seinem schwarzen Gitarrenkoffer durch ein kleines mexikanisches Städtchen, um eine Festeinstellung als Musiker zu bekommen. Zur gleichen Zeit bricht der berüchtigte Gangster Azul (Reinol Martinez) aus dem Gefängnis aus, um bei seinem ehemaligen Partner, dem reichen Gangster-Boss Moco (Peter Marquardt), seinen Anteil aus alten Drogen-Geschäften abzuholen. Da er weiß, dass Moco das Geld nicht freiwillig rausrückt, ist er bis hinter beide Ohren bewaffnet – und bewahrt seine Schießeisen in einem schwarzen Gitarrenkoffer auf. Wie es so kommen muss, halten Mocos Handlanger den Mariachi für Azul und verfolgen ihn. Schutz bekommt der Mariachi in einer Bar. Deren Besitzerin Domino (Consuelo Gómez) hilft dem Unschuldigen, indem sie ihm ihr Zimmer als Zufluchtsort anbietet. Doch auch Domino ist in die Angelegenheiten um Azul und Moco strenger verwickelt, als am Anfang gedacht…

Sicherlich ist El Mariachi in allen Belangen nicht perfekt, doch dass in auch gar nicht sein Anspruch. Hier geht es um ganz andere Dinge. Um den Spaß, als Amateure einen Film zu drehen. Um die Liebe zum Medium. Um Authentizität. Um ein Lebensgefühl. Umso passender, dass sich die Story in einer mexikanischen Kleinstadt abspielt und logischerweise auch dort gedreht wurde. Die gesamte Szenerie, das Leben auf der Straße, der Lebensstil – alles ist rund und so hat El Mariachi im Ansatz schon vielen Millionen-Produktionen der großen  Studios etwas voraus.

Am erstaunlichsten in die Tatsache, wie Robert Rodriguez, der hier nicht nur als Regisseur, sondern auch als Drehbuchautor, Cutter, Editor, Kameramann und Musik-Leiter fungierte, aus dem Minimal-Budget von 7.000 Dollar diesen Actioner zauberte. In der auf der DVD enthaltenen “10 Minutes Of Film School” erklärt der findige Texaner einige seiner Tricks. So benutzte er nur eine Kamera für den gesamten Film. Auf Grund dessen, dass er geschickte Schnitte einsetzte und eine Szene stückchenweise aus verschiedenen Perspektiven drehte, entsteht der Eindruck, dass mehrere Kameras an der Produktion beteiligt waren. Auch die Beleuchtung der Szenen war mehr als sporadisch. Weil Geld für richtige Scheinwerfer fehlte, kaufte sich Rodriguez, der ein Teil der Produktionskosten mit Medikamenten-Tests verdiente, 2 normale Stehlampen im Baumarkt und verdeckte die Glühbirnen mit einem selbst gebasteltem Diffusionsfilter. Hier zeigt sich auch schon sein kreatives Talent, welches er in späteren Filmen wie Sin City oder Planet Terror immer wieder zu Beweis stellte: um Szenen mit Gangstern bedrohlicher zu Gestalten, legte er zusätzlich zum Diffusionsfilter ein rotes Tuch auf die Lampe. Durch das rote Licht entsteht eine völlig andere Atmosphäre, ohne teure Tricks. Auch die Stunts, die die Darsteller selber durchführen mussten, improvisierte Rodriguez auf seine ganz eigene Art und Weise. Durch geschickte Cuts, Zooms und Kamerawechsel zauberte Rodriguez aus einfachen Mitteln rasante Verfolgungsjagden, Sprünge und Shoot-Outs.

