Love Vegas

[Kino]-Review
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Las Vegas. Spielhölle. Metropole für Zocker, Ganoven, Touristen, Süchtige, Feiernde. Ein Ort, an dem Freud und Leid dicht beieinander liegen. Hier werden Existenzen vernichtet – oftmals mit nur einer kleinen aber falschen Entscheidung. Abseits der Casinos existiert in Vegas aber auch eine heitere, neonglitzernde Welt. Hotels, Shows, Bars – Überfluss herrscht in der Stadt in dem US-Bundesstatt Nevada. Überfluss im bestimmten Maße herrscht auch bei einer anderen Sache, für die Las Vegas weltweit berühmt ist: im Minutentakt werden dort Hochzeiten vollzogen, Fließbandarbeit. Typisch amerikanisch halt. Zwar unromantisch, aber schnell. Britney Spears könnte ein Lied davon singen, wenn sie nicht andersweitige Probleme hätte…

Jack Fuller (Ashton Kutcher) ist ein Versager auf ganzer Linie. Anstatt sich um seinen beruflichen Werdegang in der Werkstatt seines Vaters Jack Senior (Treat Wiliams) zu kümmern, legt er lieber Weiber flach und sorgt zusammen mit seinem besten Kumpel Hater (Robert Corddry), dass sein Alkoholspiegel einen konstant hohen Wert besitzt. Jack Senior geht der Spaß aber irgendwann zu weit und er feuert seinen Sohn fristlos. Jack Junior und Hater machen sich deshalb auf den Weg nach Las Vegas – Frustsaufen ist angesagt. Dorthin verschlägt es auch die erfolgreiche New Yorker Börsenmaklerin Joy McNally (Cameron Diaz). Die wollte ihrem Verlobten zu dessen Geburtstag eine Überraschungsparty geben. Die einzige Überraschung war jedoch, dass der mit Joy vor allen Freunden Schluss gemacht hat. Angekommen in Vegas, treffen sich beide Parteien zufällig und Jack landet nach einer durchzechten Nacht mit Joy im Bett. Morgens dann das böse Erwachen – beide haben geheiratet! Beiden ist klar, dass man sie Situation durch eine Annulierung schnell vom Tisch bekommt, doch dann passiert etwas, was das Leben der Eheleute grundlegend verändert: Jack wirft einen Coin von Joy in den einarmigen Banditen und knackt den Jackpot von 3 Millionen Dollar. Zwischen den beiden entflammt ein Streit, wem das Geld gehört. Ein Richter soll entscheiden, wie die Millionen aufgeteilt werden. Der entscheidet jedoch anders, als alle erwartet haben: er friert das Geld für ein halbes Jahr ein und verdonnert Jack und Joy, in dieser Zeit an ihrer Ehe zu arbeiten…

Romantische Liebes-Komödien mit einer großen Prise Humor gibt es wie Sand am Meer. Alleine in diesen Wochen starten neben Love Vegas mit Filmen wie Verliebt In Die Braut oder Blind Wedding gleich mehrere davon. Um sich da vom Rest abzuheben, braucht es einen interessanten Plot. Die Autoren von Las Vegas fanden in der Geschichte von Jack und Joy eine perfekte Mischung aus Humor, Figuren, Romantik und Umfeld. Allein die Ansiedlung der Geschichte nach Las Vegas inklusive Blitz-Hochzeit ist Innovation genug (für dieses Genre gesehen, nicht dass mir jemand dieses Wort zerreißen will).

Mit der Besetzung von Cameron Diaz und Ashton Kutcher sind die Produzenten kein Risiko eingegangen. Die Rolle des leicht trotteligen Versagers und Sonnyboys Jack ist wie geschrieben für Kutcher. Der ist sicherlich nicht für große Schauspielkünste bekannt, zeigte aber mit Filmen wie Voll Verheiratet, dass er perfekt ins Genre passt. Diaz, die man schon sehr lange nicht mehr auf der Leinwand bestaunen konnte, kann sowieso jede Rolle in einer Liebeskomödie spielen. Die Rolle der etwas gefühlskalten Power-Frau Joy, die gerade von ihrem Verlobten verlassen wurde, spielt sie gekonnt routiniert herunter. Wenn sie dann ihr Diaz-Lächeln auspackt, ist es sowieso mit den männlichen Zuschauern (die komischerweise stark vertreten waren) geschehen.

Mein Fazit:

Love Vegas ist eine gute Hollywood-Komödie mit starken Pointen. Die Schauspieler passen gut ins Gesamtkonzept und besorgen den nötigen Charme. Die Witze sind glücklicherweise nicht zu weit unter der Gürtellinie – eine Seltenheit in diesem Genre. Für einen locker-luftigen Kino-Besuch lohnt sich Love Vegas auf jeden Fall! (7/10)

★★★★★★★☆☆☆

One Response to “Love Vegas”

  1. January 2nd, 2010 | 2:01 pm

    Kramer auto Pingback[...] Link zu vollständiger Kritik (externer Link) [...]

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