Das Vermächtnis des geheimen Buches
“Das Vermächtnis der Tempelritter” spielte 2004 weltweit knapp 350 Millionen Dollar ein. Kein Wunder also, dass Regisseur John Turteltaub und Produzent Jerry Bruckheimer nun mit “Das Vermächtnis des geheimen Buches” ein Sequel präsentieren.
Inhalt:
Eines Tages taucht der geheimnisvolle Mitch Wilkinson (Ed Harris) mit einer bisher verschollenen Seite aus dem Tagebuch des Mörders des ersten amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln auf, die den Ururgroßvater von Benjamin Gates (Nicolas Cage) als Mitverschwörer
entlarvt. Der passionierte Schatzjäger Gates will das nicht auf sich sitzen lassen und versucht, den Namen seines Vorfahren reinzuwaschen. So trommelt er sein Team aus dem ersten Teil wieder zusammen: seine Ex-Freundin Dr. Abigail Chase (Diane Kruger), den Computer-Experten Riley Poole (Justin Bartha) und seinen Vater Patrick Gates (Jon Voight). Zusammen untersuchen sie die Seite aus dem Tagebuch und finden auf ihr einen Code, der sie zu einer der Freiheitsstatuen nach Paris führt.
Dort finden sie einen weiteren Hinweis auf zwei “resolute desks”. Gemeint sind zwei identische Schreibtische, einer im Arbeitszimmer der englischen Queen und einer im “Oval Office” im weißen Haus. So macht sich das Team auf den Weg nach London, wo es ihm gelingt, in das Arbeitszimmer der Königin zu gelangen. Sie entschlüsseln einen Code im Schreibtisch und dieser offenbart ein simples Stück Holz mit seltsamen Schriftzeichen. Gates kennt nur eine Person, die diese Zeichen entschlüssen könnte: seine Mutter Emily Appleton Gates (Helen Mirren). Doch ehe das Team zum Londoner Flughafen gelangt, wird es von Mitch Wilkinson und seinen Handlangern verfolgt. In einer langen Verfolgungsjagd gelingt es Gates, das Stück Holz zu fotografieren und in die Themse zu werfen.
Zurück in den USA machen sie sich auf, die Schriftzeichen von Benjamin Gates’ Mutter übersetzen zu lassen. Diese schlussfolgert, dass der Text auf dem Holz unvollständig ist und es noch einen zweiten Teil gäbe. Dieser könne nur in dem zweiten Schreibtisch im Weißen Haus sein. So kommt es Benjamin Gates genau recht, dass seine Ex-Freundin Dr. Chase nach der Trennung einen Mitarbeiter der Regierung kennen gelernt hat. Gemeinsam gelingt es ihnen während eines Kinder-Festes im Weißen Haus, in das “Oval Office” einzusteigen. Doch das Stück Holz fehlt in dem zweiten Schreibtisch. Es gibt nur Hinweise auf ein geheimnisvolles Buch, welches nur den amerikanischen Präsidenten vorbehalten ist. Um das Buch zu finden, schleicht sind Benjamin Gates auf die Geburtstags-Party des Präsidenten (gespielt von Bruce Greenwood) ein. Er kann in einem kurzen Gespräch desses Geschichts-Interesse wecken und zeigt ihm einen geheimen alten Tunnel unterhalb der Party. Dort verschließt Gates den Eingang. In dem Hinterhalt bestätigt der Präsident die Existenz eines solchen Buches und erklärt Gates, dass dieses in der Kongress-Bibliothek versteckt sei. Er müsse sich aber beeilen, weil er wegen Entführung des Präsidenten belangt werden würde.
Der Schatzjäger macht sich nun mit seinem Team auf den Weg in die Bibliothek. Dort finden sie tatsächlich das Buch, das alle Geheimnisse der amerikanischen Geschichte, vom JFK-Mord bis hin zu Area 51, beinhaltet. In dem Buch finden sie auch eine Fotografie des zweiten Teils des Holzes. Gejagt vom FBI und von Mitch Wilkinson, aber mit heimlicher Unterstützung des FBI-Agenten Peter Sadusky (Harvey Keitel) müssen sie zu Gates’ Mutter gelangen. Diese wird von Wilkinson erpresst, es gelingt ihr aber trotzdem, in einer geheimen Nachricht den in dem Holz genannten Ort zu verraten. So gelangt das Team zum Mount Rushmore, wo es Wilkinson und die entführte Emily Gates trifft. Wilkinson erwirkt so, an der Suche nach dem Geheimnis teilzuhaben. Die 6 finden den Eingang zu einer Höhle, die die legendäre Stadt aus Gold, Cibola, beherbergt. Doch die Höhle bricht zusammen und einer muss zurückbleiben, um die restlichen 5 zu retten. Nach einem langen Kampf nimmt Wilkinson Benjamin Gates das Versprechen ab, ihn als Mitentdecker Cibolas zu nennen, um so dessen Familie einen Platz in der Geschichte zu sichern. Gates willigt ein und so kann er mit seinen Eltern, Dr. Chase und Riley entkommen. Draußen erwarten sie FBI-Agenten, die sie abführen und zu einen Flugplatz bringen, wo der Präsident wartet. Gates erzählt im von dem legendären Fund der alten Stadt. Als Dank dafür erklärt der Präsident, Gates hätte ihn zu seinem Geburtstag nicht entführt, es sei lediglich der Eingang des Tunnels versehentlich verschlossen wurden.
Meine Meinung:
Nach “Das Vermächtnis der Tempelritter” ist Regisseur Turteltaub ein Sequel gelungen, welches die Ideen des ersten Teils konsequent weiterführt. Dabei wurde vor allem weiter am sowieso schon starken Cast gefeilt. So spielen neben Nicolas Cage (Oscar für “Leaving Las Vegas”), der immer hübscher werdenden Diane Kruger (Bambi-Gewinnerin), Jon Voight (Oscar für “Runaway Train”) und Harvey Keitel (Oscar-nominiert für “Bugsy”) nun auch Hellen Mirren (Oscar für “The Queen”) und Ed Harris (viermal Oscar-nominiert). Dabei brilliert vor allem Hellen Mirren als zickige Ex-Frau.
Die Story ist vor allem im ersten Teil des Filmes zu stark ausgebaut. Innerhalb von wenigen Minuten bereisen die Protagonisten die halbe Welt. Dies führt dazu, dass Spannung anfangs nur schleppend aufgebaut wird. Spätestens aber mit dem Zusammentreffen der Eltern von Benjamin Gates und den ewigen Sticheleien seiner Mutter gegen ihren Ex-Mann nimmt der Film volle Fahrt auf. Desto länger der Film läuft, desto spanndender wird es. Die großartig fotografierten Bilder und der großartige Soundtrack sind daran nicht ganz unbeteiligt.
Mein Fazit:
Wer den ersten Teil kennt, weiß, was ihn im Sequel erwartet. An der gewohnten Mixtur aus Action, Abenteuer und einer Portion Witz wurde nicht viel verändert – was aber nicht weiter schlimm ist. Dem Zuschauer erwartet ein guter Film mit einigen Logik-Fehlern, einem tollen Soundtrack und sehr schönen Bildern. (8/10)










2 Comments