Auch bei der Besetzung des Casts zeigte Robert Rodriguez großes Talent, aus seiner finanziellen Situation das Beste herauszuholen. Der Cast besteht hauptsächlich aus Freunden und Bekannten des Regisseurs, doch das tut dem Film kein Abbruch. Vielmehr erkennt man, dass alle Darsteller auf einer Wellenlänge mit dem Regisseur sind und seine Ideen und Vorstellungen perfekt umsetzen könne. In der Hauptrolle als Mariachi glänzt Carlos Gallardo. Der scheint durch seine recht feminin wirkende Art wie geschaffen für die Rolle des Romantikers. Er ist die Identifikationsfigur für das Publikum, der Sympathieträger. Umso erstaunlicher, dass er diese Rolle als Laie voll und ganz ausfüllen kann. Leider hat man Gallardo, wie die meisten anderen, nach El Mariachi nicht mehr so oft gesehen. Vielen dürfte er aber aus seinem Cameo-Auftritt als Deputy Carlos in Planet Terror bekannt sein. Dagegen stellt Robert Rodriguez gleich 2 Antagonisten, die verschiedener nicht sein könnten. Zum einen Azul, ein Mann vom Typ “mexikanische Bulldogge”. Azul ist der gefallene Krieger, ein Killer, der noch härter geworden ist im Knast. Umso weniger Gnade zeigt er gegenüber denen, die ihn zerstört haben. Zum anderen Moco, der als reicher Gangster-Boss ein Leben in seiner schönen Villa mit Pool und Betthäschen außerhalb der Stadt verbringt. Die Story von El Mariachi mag vielleicht abgelutscht und klischeehaft sein, aber durch seine verschiedenen Figuren kommt sie perfekt zur Geltung.

Mein Fazit:

El Mariachi markiert den Anfang der Karriere von Robert Rodriguez. Mit den spärlichsten Mitteln, aber glorreichen Ideen erfüllte er sich 1992 den Traum von einem eigenen Film. Dabei ist vor allem das Amateurhafte, dass einen ungemeinen Reiz auf den Zuschauer ausübt. Rodriguez schafft es, die Story durch wenige Tricks atmosphärisch und zeitlos zu gestalten und zeigt dadurch sein immenses Talent hinter der Kamera. El Mariachi sollte man gesehen haben, auch, weil mit Desperado und Irgendwann in Mexiko noch 2 Teile folgten und so die “Mexiko Trilogie” perfekt machten. (7/10)

★★★★★★★☆☆☆

W.: Teaser Zum Bush-Film

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Endlich ist er da, der erste Teaser in HD-Qualität (480p/720p/1080p) zu Oliver Stones Biopic über den amerikanischen Noch-Präsidenten George Walker Bush. Wie es ausschaut, wird der mit W. schlicht betitelte Film wohl inhaltlich zweigeteilt werden. Im ersten Part geht es um die frühen Jahre des Studenten George W., der seine Familie mit Alkohol-Exzessen und Schlägereien in Verruf bringt. Nach seinem Wandel zum Staatsmann beleuchtet der Film dann seine politischen Machenschaften. Optisch jedenfalls ist W. schonmal ein Vergnügen, denn die Charaktere ähneln ihren Originalen schon sehr. Wenn Oliver Stone sein Versprechen wahr macht und aus dem Film keine politische Propaganda und Hetze auf den wenig beliebten Präsidenten werden lässt, sondern schlicht sein Leben und Wirken objektiv zeigt, könnte da ein interessantes Filmchen auf uns zukommen. Ich freu mich drauf!

[via:Equilibrium]

Ruinen

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Die 4 Amerikaner Jeff (Jonathan Tucker),  Eric (Shawn Ashmore), Amy (Jena Malone) und Stacey (Laura Ramsey) verbringen zusammen ihren Urlaub in Mexiko. Dort lernen sie den Deutschen Mathias (Joe Anderson) kennen, der ihnen von einer besonderen Tour in den Dschungel erzählt, bei der sein Bruder Heinrich vor ein paar Tagen nicht zurückgekehrt ist. Der Abenteurergeist der Amerikaner ist natürlich geweckt und so macht sich die Gruppe auf in den abgelegenen Ort. Sie entdecken dort eine Ausgrabungsstätte, finden jedoch keinen Hinweis auf den Verbleib von Heinrich. Plötzlich und unerwartet jedoch werden sie von Eingeborenen angegriffen und Dimitri (Dimitri Baveas), ein Freund Mathias’, erschossen. Den Rest der Gruppe scheuchen diese hinauf auf einen Maya-Hügel. Dort findet Mathias die Leiche seines Bruders. Schon bald ist klar, dass die Eingeborenen nicht die größte Gefahr dort oben sind, denn wuchernde Killer-Pflanzen dezimieren die Zahl der Lebenden drastisch…

