Iron Man

[Kino-Review]
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Lange haben wir darauf gewartet. Nach unzähligen Trailern, Postern & Bildern können wir seit Donnerstag endlich Marvels neuesten Streich Iron Man begutachten. Iron Man läutet gleichzeitig die Blockbuster-Saison ein, die in diesem Jahr mit The Dark Knight, Indiana Jones oder Hancock (um nur einige zu nennen) mehr als stark zu sein scheint. Doch kann der Eiserne Mann halten, was er verspricht, oder verpufft der Hype auf Grund mangelnder Filmqualität, wie wir es bei so vielen Filmen (leider) schon erleben mussten?

Tony Stark (Robert Downey Jr.), Multi-Milliardär und Sonnyboy, verdient sein Geld mit der Entwicklung genialer Waffensysteme für das US-Militär. Sein mehr als chaotisches Leben, geprägt durch One-Night-Stands, Konferenzen, Preisverleihungen und Presse-Terminen regelt seine persönliche Assistentin Virginia “Pepper” Potts (Gwyneth Paltrow). Bei einem routinemäßigen Termin in Afghanistan, bei dem er hohen Führern der US-Army eine neuartige Rakete vorstellt, wird sein Konvoi angegriffen und Stark von Terroristen gefangen genommen. Für diese soll er das neue Raketensystem in kürzester Zeit in einer Höhle nachbauen. Doch Stark denkt gar nicht daran und beginnt, einen Anzug zu bauen, mit dessen Hilfe er der Gefangenschaft entkommen kann. Dies gelingt und er gelangt wieder zurück in die USA. Dort wird er sich bewusst, was seine Waffen in der Welt eigentlich anrichten und befiehlt den sofortigen Stop der Produktion. Dies verärgert natürlich Obediah Stane (Jeff Bridges), seines Zeichens Mitbesitzer von Stark Industries…

Zu allererst: Iron Man ist sicherlich nach Sin City die Comic-Verfilmung mit dem besten Cast. Dies macht sich bezahlt, denn neben den Special Effects tragen diese Schauspieler den Film mit ihrer unvergleichbaren Spielfreude und vor allem Spielstärke, was Iron Man schon im Kern von Produktionen wie Fantastic Four oder Ang Lees Hulk abgrenzt. Den größten Coup gelang den Machern dabei sicherlich mit der Besetzung Robert Downey Jrs. als Tony Stark. Ihr Risiko, den eher für Drogenexzesse und Gewaltaltverbrechen bekannten Darsteller die Hauptrolle in einer 180 Millionen Dollar-Produktion zu geben, zahlt sich mehr als aus: Downey Jr. dominiert den Film von der ersten Sekunde an und liefert eine One-Man-Show ab, die seines gleichen sucht. Er gibt der Figur Tony Stark die bestmögliche Mischung aus Coolness, Genie und Bad Ass Motherfucker. Tony Starks Gegenspieler ist mit Jeff Bridges, allen noch bekannt für seine unverwechselbare Darstellung des Dudes in Big Lebowski, auch bestens besetzt. Bridges gelingt eine undurchsichtige Darstellung, getragen von seiner persönlichen und unverwechselbaren Coolness. Den nötigen Ruhepol bildet Gwyneth Paltrow als “Pepper” Potts. Sie gibt ihrer Figur eine solche Wärme und Liebeswürdigkeit, dass man am liebsten ins Bild springen und Frau Paltrow mit nach Hause nehmen möchte. Den starken Cast komplett macht Terrence Howard als ranghoher Militär und Starks besten Kumpel. Spaßig ist auch der jetzt-doch-Cameo von Samuel L. Jackson als Nick Fury. Dieser ist zwar nur einige Sekunden lang und läuft erst nach dem Abspann, doch er tröstet ein wenig von der Tatsache, dass Jacksons Figur der Schere zum Opfer gefallen ist.

Doch nicht nur die Schauspieler machen aus Iron Man ein unverwechselbares Film-Erlebnis. Regisseur Jon Favreau gelingt es, eine perfekte Mischung zu gestalten aus Story & Action mit einer gehörigen Portion an starken Special Effects. Dabei sorgt auch der aktuelle politische Bezug (siehe Afghanistan) für eine inhaltliche Aufwertung. Die Action-Szenen des Films sind perfekt durchgestylt und sorgen zusammen mit der coolen Optik und dem Soundtrack für nachhaltige Freude. Stark ist vor allem die Abwechslung in diesen Szenen, denn der Iron Man muss sich im Verlaufe des Filmes gleich mit mehreren höchst unterschiedlichen Gegnern messen.

Mein Fazit:

Iron Man ist groß: Marvel und Regisseur Jon Favreau liefern eine perfekt durchgestylte Comic-Adaption ab, die vor allem inhaltlich und schauspielerisch neue Maßstäbe in diesem Genre setzt. Mit Robert Downey Jr. gelingt ein ganz großer Coup, denn dieser liefert eine One-Man-Show ab, die ich in diesem Maße im Kino schon lange nicht mehr sehen durfte. Auf die 2 kommenden Sequels, die geplant sind, freue ich mich jetzt schon wie ein kleines Kind. Leider ist Iron Man zwecks FSK12-Freigabe jedoch gekürzt, doch ich kann trotzdem die volle Empfehlung aussprechen! (8/10)

★★★★★★★★☆☆

BLOGSPIEGEL

Equilibrium: 8/10

From Beyond: 6/10

Symparanekronemoi: 4/10

MoviezKult: 8/10

Durchschnittwertung: 6,6/10

4 Responses to “Iron Man”

  1. May 4th, 2008 | 10:29 pm

    [...] Zweite Meinung gefällig oder von Nöten? Dann gibt’s hier die von Konna und die von Kaltduscher [...]

  2.   TheRudi (124)
    May 5th, 2008 | 3:14 pm

    Naja, ich finde den Cast von HULK (Eric Bana, Jennifer Connelly, Sam Elliott, Josh Lucas, Nick Nolte) selbst gelungener, aber das ist Ansichtssache ;)

  3.   Kaltduscher (359)
    May 5th, 2008 | 3:15 pm

    Ja, also ich steh nicht so auf Herrn Bana, aber das ist wirklich Ansichtssache :)

  4. September 28th, 2008 | 3:25 pm

    Kramer auto Pingback[...] komplette Kritik lesen 8.5 Kommentare zum Film Iron Man Dr. Pepper 87 Bewertungen 47 Kommentare [...]

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