Der Krieg des Charlie Wilson
![]()

Was haben ein junger Kongressabgeordneter und Frauenheld, eine gottesfürchtige Jetset-Lady und ein zynischer CIA-Agent gemeinsam? Zusammen steuerten sie in den 80ern hinter den Kulissen den scheinbar aussichtslosen Kampf afghanischer Rebellen gegen die einrückende Sowjet-Armee.
Zur Story:
Charlie Wilson (gespielt von Tom Hanks) ist alles andere als ein Politiker, wie er im Buche steht. Er ist dem Alkohol verfallen und steigt schon mal auf wilden Partys zusammen mit koksenden Stripperinen in einen Pool, um später die Nacht mit Prostituierten zu verbringen. Aber ein Fernsehbericht über die schlecht ausgerüsteten afghanischen Freiheitskämpfer, die den sowjetischen Invasoren und deren Hubschraubern nichts entgegenzusetzen haben, weckt jedoch sein Interesse. Zusammen mit der antikommunistischen Multi-Millionärin Joanna Herring (gespielt von Julia Roberts) und dem CIA-Agenten Gust Avrakotos (überragend: Philip Seymour Hoffman) beginnt er, seine Beziehungen als Mitglied im Ausschuss für die Bewilligung von CIA-Operationen spielen zu lassen, um so seinen ganz eigenen Krieg gegen die Sowjetunion zu starten. Dabei gelingt es Ihnen, das Budget für die Mudschahedin-Kämpfer in kürzester Zeit von 5 Millionen auf 500 Millionen Dollar zu erhöhen…
Meine Meinung:
Mit “Der Krieg des Charlie Wilson” gelingt es dem Regisseur Mike Nichols zum zweiten Mal nach “Mit aller Macht – Primary Colors” von 1998, dem Zuschauer einen Einblick in die Welt der Politik zu gewähren. Das geschickt geschriebene Drehbuch (frei nach George Criles gleichnamigen Bestseller) vermischt er dabei mit eindringlichen Bildern. Die Schauspieler können allesamt überzeugen. Vor allem Philip Seymour Hoffman, dessen Rolle stark an die von Mark Wahlberg in Martin Scorseses Gangster-Drama “Departed – Unter Feinden” erinnert, spielt sich in der ersten Hälfte des Films so in Extase, dass er den Oscar als bester Nebendarsteller redlich verdient hätte. Lediglich Julia Roberts wirkt in ihrem Leinwand-Comeback etwas fehlbesetzt. So hätte z.B. eine Eva Mendes besser in die Rolle der Joanna Herring gepasst.
Mein Fazit:
“Der Krieg des Charlie Wilson” ist ein erstes filmisches Highlight im Jahr 2008. Dem Zuschauer erwartet eine geschickt in Szene gesetzte politische Satire mit viel Witz, aber auch ernstem Tiefgang. Als einziger Kritikpunkt ist anzumerken, dass das letzte Drittel des Films sehr gerafft wirkt. Dort hätte man die Story noch etwas ausbauen können. (8,5/10)










1 Comment




[...] 1.Der Krieg des Charlie Wilson [...]