Ruinen von Regisseur Carter Smith beruht auf den mir unbekannten Roman Dickicht des US-Autors Scott Smith (Ein Einfacher Plan). Der schrieb auch das Drehbuch zur Adaption. Zugegeben, die Story klingt stinklangweilig und altbacken, doch Carter und Scott Smith gelingt es, aus der 08/15-Masse einen kurzweiligen Horror-Film zu formen. Dabei ist eine große Leistung, die Killerpflanzen-Thematik nie ins Lächerliche abrutschen zu lassen. Vielmehr sorgt diese in Zeiten von Hostel und Saw für eine etwas andere Atmosphäre.

Schon am Anfang des Filmes wird klar, worauf sich Carter Smith bei seinem Kino-Debüt konzentrieren will. Es gibt keine lange Einführung wie in den meisten anderen Slasher-Filmen. Vielmehr werden die Figuren kurz, aber prägnant vorgestellt, ehe es nach gut 15 Minuten schon ans Eingemachte geht. Dabei baut Smith auf eindrucksvolle Bilder, die trotz der Begrenzung des Raumes auf den Maya-Hügel eine ungemein hohe Atmosphäre schaffen und dem Spannungsaufbau dadurch extrem behilflich sind. Hier zahlt sich sicherlich dessen Erfahrung als Werbe-Filmer aus. Zurückhalten tut sich Smith auch nicht bei der Darstellung von Gewalt, die gen Ende nicht mit den Darstellungen aus Hostel zu unterscheiden sind. Trotzdem läuft Ruinen auf Grund einer immensen Spannung und guten schauspielerischen Leistungen nie Gefahr, in das toture porn-Genre abzurutschen. Die Gewalt dient einfach in keiner einzigen Sekunde dem Selbstzweck. Trotzdem ist eine FSK16-Freigabe nicht zu verstehen, denn alleine eine Szene (die ich nicht spoilern will, wer den Film gesehen hat, weiß aber bestimmt was ich meine) verlangt dem Zuschauer alles ab und ist ähnlich hart und eklig wie die Augen-Szene aus Hostel.

Mein Fazit:

Ruinen ist ein netter Horror-Streifen, der sich auf Grund der Thematik erfreulicherweise von der derzeitigen Hollywood-Stangenware abhebt. Regisseur Carter Smith kann dabei bei seinem Spielfilm-Debüt auf unverbrauchte, aber talentierte Darsteller und eine starke Romanvorlage eines Oscar nominierten Autors setzen. Durch eindrucksvolle Bilder, einen guten Score und gut platzierte Gore-Effekte wird es in den 90 Minuten nie langweilig. Lediglich die FSK16-Freigabe ist untertrieben, denn wenn es zur Sache geht, dann hält Smith mit der Kamera unverblümt hin. (6,5/10)

