Juno

Was ist das für ein Film, der bei einem geschätzten Budget von nur 6 Millionen Dollar bis zum heutigen Tag schon 200 Millionen Dollar eingespielt hat? Was ist das für ein Film, der gleich 4 Oscar-Nominierungen einstreichen konnte, darunter in den wichtigen Kategorien “Bester Film”, “Beste Hauptdarstellerin” (Ellen Page) und “Beste Regie” (Jason Reitman)? Was ist das für ein Film, dessen Drehbuch, geschrieben von einer Angestellten bei einer Sex-Hotline, den Oscar gewann? Was ist das für ein Film, der bei amerikanischen Teenies kleine Massenhysterien auslöste und gleichzeitig so gut wie alle Kritiker begeisterte? Die Antwort darauf ist einfach: Juno. Endlich können auch wir Deutschen (mit der typischen Verspätung, aber die Verleiher müssen ja den Oscar-Hype mitnehmen) uns ein Bild von diesem Film machen.
Die Story von Juno ist eigentlich recht banal und schnell erzählt. Nach einem One-Night-Stand mit ihrem Schulfreund Paulie Bleeker (Michael Cera) ist die 16-jährige Juno MacGuff (Ellen Page) zu ihrem Entsetzen schwanger. Ihre beste Freundin Leah (Olivia Thirlby) ist ihr in dieser Situation auch keine große Hilfe und so entschließt sie sich, ihr Kind abzutreiben. Doch im letzten Moment, als sie erfährt, dass der Fötus in ihrem Bauch schon Fingernägel ausgebildet hat, nimmt sie Abstand davon. Schnell wächst in der 16-Jährigen die Idee, dass Kind auszutragen und zur Adoption freizugeben. Die perfekten Adoptiv-Eltern sind schnell gefunden. In einer Kontaktanzeige sucht das junge und erfolgreiche Päärchen Vanessa (Jennifer Garner) & Mark (Jason Bateman) ein Kind. Dieses Problem hätte Juno also gelöst, bleibt nur das Geständnis ihrer Schwangerschaft bei ihrem Vater und ihrer Stief-Mutter…
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