Ghost Rider (Extended Cut)
[DVD]-Review

Der junge Johnny Blaze (Matt Long) und dessen Vater Barton (Brett Cullen) sind mit ihrer Motorrad-Show das Highlight auf jedem Jahrmarkt. Eines Tages erfährt Johnny jedoch zufällig, dass Barton unheilbar an Krebs erkrankt ist. Der Draufgänger würde alles dafür tun, seinen Vater wieder zu heilen. Kurz darauf unterbreitet ihm der Teufel (Peter Fonda) persönlich ein Angebot, das er nicht abschlagen kann: Johnny kann seine Seele gegen das Leben des Vater eintauschen. Jahre später ist Johnny (nun: Nicolas Cage) ein Star. Er verdient seine Brötchen als waghalsiger Stuntman-Fahrer. Kein Risiko ist ihm zu hoch, um die Öffentlichkeit von seinen Künsten zu überzeugen. Zur selben Zeit versucht Blackheart (Wes Bentley), der Sohn des Teufels, den so genannten “Vertrag von San Verganza” zu finden. Dieser würde ihm die Macht verleihen, seinen Vater vom Thron zu stoßen. Der Teufel weiß, welche Gefahr von seinem Sohn ausgeht und er fordert deshalb von Johnny dessen Schuld ein. Johnny soll Blackheart von seinem Vorgehen abhalten, danach erhält er seine Seele zurück. Ab diesem Zeitpunkt verwandelt sich Johnny jede Nacht in den Ghost Rider, den Kopfgeldjäger des Teufels, der auf seinem Hellcycle Jagd macht auf Sünder und Dämonen.
Die Geschichte des flammenden Motorrad-Fahrers mit dem markanten Totenkopf beruht, wie so viele Filme in letzter Zeit, auf einen Comic von Marvel. Regisseur Mark Steven Johnson, der mit der Verfilmung von Daredevil schon Comic-Erfahrung gesammelt hat, schrieb auch hier das Drehbuch. Das transformiert den Comic perfekt in die Gegenwart. Die Geschichte von Johnny Blaze ist klar strukturiert, von dessen Pakt mit dem Teufel bis hin zum Kampf gegen Blackheart. Dabei achtete Johnson auch darauf, den im Original vorkommenden Western-/ und Horror-Touch mit zu übernehmen. Kleinere Probleme begleiteten Johnson jedoch bei der Umsetzung des Skripts. So kann man bei einem Budget von 110 Millionen Dollar erwarten, dass die Visualisierung des Riders besser wird als hier. Die Figur wirkt optisch zusammengeklatscht. Es ist, als ob man lieblos einen Totenkopf auf das Gesicht von Nicolas Cage gelegt und mit etwas Feuer gewürzt hätte. Ich meine, dass man 2007 andere und vor allem bessere Möglichkeiten gehabt hätte. Auch die Stimme des Riders ist, gelinde gesagt, ungut und unpassend. Ärgerlich wird es aber erst dann, wenn man bei den Dämonen oder der stark umgesetzten Western-Atmosphäre sieht, dass Johnson und sein Team es viel besser können.
Die Fehler von Johnson werden aber zum größten Teil wettgemacht von den Darstellern. Alleine Nicolas Cage, der coolste Mo’fucker in Hollywood, zeigt mal wieder, dass er es drauf hat. Man sieht dem passionierten Comic-Fan einfach den Spaß an den Dreharbeiten an. So schlüpft er in die Rolle von Johnny Blaze und spielt diese in seiner gewohnt ironischen Art und Weise. Damit lockert er den Film auf und sorgt für so manche Lacher. Für die optische Auflockerung sorgt Eva Mendes. Sicherlich ist sie nicht die beste Schauspielerin, aber Johnson legt darauf auch nicht viel Wert und hält die Kamera sehr oft unverblümt auf ihren Busen und ihren großartigen Hintern. Mit der Besetzung von Peter Fonda (Easy Rider) als Teufel sorgen die Macher dann noch für eine große Überraschung bei Cineasten.
Mein Fazit:
Ghost Rider hat mich überrascht, denn er ist viel besser als ich nach den teils heftigen Kritiken dachte. Sicherlich, der Film von Regisseur Johnson hätte eine ganz große Comic-Adaption werden können, jedoch sorgt die Umsetzung des Drehbuchs, gerade im Hinblick auf die Visualisierung des Riders, für so manchen Ärger bei Fans. Auch seine Kämpfe sind leider etwas zu kurz und unspektakulär ausgefallen. Trotzdem hebt sich der Film ab von der Durchschnittsware aus Hollywood. Das liegt vor allem an Nicolas Cage und der coolen Atmosphäre. Auch der Soundtrack verdient großen Respekt. Ein Sequel wäre schön, jedoch ist es auf Grund der negativen Kritiken und des mäßigen Box Office-Erfolgs unwahrscheinlich. (7,5/10)










6 Comments




GHOST RIDER ist einer der schlechtesten Comicverfilmungnenn überhaupt –> doofer “Held”, doofe Story, doofer Antagonist.. alles doof. Vor allem kann Cage mal so gar nicht überzeugen. Den würd ich nur wegen Mendes nochmal sehen wollen. Da kann ich mir dann aber auch gleich TRAINING DAY reinziehen, da ist sie wenigstens nackt.
Ja, die Geister scheiden sich an GHOST RIDER. Den Rider/Johnny Blaze find ich als Held richtig geil. Mit dem Antagonisten hast Du recht, großartig ist das nicht, aber ich kann mich damit arrangieren. Cage fand ich (wie immer – Fanboy?) richtig cool und was Eva angeht, kann ich Dir zustimmen, muss aber sagen, dass ich sie lieber in ner engen Jeans von hinten sehe als soweit hinten im Bild wie bei TRAINING DAY. Naja ….
Ich fand die Ghost Rider Passage zu Beginn mit Elliott cool, Ghost Rider auf’m Pferd fetzt alles weg, da kann der Nicster mit seiner Matte nur dagegen abstinken *duckundweg*
Juhu, noch einer dem Ghost Rider gefällt
. Ich persönlich kann z.B. null mit Spiderman anfangen, ist für mich der größe Kitsch überhaupt. Ich mag Cage, ich mag die Figur des Riders, ich mag Sam Elliott, ich mag die Musik des Streifens, ach…ich mag den ganzen Film.
Ja, warum GHOST RIDER derart zerrissen wurde, bleibt mir schleierhaft. Schön, dass er noch einem gefäält