★★★★★★½☆☆☆

BLOGSPIEGEL

CineKie: 7/10

MoviezKult: 6,5/10

Durchschnittwertung: 6,8/10

All The Boys Love Mandy Lane

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Mandy Lane. Mandy Lane (Amber Heard) ist ein Mädchen wie gemalt. Sie ist blond, heiß, intelligent – aber keine dieser Highschool-Schlampen. Vielmehr ist Mandy Lane von der schüchternen Sorte und trotz der Appetenz ihrer männlichen Mitschüler bekennende Jungfrau. Genau das macht sie zum Wunsch-Objekt aller Jungs. Mandy Lane zieht mit ihrer unverschämten Schönheit alle in ihren Bann. Auch Dylan (Adam Powell) ist ganz hin und weg und will ihr Herz auf einer Pool-Party auf besondere Weise erobern: mit einem Sprung ins kühle Nass vom Dach. Leider missglückt der Sprung und Dylan stirbt an Ort und Stelle an seinen Verletzungen. 9 Monate später begleitet Mandy eine Clique bei einem Wochenendausflug auf eine Ranch in die Provinz. Die koksenden und kiffenden Teens ahnen dabei noch nicht, dass ein Killer dort sein Unwesen treibt…

Nichts Besonderes also, was sich die Macher von All The Boys Love Mandy Lane inhaltlich ausgedacht haben. Die Story ist altbacken und  liest sich wie Texas Chainsaw Massacre Teil 130. Auch der gewöhnungsbedürftige und nicht gerade einfallsreiche Endtwist ändert nichts an dieser Tatsache. Regisseur Jonathan Levine hat bei seinem Spielfilm-Debüt jedoch so einige Eisen im Feuer, die All The Boys Love Mandy Lane trotz der Schwächen über das Mittelmaß retten. Zum einen wäre das die Optik. Nicht nur die Protagonistin ist eine Augenweide, sondern auch die stilvollen Landschaftsaufnahmen im Retro-Look, die eine eindrucksvolle Atmosphäre schaffen. Der hervorragende Soundtrack tut sein Übriges.

Wie es der Film-Titel schon verrät, steht Mandy Lane im Mittelpunkt des gesamten Films. Nicht verwunderlich also, dass ihre Figur am stärksten gezeichnet ist. Das ganze Konzept geht aber erst dadurch auf, dass man mit Amber Heard die perfekte Darstellerin gefunden hat. Sie hat schauspielerisch genug Talent, um diesen Independent-Film zu tragen und dabei nie blass auszusehen. Amber Heard schafft es sogar, bei männlichen wie auch weiblichen Zuschauern Verlangen und Schwärmereien auszulösen. Wenn sie ihre Rollenauswahl in Zukunft weiter so vorteilhaft gestaltet, könnte sie ein dauerhaftes Gesicht im Hollywood-Business werden. So gut, wie die Figur der Mandy Lane jedoch gezeichnet ist, so blass bleiben alle anderen Charaktere. Sie gehen unter im Einheitsbrei und werden näher gar nicht beleuchtet. Da kann auch der eine oder andere gut besetzte Jungdarsteller nichts dran ändern.

Mein Fazit:

All The Boys Love Mandy Lane ist ein gut gemeinter Debüt-Film, der letztendlich leider an seinem 08/15-Drehbuch zum scheitern verurteilt ist. Regisseur Jonathan Levine zeigt aber, dass er in der Lage ist, einer solchen Produktion audiovisuell einen Stempel aufzudrücken und dadurch so manche Schwäche des Skripts ausmerzen kann. Auch Amber Heard bleibt dem Zuschauer längerwährend in Erinnerung. (6/10)

★★★★★★☆☆☆☆

BLOGSPIEGEL:

Equilibrium: 8/10

From Beyond: 7/10

Symparanekronemoi: 4,5/10

MoviezKult: 6/10

Durchschnittwertung: 6,4/10

Bitch Slap: Prepare To Get Slapped!

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Seitdem Quentin Tarantino und Robert Rodriguez mit ihrem Grindhouse-Doublefeature das Exploitation-Kino der 70er Jahre in die Gegenwart katapultierten, mehren sich die Ankündigungen ähnlich gelagerter Projekte. Eines davon ist Bitch Slap von Regisseur Rick Jacobson (Xena). Die Los Angeles Times hat den Inhalt treffend zusammengefasst:

The movie is filled with nubile young women in various stages of undress, double crosses, fight sequences and blazing guns

Der erste Trailer jedenfalls verspricht einen Heiden-Spaß mit heißen Bräuten und coolen Charakteren! Zu Weihnachten kommt Bitch Slap in die US-Kinos. Ich hoffe nur, dass wir in Deutschland nicht zu lange auf ein Release warten müssen!

