30 Days Of Night

[DVD-Review]
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30 Days Of Night, so hieß eine graphic novel, die die Autoren Steve Niles und Ben Templesmith 2002 auf den Markt brachten. Die Reihe, die insgesamt 3 Bände hervorbrachte, wurde in Fankreisen sehr positiv aufgenommen und für seinen ganz eigenen Look extrem gefeiert. Auch Hollywood, dass seit Anfang des neuen Jahrtausends stets auf der Suche nach Material für Comic-Adaptionen ist, wurde auf die Reihe aufmerksam. So kam es, dass Sam Raimi (Spider-Man, The Grudge) sich die Rechte kaufte und den Stoff zusammen mit Regisseur David Slade auf die Leinwand brachte.

Barrow, Alaska. In dem verschneiten und abgelegenen Dörfchen kommt es in jedem Jahr zu einer kleinen Polarnacht: 30 Tage lang lässt sich die Sonne nicht blicken und das Dorf versinkt in totale Dunkelheit. Zu dieser Zeit sorgt der Sheriff Eben (Josh Hartnett) für Ruhe und Ordnung. In diesem Jahr geschehen jedoch unheimliche Dinge, die sich nur als Vorboten schlimmeren Unheils ankündigen sollten. So sorgt ein Autounfall dafür, dass Ebens Ex-Freundin Stella (Melissa George) den letzten Flug nach Anchorage verpasst. Während dessen bekommt Eben die Nachricht, dass alle Schlittenhunde des Dorfes kaltblütig erstochen wurden sind. Zu guter letzt ist da auch noch der Fremde (Ben Foster), der Unruhe unter den Bewohnern stiftet, indem er das Ende des Dorfes prophezeit…

Es ist klar, warum Raimi so sehr an der Verfilmung des Stoffes interessiert war. Die Story, die in einer realen Stadt unter realen Bedingungen passiert, wirkt gerade deshalb so originell und gleichzeitig erdrückend. Mit David Slade verpflichtete er einen Regisseur, der die Begebenheiten perfekt umsetzen kann. Mit seinem letzten Film Hard Candy (mit Ellen Page aus Juno in der Hauptrolle) zeigte Slade schon, dass er durch packende Bilder und eine verstörte Atmosphäre einen der packendsten Thriller der letzten Jahre inszenieren kann. Auch mit dem Cast machten die Produzenten keine Fehler. Josh Hartnett als gutlebenden Dorf-Sheriff zu besetzen, ist schlichtweg genial – nicht nur für den Film, sondern auch für den zu erwartenden Box Office-Erfolg. Als weibliches Pendant ist Melissa George nicht nur schauspielerisch eine Wucht, sondern auch optisch. Auch Ben Foster als freakig verstörender Fremder und Danny Huston als Anführer der Vampire passen perfekt in das Gesamtbild des Films.

Die Vampire sind sowieso das Herzstück des Films und machen aus 30 Days Of Night etwas ganz besonderes. Ich kenne zwar die graphic novels nicht, aber bei der Umsetzung des Stoffes scheint Slade hier alles richtig gemacht zu haben. Die Vampire sind verstörend, eine geniale Mixtur aus normalen Menschen und grässlichen Wesen. Gerade die Menschlichkeit der Vampire und deren Darstellung machen aus dem Film, auch ohne extreme Gore-Szenen, einen starken Horror-Tobak. Atmosphärisch tragen dazu auch noch die coole Optik und die verstörende Soundkulisse bei. Mit dem Schneetreiben bei Nacht und der passiven Beleuchtung erzeugt Slade einen starken Kontrast zur Dunkelheit und damit eine gute Horror-Stimmung. Auf einen Soundtrack verzichtet er und setzt dafür lieber eine Art Sound-Collagen ein, die im richtigen Moment und mit dem richtigen Bass-Bumms stets die Atmosphäre der Bilder verstärkt.

Mein Fazit:

30 Days Of Night ist ein richtig cooler Horror-Film. Ein optischer Leckerbissen, bietet der Film dazu auch noch einen starken Plot und richtig gute Schauspielleistungen. Selten zuvor hat man so gruselige Vampire gesehen. Lediglich ein paar kleinere Längen verhindern eine noch höhere Wertung. Trotzdem ist der Film ohne Vorbehalte zu empfehlen, nicht nur für Genre-Fans! (8/10)

★★★★★★★★☆☆

3 Responses to “30 Days Of Night”

  1.   isinesunshine (40)
    May 12th, 2008 | 7:18 pm

    Josh Hartnett mir Bart: rrrrrr ;) und dieses Mal länger als in Sin City :D
    Hab den Film im Kino gesehen und kann mich der Bewertung nur anschließen und ihn ebenfalls empfehlen! :)

  2.   Kaltduscher (373)
    May 12th, 2008 | 10:33 pm

    Ob Josh Hartnett mit Bart “rrrrr” ist, kann ich nicht beurteilen :D … trotzdem Danke :D

  3. November 15th, 2008 | 11:42 am

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