Red Sonja: 2 Teaser-Poster zum Remake mit Rose McGowan

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Heute überraschten uns die Macher des Remakes von Red Sonja (im Original mit Arnold Schwarzenegger und Brigitte Nielsen) mit 2 Teaser-Postern. Bisher war nach eifrigem Hin und Her noch gar nicht klar, ob das Projekt von Robert Rodriguez mit Rose McGowan in der Hauptrolle überhaupt realisiert wird. Umso schöner, dass das Release-Date wohl schon auf 2009 angesetzt ist. Die Poster jedenfalls rocken. Man darf nur hoffen, dass der junge Regisseur Douglas Aarniokoski , der bisher nur als Regie-Assistent tätig war, mit der Aufgabe klar kommt. Zu weiteren Cast-Details ist übrigens noch nichts bekannt.

Hancock

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Er ist der Superstar unserer Zeit. Er ist erfolgreich, witzig, charmant und irgendwie jedem sympathisch. Er kann sogar schauspielern. Seine Filme haben alleine in den USA mehr als 2,5 Milliarden Dollar eingespielt. Seine letzten 5 Filme haben weltweit die 300 Millionen Dollar-Grenze geknackt. Dieser Mann ist nur in Superlativen zu beschreiben. Grund genug, dass Will Smith in Hancock endlich einen Superhelden mimen darf – ganz nach eigenen Vorstellungen.

John Hanckock (Will Smith) ist ein Superheld. Er hat nur ein Problem: alle Menschen hassen ihn. Warum? Er ist obdachlos, Alkoholiker, runtergekommen, dazu wenig freundlich zu seinen Mitmenschen und verantwortlich für Sachschäden in Millionenhöhe. Glück für ihn, dass er den PR-Manager Ray Embrey (Jason Bateman) vor dessen sicheren Tod bewahrt und dieser sich in Form einer kostenlosen Beratung revanchieren will. Hancock lässt sich auf Embrey ein, zum Ärger von dessen Frau Mary (Charlize Theron). Der Plan für eine Aufbesserung von Hancocks Image ist einfach: er soll eine geforderte Haftstrafe antreten. Während er im Knast sitzt, wird die Kriminalitätsrate steigen und die Bürger werden um Hancocks Entlassung flehen. Genau so kommt es dann auch – und die neue Situation bringt so einige Überraschungen mit sich…

Ein gehasster und abgefuckter Superheld? Die Grundidee des Films ist wirklich interessant und originell. Dazu kommt ein Riesenaufgebot an Stars, das kaum zu überbieten ist. Auf dem Regiestuhl sitzt Peter Berg, der im letzten Jahr mit Operation:Kingdom gezeigt hat, dass er Filme drehen kann. Als Produzenten fungieren unter anderem Michael Mann, seines Zeichens Regisseur von so großartigen Filmen wie Heat oder Collateral sowie Jonathan Mostow (Terminator 3). Neben Will Smith konnten mit Charlize Theron und Jason Bateman 2 weitere Stars  für den Cast verpflichtet werden. Viel kann da nicht schiefgehen, oder?

So fängt der Film auch an und schlägt ein wie eine Bombe.  Action, Witz und coole Sprüche – der Zuschauer bekommt genau das, was der Trailer versprach. Man merkt, dass Smith die Rolle auf den Leib geschustert wurde. Wer kann diesen Typen so lässig, so cool darstellen wie er? Genau, niemand. Deshalb ist er Will Smith, der godfather of hollywood. Der Höhepunkt des Films wird dann erreicht, als Hancock im Gefängnis aufräumt – und so manchen Kopf in andere Ärsche verschwinden lässt. Danach verliert die Story und damit auch der ganze Film an Fahrt und versinkt schließlich in einem hoch peinlichen Endtwist. Plötzlich entsteht der Eindruck, einen ganz anderen Film zu sehen. Weg ist der abgefuckte Hancock, der auf alles und jeden scheißt. Jetzt hat Hancock auf einmal Gefühle, wirkt zutiefst menschlich und verletzlich. Weg ist der vor Optimismus und Ehrgeiz sprühende Ray Embrey. Jetzt sieht man nur noch ein naives Stückchen Elend. Weg ist die toughe, hocherotische Allerweltsfrau Mary. Jetzt ist sie zwar immer noch hocherotisch, aber auf einmal so etwas wie der Antagonist? Nein, der Bruch in der Mitte des Films ist ärgerlich. Vielmehr hätte man die Figur des Hancock konsequenter weiterführen müssen und einen wirklichen – wie im Genre üblich – Gegenspieler auflaufen lassen müssen.

Was bleibt ist die Erkenntnis, zumindest einen halben guten Film gesehen zu haben. Aber gerade deshalb sitzt der Ärger über die verkorkste zweite Hälfte tief. Wo um Himmels Willen holt man auf einmal diese Schmalspur-Dramatik her? Mit der peinlichen Auflösung des Rätsels um Hancock fällt der Film als Kartenhaus zusammen, da ihm mit seinem Protagonisten der wichtigste Eckpfeiler genommen wurde. Smith wird es kaum stören, denn sein Geld hat er an dem Film verdient. Wie aber eine Charlize Theron bei diesem Skript zusagen konnte? Es kann nur das liebe Geld sein, denn ihre Figur ist maßgeblich beteiligt am Abfall der zweiten Hälfte. Da kann die sichtlich genervte und unterforderte Theron auch nichts dran ändern. Lediglich Bateman, der schon in Juno glänzte, dürfte nach diesem Film als Sieger vom Platz gehen, da er seine Stellung in Hollywood durch gute Leistungen immer mehr untermauert.

Mein Fazit:

Was hätte Hancock für ein Film werden können. Ein etwas anderer Superheldenfilm, den wir in Zeiten fast eintöniger Marvel-Vorherrschaft so dringend gebraucht hätten. Am Ende ist es aber das Drehbuch, welches den hohen Anforderungen nicht gerecht werden kann. Was am Anfang alles richtig gemacht wurde, wurde in der zweiten Hälfte des Films komplett falsch gemacht. Bleibt zu hoffen, dass bei einer etwaigen Fortsetzung, die man wohl in Erwägung zieht, aus seinen Fehlern lernt. Nur wegen der starken ersten Hälfte: (6/10)

★★★★★★☆☆☆☆

BLOGSPIEGEL

Equilibrium: 5/10

Symparanekronemoi: 6/10

MoviezKult: 6/10

Durchschnittwertung: 5,7/10

Kung Fu Panda

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Wie in fast jedem Jahr erwartet uns heuer wieder ein heißer Zweikampf um die Animations-Krone zwischen DreamWorks und Pixar. Nachdem Pixar im letzten Jahr mit Ratatouille seinen Konkurrenten auf ganzer Linie ausstach, schickt DreamWorks für die nächste Runde ein echtes Schwergewicht ins Rennen. Ein Panda soll gegen einen Roboter richten, was eine Biene gegen eine Ratte nicht zu richten vermag.

Panda Po arbeitet tagsüber in der Suppenküche seines Vaters Mr.Ping. Der möchte, dass sein Sohn früher oder später mal in seine Fußstapfen tritt. Po jedoch hat ganz andere Träume: er liebt Kung-Fu. Nachts träumt er von großartigen Duellen der so genannten “Furiosen Fünf”, einem Elite-Clan von Kung-Fu-Schüler hoch in den Bergen. Als bei einem großen Volksfest einer der “Furiosen Fünf” zum Drachenkrieger ernannt werden soll, passiert das Unfassbare. Der alte Kung-Fu-Großmeister Oogway deutet an, dass Po der Auserwählte sei. So liegt es nach einigen Konflikten in den Händen des Lehrers Mr.Shifu, aus dem schwabbeligen Panda einen durchtrainierten Kämpfer zu formen, der das drohende Unheil in Form des mächtigen Bösewichts Tai Lung besiegen kann.

Ich gebe es ja zu, ich bin voreingenommen. Zu groß sind meine Sympathien zu der Figur des Pandas Po. Das liegt sicherlich vornehmlich in der Tatsache, dass ich mich – auch äußerlich ein wenig – mit dem Po verwandt fühle. Es gibt aber sowieso wenig Grund, etwas Negatives über den Film zu schreiben. Alleine die Animationen lassen Freunde des Genres mal wieder die Ohren schlackern. Mit welcher Detailverliebtheit die Figuren designt wurden zeigt, dass DreamWorks doch noch nichts verlernt hat. Jede der Figuren besitzt einen eigenen ausdrucksstarken Look, voller Individualität und Originalität. Aber auch die Umgebungen und vor allem die Fight-Sequenzen sind ein optisches Sahnestückchen. Hier findet sich einfach alles wieder, von perfekt durchgestylt bis hin zu Retro-2D. Auch die gewohnt starke musikalische Untermalung von Hans Zimmer trägt seinen Teil für die typische Asia-Atmosphäre bei. Der Score bleibt hängen – ein Grund, warum ich diesen bald mein Eigen nennen kann.

Technisch gesehen läuft also alles glatt. Inhaltlich gesehen gibt es jedoch einige Abstriche. Zu sehr entwickelt sich der Plot im Laufe des Films immer mehr zur Standard-Heldengeschichte aus Hollywood: Außenseiter wächst über sich hinaus und schafft das Unschaffbare. Zum Glück schafft es DreamWorks jedoch, diese Tatsache durch zahlreiche gut platzierte und gut dosierte Gags zu übermalen. Auch die Anspielungen auf andere Filme sind spaßig, obwohl ich mir mehr davon erwünscht habe. Zu nennen wäre zum Beispiel Star Wars. Sogar ich als Star Wars-Hasser habe die Verbindung zwischen Oogway und Yoda bemerkt. Aber auch Kill Bill wird in der im Trailer schon gezeigten Szene, in der Po und Mr.Shizu mit Stäbchen essen, perfekt parodiert.

Noch ein Wort zur deutschen Synchronisation: ich fand sie gut gemacht. Hape Kerkeling als dicker Panda finde ich genau so gut platziert wie Jack Black im Original. Kerkeling schafft es dabei, den sanften und trolligen Charakter des Bären perfekt zu unterstreichen. Auch Gottfried John als Mr.Shizu und Thomas Fritsch als Tai Lung haben ihren Job perfekt erledigt.

Mein Fazit:

DreamWorks ist mit Kung Fu Panda ein liebevoller Animationsfilm als Hommage an das Kung-Fu-Kino gelungen. Po ist einer der sympathischsten Protagonisten der letzten Zeit und zaubert jedem Zuschauer ein breites Lächeln ins Gesicht. Kleinere inhaltliche Mängel werden durch die perfekte Visualisierung und den starken Score von Hans Zimmer wettgemacht. (7/10)

★★★★★★★☆☆☆

BLOGSPIEGEL

Equilibrium: 4/10

Symparanekronemoi: 6/10

Movie Addiction: 6/10

MoviezKult: 7/10

Durchschnittwertung: 6/10

Max Payne: 2 Neue Poster!

Nachdem mich der erste Trailer zur Verfilmung des Videospiels Max Payne mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle so gar nicht überzeugen konnte, liefern die Macher im Rahmen der diesjährigen Comic-Con wieder brauchbares Material – und zwar in Form von 2 schicken Postern. Mal abwarten, wie sich das Projekt noch entwickelt. Die Hoffnung auf einen kompromisslosen Actioner mit der typischen Max Payne-Formel gebe ich so schnell nicht auf.

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